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In den Industrieländern werden die Menschen immer dicker. Nach einer Studie des Robert-Koch-Instituts sind allein in Deutschland mehr als die Hälfte aller Frauen und gut zwei Drittel der Männer übergewichtig. Bei Kindern sieht es scheinbar besser aus: Etwa 10 bis 20 Prozent leiden an Übergewicht. Alarmierend ist jedoch, dass sich die Zahl der übergewichtigen Kinder seit den 60er Jahren bereits verdoppelt hat. Tendenz weiter steigend. Daher sind die Eltern gefordert. In der Familie sollten Kinder „richtig“ essen lernen und gesunde Essgewohnheiten entwickeln. Nur so können sie Übergewicht und daraus resultierende Krankheiten vermeidennach

Eltern als Vorbild

Kinder lernen das Essen in der Familie. Sie entwickeln ihren Geschmackssinn, Gewohnheiten, Vorlieben und Abneigungen. Um ein gesundes Essverhalten mit auf den Weg zu geben, ist es also besonders wichtig, früh damit zu beginnen. Zudem gilt auch für Kinder: Je länger sich das Übergewicht hält, desto schwieriger wird es, die Polster wieder loszuwerden. Und mit hohem Gewicht steigt auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Stoffwechselstörungen oder Erkrankungen des Bewegungsapparats. Neben einer gesunden und ausgewogenen Ernährung sollten Eltern aber auch darauf achten, dass ihr Kind seine Freizeit aktiv verbringt und sich bewegt. Denn oft trägt Langeweile zu Übergewicht bei.

Naturbelassen ist besser

Heute muss niemand mehr selbst kochen - die Lebensmittelindustrie bietet fast alles auch als Fertiggericht an. Das mag zwar praktisch erscheinen und gelegentlich auch in Ordnung sein. Doch für eine gesunde und ausgewogene Ernährung gehören frische Lebensmittel auf den Tisch. Studien belegen zudem, dass dicke Kinder mehr so genannte Fastfood-Produkte zu sich nehmen. Normalgewichtige Kinder essen dagegen mehr naturbelassenes Obst, Gemüse und magere Milchprodukte. Eltern können also schon mit der Auswahl der Lebensmittel direkt Einfluss auf das Gewicht ihrer Kinder nehmen. Meist kommt ihnen das auch selbst zugute.

Richtig essen lernen

Richtig essen will gelernt sein. Kinder - und oft auch Erwachsene - müssen lernen, auf ihren Körper zu hören und auf das Sättigungsgefühl zu achten. Denn wer ständig nascht, ist nie hungrig. Esspausen von zwei bis drei Stunden nach einer ausreichenden Mahlzeit sind aber wichtig. So kann der Magen in Ruhe arbeiten und verdauen. Generell gilt: Drei feste Hauptmahlzeiten pro Tag sind notwendig. Für Kinder sind zusätzlich zwei Zwischenmahlzeiten sinnvoll. Während des Essens sollten alle Familienmitglieder genügend Zeit und Ruhe zum Essen haben. Als Snack zwischen den Hauptmahlzeiten eignen sich besonders Obst und Gemüse. Süßigkeiten sollten die Ausnahme bleiben. Wichtig zudem: viel trinken. Besonders geeignet sind Wasser oder nach sportlicher Betätigung auch Saftschorlen.

Achtung: Milch, Joghurtdrinks oder unverdünnte Säfte sind nicht zum Durststillen geeignet, sondern bereits eine kleine Zwischenmahlzeit.

A.Vogel Einkauf-Tipps: 

Obst und Gemüse

Generell gilt: Kaufen und kochen Sie saisongerecht mit dem Lauf der Fruchtfolge. Tomaten, Radieschen, Gurken oder Erdbeeren haben im Winter eine weite Reise hinter sich und stammen meist aus dem Treibhaus. Das geht zu Lasten von Geschmack und Vitamingehalt.

Frisch oder gefroren?

Lassen Sie welken Spinat oder gelblichen Brokkoli liegen. Im Zweifel ist tiefgefrorenes Gemüse besser. Es wird erntefrisch verarbeitet, der Vitamingehalt ist höher und der Geschmack besser als bei lange gelagerter Ware. Manchmal lohnt auch der Griff zur Konserve. Beispiel Tomaten: Hier kommen voll ausgereifte Früchte in die Dose.

Reif oder unreif?

Reife Früchte erkennen Sie nicht unbedingt an der Farbe. Sie geben auf Fingerdruck meist leicht nach und duften gut. Einige Obst- und Gemüsearten können Sie auch unreif kaufen. Äpfel, Bananen, Kiwis oder Avocados reifen zu Hause nach.

Gutes Aussehen

Nicht immer ist die Optik wichtig. Je glänzender der Apfel, desto wahrscheinlicher wurde er mit Pflanzenschutzmitteln behandelt. Ignorieren sollten Sie auch Größe und Handelsklassen: Gerade kleine Früchte sind oft groß im Geschmack.

Fisch

Frischer Fisch sollte möglichst auf Eis liegen und damit bedeckt sein. Auch verpackter Räucherfisch muss genügend gekühlt sein. Ware, die das Ende der Mindesthaltbarkeit fast erreicht hat, vorsichtshalber nicht mehr kaufen. Feuchte, hellrote Kiemen, glänzende Haut, klarer Schleim und klare Augen zeichnen frischen Fisch aus. Riecht der Fisch streng, verzichten Sie darauf.
Unser Artenschutz-Tipp: Nachhaltige Fischerei. Etwa drei Viertel der Fischbestände, die kommerziell genutzt werden, sind überfischt. Kaufen Sie daher möglichst nur Fisch aus nachhaltiger Fischerei.

Fleisch

Gutes Fleisch sollte nicht absolut mager sein. Eine leichte Marmorierung dient nicht nur dem besseren Garen, sondern auch dem Geschmack. Frisches Fleisch sollte weder zu hell, zu glänzend, trocken oder zu feucht sein. Fleisch gut anschauen: Das Blut am Knochen muss frisch und hellrot sein. Fleisch verdirbt bei Zimmertemperatur schnell. Das heißt: Gehen Sie schnell nach Hause und legen Sie es in den Kühlschrank oder bereiten Sie es zu. Kaufen Sie möglichst nur Fleisch aus artgerechter kontrolliert ökologischer Tierhaltung.

Käse

Kaufen Sie Käse am Stück. Vorgeschnitten trocknet er aus und verliert schnell sein Aroma. Weichkäse leicht drücken. Junger Käse ist fest, reifer gibt nach.

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