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Was sind Bitterstoffe?

Mehr über die sekundären Pflanzenstoffe

Die bitteren Bestandteile der Pflanzen sind keine Nährstoffe. Man bezeichnet sie als sekundäre Pflanzenstoffe, darin bilden die Bitterstoffe eine eigene Wirkstoffklasse.


Zu der Wirkstoffklasse innerhalb der sekundären Pflanzenstoffe gehört beispielsweise der in den Enzianwurzeln enthaltene Bitterstoff Genitiopircin, das Absinthin im Wermut, das Vulgarin im Beifuß, sowie die im Hopfen enthaltenen Bitterstoffe Humulon und Lupulon.

Bitterstoffe sind chemisch sehr unterschiedlich strukturiert, aber eines haben sie alle gemeinsam: sie fördern die Verdauung. Denn sie verstärken die Produktion von Speichel und von Magensaft, regen Bauchspeicheldrüse, Leber und Gallenblase an.

Bitterkräuter und -gemüse leisten unter allen Pflanzen die wertvollste Hilfe für die Verdauung. Die Substanz Amarogentin in der Wurzel des gelben Enzians ist der bitterste bekannte Naturstoff überhaupt. An zweiter Stelle rangiert das Wermutkraut. Auch das Tausendgüldenkraut mit seinen Secoiridoidglykosiden weist sehr hohe Bitterwerte auf, die allerdings bereits um das Fünfzehnfache niedriger sind als die des Enzians.

Mangel an Bitterstoffen

Fast alle Bundesbürger haben einen Mangel an Bitterstoffen. Denn im Laufe der Zeit wurden sie zugunsten eines milderen und angenehmeren Geschmacks immer mehr «weggezüchtet» – bis die Bitterstoffe größtenteils aus unserer Nahrung verschwanden. So stehen heutzutage fast nur noch süße, saure und salzige Nahrungsmittel auf unserem Speiseplan.

Doch nicht ohne Grund heißt es im Volksmund auch: «Was bitter im Mund, ist dem Magen gesund.» Ärzte und Heilpraktiker weisen seit längerem auf die unübersehbaren Folgen der Verbannung von Bitterstoffen aus der modernen Ernährung wie Übergewicht, Verdauungsstörungen und Stoffwechselkrankheiten hin.

Bitterstoffe in der Nahrung bringen nach den Erkenntnissen der Ernährungswissenschaft unschätzbare Vorteile mit sich: Sie führen z. B. rascher zum Sättigungsgefühl. Dadurch nehmen wir automatisch kleinere Portionen zu uns. Bitterstoffe in der Nahrung sorgen durch ihren intensiven Geschmack für ein rasch einsetzendes Fließen der Verdauungssäfte, wodurch auch der Sättigungsreiz beschleunigt eintritt.

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