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Parasiten im Darm?

Was tun bei Darmpilz oder Würmern im Darm?

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Darmparasiten wie Spul- und Fadenwürmer sind gar nicht so selten. Meist sind sie auf mangelnde Hygiene zurückzuführen. Das Krankheitsbild unterscheidet sich je nach Parasit sehr stark. Doch manche unter ihnen sollten sogar helfen, chronische Darmentzünden zu heilen.

Symptome bei Befall mit Darmparasiten

Parasiten im Darm wie z.B. Spul- und Fadenwürmer, Einzeller (Protozoen) wie Lamblien und Amöben können zu Bauchschmerzen, Brennen beim Wasserlassen, chronischer Müdigkeit, Durchfall, Übelkeit, Nachtschweiß, Muskelkrämpfe, Muskel- und Gelenkschmerzen sowie zu Juckreiz (insbesondere auch in Anal- und Schambereich) führen.  

Die bekanntesten Parasiten sind Darmegel, Spulwurm, Kindermadenwurm (Enterobius vermicularis/Oxyuris vermicularis), Peitschenwurm (Trichuris trichiura), Zwergfadenwurm (Strongyloides stercoralis), Hakenwürmer (Ancylostoma duodenale/Necator americanus), Pärchenegel (Schistosomen).

Hauptgrund für einen Befall ist meist verunreinigte Nahrung sowie gegenseitiges Anstecken – auch über die Haut können Parasiten aufgenommen werden.

Meist hilft hier nur ein Wurmmittel sowie strikte Hygiene, um die Parasiten effektiv zu bekämpfen.

  • Alfred Vogel empfahl im Kleinen Doktor bei Maden- und Spulwürmern Papaya-Präparate. Das in der Papaya-Pflanze enthaltene Ferment Papain besitzt die Fähigkeit, Eiweiß im Darm abzubauen und damit die Würmer quasi zu verdauen ohne die Darmwand zu schädigen.

  • ernähren Sie sich eiweiß- und kohlenhydratarm

  • nutzen Sie fermentierte Lebensmittel wie Sauerkraut, probiotische Joghurts oder Molkenkonzentrat

  • ein altes Hausmittel für die direkte Bekämpfung waren Milch mit Knoblauch und Zwiebeln

Hilfe bei Darmentzündungen?

Parasiten galten lange Zeit als Hoffnungsschimmer für Patienten mit chronischen Darmentzündungen. Die Eier des Schweinepeitschenwurmes sollten helfen, das Immunsystem wieder auf wirkliche Bedrohungen des Körpers statt auf die eigene Darmschleimhaut zu richten.

Hierzu sollten die Patienten Eier des Schweinepeitschenwurmes zu sich nehmen. Würmer verursachen uns keine guten Gefühle, sondern sind mit Ekel und Abscheu verbunden. Tatsächlich ist auch der Schweinepeitschenwurm Trichuris suis ein lästiger Parasit. Er gehört zu den Nematoden oder Rundwürmern, einer der artenreichsten Tiergruppen der Welt. Er ist ein Vertreter der Familie der Peitschenwürmer, die Biologen Trichuridae nennen. Der vordere Teil ihres Körpers ist so dünn wie ein Faden, was an eine Peitsche erinnert.

Fast alle Wirbeltiere haben ihren «eigenen» Wurm: Es gibt einen Trichuris der Schafe, einen der Ratten, der Hunde, der Affen oder eben der Schweine. Alle diese Fadenwürmer sind streng wirtsspezifisch. Das heißt, sie leben wirklich nur im Darm ihres eigenen Wirtes. Aus diesem Grund sind die nur wenige Millimeter großen Schweinepeitschenwürmer für den Menschen ungefährlich, überleben nur kurze Zeit und werden bald wieder ausgeschieden.

Experimente mit Trichuris-Eiern

Der weibliche Schweinepeitschenwurm gibt seine Eier im Darm des Wirtes ab; mit dem Kot gelangen sie in die Umwelt. Frisst ein anderes Schwein mit diesen Eiern verseuchte Nahrung, beginnt ein neuer Zyklus. Aus den Eiern werden Larven, aus diesen wiederum Würmer. Das befallene Schwein hat ganz ähnliche Symptome wie Menschen mit Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn: Es bekommt nämlich starken Durchfall und Bauchkrämpfe.

Das ist auch der Grund, weshalb ein Forscherteam in den USA auf die Idee kam, mit Trichuris-Eiern zu experimentieren. Die Mediziner gingen von der Annahme aus, dass beide entzündliche Darmerkrankungen Autoimmunerkrankungen sind. Das bedeutet, dass das eigene Immunsystem die Darmwand angreift. Sie vermuteten weiter, dass deswegen heute mehr Menschen an Autoimmunerkrankungen leiden, weil wir in einer fast sterilen Umgebung leben und das Immunsystem zu wenig parasitäre Gegner hat. Das führe zu einer überschießenden Reaktion gegen die eigenen Zellen.

Unterfordertes Immunystem

Gibt man nun dem Abwehrsystem eine neue Aufgabe, so die Annahme, lässt es von den eigenen Darmzellen ab. Die Eier des Schweinebandwurmes machen den Menschen zwar nicht krank, er bemerkt von der Einnahme praktisch nichts; aber das Immunsystem wittert dennoch Gefahr und greift an.

Erste Studien mit den Trichuris-Eiern zeigten vielversprechende Resultate. Die Studienteilnehmer hatten bei der regelmäßigen Einnahme von ungefähr 2500 unsichtbar kleinen Wurmeiern längere beschwerdefreie Intervalle und weit weniger häufig Rückfälle. Darüber hinaus litt keiner der Probanden unter irgendwelchen Nebenwirkungen, was von den herkömmlichen Behandlungsmethoden nicht immer behauptet werden kann.

Überraschend eingestellt

Leider wurde eine europaweite Studie zur Behandlung von entzündlichen Darmerkrankungen mit dem Schweinepeitschenwurm vorzeitig beendet. Als Grund wurde unter anderem angegeben, dass Patienten der Placebogruppe ebenso gut auf den wirkungslosen Stoff angesprochen hätten wie die Gruppe der Kranken auf dieTherapie mit Trichuris-Eiern. Bei beiden Gruppen konnte ein kontinuierlicher Abfall des Entzündungswertes Calprotectin im Stuhl gemessen werden. Das Crohn-Colitis-Zentrum in Bern, das an der Studie maßgeblich beteiligt war, spricht von «überraschenden Ergebnissen».

Diagnose Darmpilz

Beim Darmpilz handelt es sich um Hefe-Pilze (meist Candida albicans), welche Kohlenhydrate zu Kohlendioxid und sogenannten Fuselalkoholen (Begleitalkohole wie Methanol, n-Propanol und  Isobutanol) abbauen.

Hefepilze aus dem Darm stehen im Verdacht, schwere Infektionen zu verursachen. Etwa jeder zweite Mensch beherbergt solche Candida-Pilze bereits in sich, ohne Beschwerden zu verspüren. Doch wird die Darmflora gestört, treten eine Abwehrschwäche oder Dauerstress auf, können sich die Pilze im Körper ausbreiten und uns krank machen.

Hier hilft meist nur ein Anit-Pilzmittel in Kombination mit einer Anti-Pilz-Diät in der auf Zucker, Süßigkeiten, Produkte aus Weißmehl sowie Alkohol verzichtet wird. Die Diagnose «Darmpilz» geht stets mit einer Immunschwäche sowie einer Dysfunktion der Darmflora einher.

Vorbeugen kann man mit einer gesunden Ernährung. Bei dieser ist der Tisch reich gedeckt, Verzicht gilt lediglich für Zucker, süßes Obst, Weißmehlprodukte und Alkohol.

Die körpereigene Abwehr kann durch den Roten Sonnenhut (Echinacea purpurea) wirkungsvoll unterstützt werden.

  • Verschiedene Pflanzen enthalten zudem antimykotische (gegen Pilze gerichtete) Wirkstoffe wie z.B. die Parakresse (Spilanthes oleracea). Sie hat sich in der Behandlung von Darmpilz bewährt.

  • Die Ernährung anpassen und ergänzen mit vergorenem Molkekonzentrat und Lactobazillen

Wissenschaftliche Nachweise:

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Buch-Tipp:

Darmpilze

 Dr. Eberhard Wormer nimmt die schädlichen Schmarotzer ins Visier, beschreibt typische Beschwerden und häufige Ursachen und gibt einen Überblick über Diagnose und Therapiemöglichkeiten. Der Autor erklärt, wie die Pilze unsere Gesundheit unterwandern und was wir dagegen tun können. Die natürlichste Abwehrwaffe aus seiner Sicht: ein gesunder Darm!

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