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Nahrungsergänzungsmittel

Wann sind Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll?

Eines ist sicher: Nahrungsergänzungen sind kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung. Um gesund zu bleiben, ist eine tägliche Versorgung mit Vitaminen, Mineralien und Nährstoffen erforderlich.


Unter dieser Bezeichnung werden verschiedene Produkte wie Vitamine, Mineralien, Enzyme sowie pflanzliche Stoffe wie Mikroalgen, Knoblauch oder in Kapseln geschweißter Gemüsesaft angeboten. Da die Präparate meist als Tabletten oder Dragées im Handel sind, liegt der Gedanke nahe, dass es sich um Arzneimittel handelt. Dem ist nicht so! Nahrungsergänzungsmittel können keine Krankheiten verhüten, heilen oder lindern. Über die gesunde und abwechslungsreiche Nahrung kann in der Regel der Bedarf an den lebensnotwendigen Stoffen gedeckt werden.

Wann sind Nahrungsergänzungen sinnvoll?

Bei erhöhter geistiger und körperlicher Beanspruchung können Nahrungsergänzungsmittel den Körper zusätzlich unterstützen. So zum Beispiel beim Sport, im Alter oder in besonderen Lebensumständen.

Auch nach Operationen, längeren und chronischen Erkrankungen sowie in der Rekonvaleszenz hat der Körper einen erhöhten Bedarf an Nährstoffen. So kann beispielsweise durch Störungen des Magen-Darm-Traktes die Aufnahme von Vitaminen wie B2, B12 und Mineralstoffen wie Kalzium, Magnesium und Zink durch den Darm beeinträchtigt werden. In diesen Fällen können zusätzliche Vitamine und Mineralien sinnvoll sein.

1. Höherer Bedarf im Alter

Ein erhöhter Bedarf besteht auch im Alter, wenn oftmals nicht mehr ausgewogen oder richtig gegessen werden kann, weil z. B. die Zähne schlecht geworden sind, der entsprechende Appetit fehlt oder das tägliche Kochen aus körperlichen Gründen sehr schwer fällt. Hier kann es leicht zu Unterversorgungen kommen. Hinzu kommt, dass ältere Menschen vielfach längere Zeit bzw. auf Dauer Medikamente nehmen müssen, die im Körper als „Vitamin- und Mineralstoffräuber“ wirken.

Im Vergleich zu Jüngeren haben alte Menschen einen geringeren Kalorienbedarf und ernähren sich oft nicht mehr so gesund und vielseitig. Gerade bei ihnen wird häufig Mängel an Nährstoffen festgestellt. Verschiedene Studien zeigen, daß die gezielte Zufuhr von Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen den Gesundheitszustand älterer Menschen deutlich verbessern kann.

2. ... und in der Schwangerschaft

Schwangerschaft und Stillzeit stellen an den Körper und die benötige Menge an Vitalstoffen besondere Anforderungen. bei normaler gesunder Ernährung stellt der Körper genug Nährstoffe für Mutter und Kind her. Besteht allerdings schon eine Mangelernährung, dann werdeninsbesondere die B-Vitamine B1, B2, B6, B12 und Folsäure sowie bei Biotin, Eisen, Jod, Magnesium und Zink benötigt.

Auch eine vegane Ernährung (Verzicht auf alle tierischen Produkte) kann zu einer Unterversorgung mit bestimmten Vitaminen wie z. B. Vitamin D (wenn man sich nicht genügend lange dem Sonnenlicht aussetzt) oder Vitamin B12 führen.

3. Stress

Aber auch Stress und andere psychische Belastungen können beispielsweise den Status der Vitamine A, C und E oder der Mineralstoffe Kalzium, Kalium und Magnesium im Körper verschlechtern.

Wer darüber hinaus häufig Diäten macht, sollte unbedingt auf eine ausreichende Zufuhr (z. B. über Nahrungsergänzungsmittel) aller Vitamine und Mineralstoffe achten. Zu beachten ist auch, dass bei einigen Krankheiten die Einnahme bestimmter Vitamine, Mineralstoffe oder Spurenelemente nicht sinnvoll ist wie z. B. bei der Eisenspeicherkrankheit kein Eisen oder bei bestimmten Schilddrüsenerkrankungen kein Jod. In diesen Fällen sollte unbedingt der Arzt vor der Einnahme gefragt werden.

4. Spezialfälle

  • Selen kann eine Vergiftung mit Schwermetallen und anderen gefährlichen Chemikalien abschwächen (neutralisieren).
  • Vitamin C ist zum Schutz des Verdauungstraktes unerlässlich (z. B. wegen der Verwendung von Krebs erzeugenden Nahrungsmittelzusätzen und zu stark angebranntem Fleisch/Grillgut).
  • Zink entschärft die Gefährlichkeit von Kadmium und Blei im Trinkwasser und in Konserven.

Welche Nahrungsergänzungsmittel?

Ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl von Nahrungsergänzungsmitteln sollte z.B. sein, dass diese aus natürlichen Rohstoffen gewonnen werden (der natürliche Vitalstoffverbund bietet meist eine bessere Verträglichkeit als chemische Substanzen), da keine Konservierungsstoffe oder Farbstoffe verwendet werden. Wer das Gefühl hat, dass zusätzliche Nährstoffe benötigt werden, der sollte bei einer Fachperson den Bedarf abklären. Die zuverlässigste Auskunft gibt eine Blutanalyse beim Arzt.

Synthetisch contra natürlich

Nahrungsergänzungsmittel stehen nicht im besten Ruf. In den letzten Jahren häuften sich die Berichte über schädliche Nebenwirkungen hoch dosierter, synthetisch hergestellter Vitamin- und Mineralstoffpräparate.

  • Beispielsweise führte in Studien die Einnahme von isoliertem Beta-Carotin bei starken Rauchern zu einem Ansteigen der Lungenkrebsrate. Auch vor zu hohen Dosen von Vitamin E (höhere Sterblichkeit durch Herz-Kreislauf-Krankheiten) und Vitamin C (soll bei Diabetes das Herztod-Risiko ansteigen lassen) wird zwischenzeitlich gewarnt.
  • Hohe Dosierungen sind zumeist unsinnig, da vom Körper nicht benötigte Mengen (wie bei den wasserlöslichen Vitaminen) einfach ausgeschieden werden. Daneben bergen hoch dosierte Nahrungsergänzungsmittel mit fett-löslichen Vitaminen die Gefahr einer Überdosierung, da der Körper diese Vitamine speichern kann. Isolierte Zusätze können außerdem den Stoffwechsel zu sehr belasten, die Fehlernährung eher fördern als beseitigen und auf noch unbekannte Weise in das komplizierte, natürliche Geschehen im Körper eingreifen. Dosierungen sollten daher an die Vorgaben der Natur und die Bedürfnisse des Körpers angepasst werden und nicht umgekehrt.
    Außerdem verfügt man heute über viele natürliche Rohstoffe, die die synthetischen Quellen problemlos ersetzen können und in der Regel auch besser verträglich sind.
  • Es gibt hierbei jedoch auch Ausnahmen – in der Regel sind dies dann aber Arzneimittel und keine Nahrungsergänzungsmittel. Eine Behandlung mit solchen Präparaten gehört richtigerweise in die Hände eines erfahrenen Arztes.
  • «Mutter Natur» ist bis heute unübertroffen und liefert alle Vitalstoffe mit einer hohen Bioverfügbarkeit. Je höher die Bioverfügbarkeit, desto besser kann ein Stoff vom Organismus aufgenommen und verwertet werden. Aus diesem Grund bietet der natürliche Verbund von Vitalstoffen zumeist eine bessere Verträglichkeit und Wirkung als chemisch-synthetisch hergestellte Inhaltsstoffe.
  • Bei Vitamin C ist es wissenschaftlich erwiesen, dass die natürliche Form der synthetisch hergestellten Ascorbinsäure überlegen ist. Vitamin C allein heilt Skorbut nicht. Mit dem natürlichen Bioflavonoid-Komplex, der z. B. in Zitrusfrüchten enthalten ist, verschwindet diese Krankheit völlig.
  • Im Gegensatz zu synthetischem Vitamin E ist die biologische Aktivität der natürlichen Form von Vitamin E (d-alpha-Tocopherol) zwei- bis dreimal höher und damit der synthetischen Form deutlich überlegen. Schädliche Nebenwirkungen, die bei unsinnig hohen Dosierungen auftreten können, sind bei Nahrungsergänzungsmitteln aus natürlichen Quellen ausgeschlossen, denn die normale Ernährung soll sinnvoll ergänzt und nicht ersetzt werden.


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