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Basenkur

Weitere Tipps für die Basenkur

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Viele Menschen möchten im Frühling wieder mal «entschlacken» – etwa mit einer Basenkur. Eine solche kann nach dem langen Winter mit reichlich verzehrtem Brot, mit Eiern, Milch, Käse, Fleisch und Geflügel tatsächlich Sinn machen.

Wer sich jedoch laktovegetarisch oder gar vegan ernährt, sollte vorgängig abklären, ob tatsächlich eine Übersäuerung vorliegt. Denn es kommt vor, dass insbesondere vegan lebende Menschen untersäuert sind.

Übersäuerung: Welche Messmethode?

Komplementärmedizinisch orientierte Therapeuten nutzen für die Säuren-Basen-Evaluation differenzierte Verfahren, etwa die venöse Titrationsmessung oder die Urinmessung nach Sander. In der breiten Bevölkerung bekannt ist meist nur die Messung mit einem pH-Indikatorstreifen aus Drogerie oder Apotheke. Dessen Aussagekraft ist allerdings begrenzt – u.a. deshalb, weil ein gesunder Körper auf jede Mahlzeit mit einer «Säurenflut» im Urin reagiert.

Der Komplementärmediziner Dr. med. John van Limburg Stirum von der Seegarten-Klinik in Kilchberg ZH rät deshalb zu folgendem Trick: «Nehmen Sie etwa eine Stunde vor der pH-Messung mit dem Indikatorstreifen zwei Kaffeelöffel Natriumbikarbonat ein. Bleibt der Urin-pH unverändert sauer, hat der Körper das Bikarbonat vermutlich benutzt, um überschüssige Säuren zu neutralisieren. In diesem Fall kann eine Übersäuerung vorliegen.»

Basenmittel abends einnehmen

Wichtig sei auch, Basenmittel erst abends vor dem Schlafengehen einzunehmen. «Die Basen wirken so über Nacht, am Morgen ist der Magensaft wieder normal sauer», erklärt John van Limburg Stirum. «Das ist wichtig für das Zerlegen der Nahrung und das Eliminieren von Krankheitskeimen.»

Ein gutes Basenmittel kann neben Mineralstoffen auch Vitamine, basisch wirkende Aminosäuren und weitere natürliche Substanzen enthalten, um Säuren auszuscheiden. Zum „Dauerbegleiter“ werden sollte es trotzdem nicht. Man kann es ein paar Wochen einsetzen, die Kur beenden und wieder zur natürlichen Pflege der körpereigenen Säurefilter übergehen, die von einer gesunden Ernährung und einer harmonischen Lebensweise profitieren: die Lungen, die laufend Kohlensäure ausatmen, die Leber und die Nieren, die biochemischen Säure-Puffer des Blutes und der Magen, dessen Belegzellen mit ihrem basischen Natriumbikarbonat ebenfalls erhebliche Mengen an Säuren ausschwemmen.

Autorin: Petra Horat Gutmann

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