A.Vogel Blog – Grüne Welt

Blog für Rezepte, Natur und Lebensfreude. Mit Tipps für gesunde Ernährung, naturnahes Gärtnern und mehr Wohlbefinden.

Kürbis: Riesenbeere, so gesund und schnell geschnitzt

von Heike Mühldorfer, am 26 Oktober 2016, A.Vogel, Gesunde Ernährung, Rezepte, Vegan und Veggie
kuerbisse-02-heike-muehldorfer

Der Kürbis ist eine Beere! Sagen zumindest die Botaniker. Wir lieben Kürbis, weil er so vielfältig ist und ganz einfach den Speisezettel bereichert. Ich stelle vor: Die beliebtesten Sorten, wie man ihn verarbeitet und was man damit machen kann.

Weil bei allen Kürbissorten wie bei Himbeere & Co. eben auch die Kerne frei im Fruchtfleisch liegen, handelt es sich laut botanischer Definition um Beeren. Also haben wir am Wochenende fünf dicke „Riesenbeeren“ geerntet und den ersten „Gelben Riesen“ gleich verarbeitet. Doch auch im Handel und sogar neben den Feldern finden sich zurzeit unendlich viele Kürbisse in allen Größen und Sorten. Manche davon – meist kleinere – sind tatsächlich nur zur Zierde gedacht und ungenießbar (sie enthalten bittere Cucurbitacine), doch die größeren Exemplare sind zumeist Speisekürbisse und bereichern den Speiseplan mit vielen guten Inhaltsstoffen und sind obendrein so wandelbar.

Von Butternut bis Gelber Riese

Kürbisse überzeugen mit feinem Aroma, ihrer Vielfältigkeit und vielen Vitalstoffen wie Betakarotin (Provitamin A), aber auch Kalium, Kalzium, Phosphor, Magnesium, Eisen, Vitamine der B-Gruppe, Folsäure und Vitamin C. Getrocknet enthalten Kürbiskerne (und auch das feine Kürbiskernöl) neben hochwertigen Fetten auch Phosphor, Kalium, Magnesium, Kalzium, Zink, Selen und Vitamin A, B, D und E. Die bekanntesten und beliebtesten Sorten sind:

Gelber Riese oder Gelber Zentner: Wie der Name schon sagt, kann diese Kürbissorte bis zu 50 Kilogramm schwer werden. Es ist ein feiner Speisekürbis mit hohem Fleischanteil und feinem Aroma.

Hokkaido: Der Hokkaido hat bei uns seinen Siegeszug angetreten, weil er wegen seiner schönen orangenen Farbe samt nussigem Aroma überzeugt. Bio-Hokkaido kann samt Schale gedünstet, gebraten oder gebacken werden – das ist perfekt für Eilige. Der Hokkaido lässt sich auch gefüllt oder in Schnitzen gut im Ofen backen.

Butternut Kürbis: Dank seinem leicht buttrigen Aroma eignet er sich zum Kochen und Backen, z.B. für Kürbiskuchen. Der Butternut wird wie der Hokkaido im Backofen wunderbar zart.

Weitere gute Sorten sind Gem Squash, Spaghettikürbis, Muscade de Provence, Türken-Turban und Mini-Patisson.

kuerbisse-heike-muehldorfer

Bevor der erste Frost kommt, haben wir unsere Ernte gesichert: Kürbis der Sorte Gelbe Riese aus unserem Garten. Foto: © Heike Mühldorfer

Kürbisse verarbeiten

Wer schon einmal einen Kürbis klein schneiden oder schnitzen wollte, weiß um das extrem feste bis harte Fruchtfleisch. Mit einem schweren Brotmesser gelingt das Zerschneiden dank Wellenschliff jedoch gut, zum Schnitzen kleinerer Kürbisse nehme ich ein kleines Brötchenmesser. Große Kürbisse achteln oder in schmale Spalten schneiden und dann mit einem Sparschäler oder Messer schälen – je nach Oberfläche. Die Kerne lassen sich mit einem Esslöffel leicht abschaben. Für Suppe den halbierten, entkernten Kürbis ganz im Ofen garen (bei 150° für 20 bis 30 Minuten) und dann aushöhlen bzw. schälen.

Kürbis lagern und einfrieren

Ganze, unverletzte Kürbisse halten dank ihrer festen Schale einige Monate im dunklen, kühlen Keller. Stücke von Kürbisfleisch gehören in den Kühlschrank und müssen innerhalb einer Woche verarbeitet werden. Das Fruchtfleisch kann aber auch wunderbar roh oder gekocht und püriert eingefroren werden.

Und was macht man mit Kürbis?

Das Schöne am Kürbis ist, dass er so vielfältig verarbeitet werden kann. Ob Suppe, Eintopf, Chutney, Marmelade, süßes Brot, Quiche oder Ofenkürbis, alles ist möglich. Auch im Blog haben wir immer wieder Rezepte für Kürbisse vorgestellt. So wie mein Beitrag zu Kürbis: Suppe, Eintopf oder Ofenkürbis? oder die fantastische Herbst-Pie von Katharina Küllmer, die auch mit Kürbis superfein schmeckt.

Auch optisch machen Kürbisse was her: kleine bis mittelgroße werden ausgehöhlt zur Suppenterrine und die großen weisen als Kürbis-Laterne den Weg und sind gerade im späten Oktober oft als witzige Deko-Idee zu sehen.

kuebis-heike-muehldorfer

Was ist dein absolutes Kürbis-Lieblingsrezept? Ich freu mich schon auf viele tolle Ideen und wünsche viel Spaß beim Ausprobieren, Schnitzen und Dekorieren.

Text und Fotos: Heike Mühldorfer

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder *

Bitte die Buchstaben des captcha Bildes im Eingabefeld eintippen

Please type the characters of this captcha image in the input box

Lesen Sie den vorherigen Eintrag:
alle Foto: © Heike Mühldorfer
Sommer im Glas: Vom Dörren und Trocknen. Mit Buch-Verlosung

Dörren ist wieder im Kommen! Immer mehr Menschen trocknen Äpfel, Plaumen, Birnen oder auch Gemüse, um sie für den Winter...

Schließen