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Kresse Sprossen

Ideal fürs erste Sprossenziehen

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Die schnellwachsenden Kressesprossen (Lepidum sativum) sind problemlos zu ziehenden und schmecken pikant und würzig-scharf. Senföle regen den Stoffwechsel und die Nieren an. Exzellenter Lieferant von Vitamin C und D. Heike Mühldorfer 5.16

Kresse-Sprossen

Gartenkresse ist einer der schnellsten Keimer unter den Keimsaaten, schon nach fünf bis sechs Tagen können die sattgrünen Blättchen geerntet werden. Kresse lässt sich unproblematisch und einfach selbst ziehen und bringt vor allem Kindern das Prinzip Sprossen nahe. Denn ganz ohne Einweichen startet die Sprossenzucht sobald die Keimsaat aufs feuchte Vlies aufgebracht wird.

Die ganz jungen Pflanzenkeime sind natürliches Superfood, das den Körper mit wertvollen Inhaltsstoffen versorgt. Dazu gehören Vitamine und Mineralien genauso wie Chlorophyll. Kresse enthält außerdem verhältnismäßig viele Senfölverbindungen, die nicht nur für den pikanten Geschmack sorgen, sondern auch eine positive Wirkung auf Immunsystem und Zellschutz haben.

Wo kommt Kresse her?

Beheimatet ist die Kresse in Vorderasien, wobei Hinweise einen frühen Anbau auch in Persien und Syrien bestätigen, noch heute finden sich dort wilde Kressearten. Aus ihrer Ursprungsregion hat sie sich über Ägypten nach Griechenland ausgebreitet. Dort und auch im Alten Rom wurde Kresse oder auch ihre Verwandte, die römische Brunnenkresse, als Heilmittel von Hippokrates und anderen berühmten Medizinern eingesetzt.

Der Name Kresse kommt vom lateinischen crescere, das bedeutet wachsen, was auf die Geschwindigkeit abhebt, in der die Keimsaat zum Grünkraut gedeiht. Heute gibt es Kresse in vielen Supermärkten fertig gekeimt, allerdings selten in Bio-Qualität. Das Selberziehen von Kresse mit Bio-Keimsaat ist also eine echte Alternative.

Was ist so besonders an Kresse?

Warum ist sie so wertvoll? Die Kresse gehört zur Familie der Kreuzblütler, wie auch Brokkoli und Rucola, und enthält wertvolle Senföle. Die sorgen für den pikant-scharfen Geschmack, aber auch für die herausragende Wirkung. Vor allem ihre Vorstufe Sulforaphan, eine Schwefelverbindung, wird im Zusammenhang mit Krebsschutz genannt.

Kresse wirkt vorbeugend wie anregend, sie stärkt die Immunabwehr, reinigt das Blut und regt die Verdauung an. Kresse unterstützt idealerweise eine «Detox- oder Entschlackungskur» und ist aber auch empfehlenswert gegen Frühjahrsmüdigkeit.

Gartenkresse liefert zwar im Gegensatz zu anderen Sprossenarten relativ wenig Proteine, gleichzeitig aber mehr Vitamin A, B1, B2, B3, C und D. Außerdem versorgt sie den Körper mit Mineralien und Spurenelemente, wie Kalzium, Kalium, Jod, Eisen und Phosphor.*

Kresse

Frische Kresse in Erde gezogen. Foto: 123RF/ M. Striganov

Wie kann ich Kresse selbst ziehen?

Kresse wächst auf vielen Untergründen: Vlies, Watte, Erde oder z.B. ein Kresse-Igel aus Ton sind geeignet. Wichtig ist, dass die Saatkörnchen nicht im Stauwasser liegen. Kressesaat muss nicht eingeweicht, aber immer feucht gehalten werden. Das gelingt am besten mit einer Sprühflasche.

Bitte beachten: Funktioniert nicht im Keimglas. Es genügt, wenn die Kresse nach dem zweiten Tag 1 Mal täglich leicht mit Wasser besprüht wird. Man lässt sie bei einer Temperatur von 18-22° C ca. 3-5 Tage keimen. Aus 2 EL Samen wachsen im Hydrogrät 11/2 Tassen grüne Sprossen.

Kresse ist Lichtkeimer und darf nicht mit Gartenerde bedeckt werden. Ein heller Standort nicht direkt in der Sonne ist ideal. Zu Beginn des Sprossens entwickelt Kresse eine feine Schleimschicht um jedes Korn, das erleichtert den Keimvorgang. Daher nicht zu dicht in offene Keimschalen säen.

Achtung: Die ersten, sehr feinen Faser-Würzelchen werden oft mit Schimmel verwechselt. Kresse wird immer als Grünkraut nach fünf bis sechs Tagen knapp über Vlies oder Erde abgeschnitten.

Kresse

Kresse-Sprossen als Topping auf Salat.

Wie schmeckt Kresse? Wozu passt sie?

Kresse ist berühmt für ihren pikanten, fast scharfen Geschmack, der dem von Radieschen oder Senfsamen ähnelt. Natürlich schmeckt Kresse hervorragend zum Butterbrot und Salaten, aber sie ergänzt auch im Dressing mit ihren Aromen manche geschmacksneutrale oder bittere Salatsorte.

Kresse ist aber definitiv mehr als ein knackig-pikantes Topping für Suppen oder Eierspeisen. In Smoothies oder Dipps setzt sie würzige Akzente genauso wie in Gemüse-Kaltschalen und Fischspeisen.

Nährwerttabelle: Kresse (pro 100 Gramm)

Energie 35 kcal
Fett gesamt 1g
Kohlenhydrate gesamt 2g
   
Mineralstoffe  
Natrium (Na) 5mg
Kalium (K) 550mg
Calcium (Ca) 215mg
Magnesium (Mg) 40mg
Phosphat (P) 40mg
Eisen (Fe) 2,9mg
Zink (Zn) 0,2mg
   
Vitamine  
Beta-Carotin 2190µg
Vitamin E 0,7mg
Vitamin B1 0,15mg
Vitamin B2 0,20mg
Vitamin B6 0,30mg
Folsäure 110µg
Vitamin C 60mg

* Quelle der Nährwertangaben: Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Die Nährwerttabelle

Hinweis
Wir möchten darauf Hinweisen, dass sich die hier publizierten Daten nicht auf unser Sprossen-Sortiment beziehen, sondern aus der Forschungsliteratur entnommen sind.
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