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Radieschen Sprossen

Immun-Booster mit leichter Schärfe

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Das Radieschen ist der würzig-frische Abwehr-Spezialist unter den Keimlingen. Nach nur drei bis vier Tagen sind die zarten Sprossen essbar. Ab Tag 8 lassen sie sich mit grünen Blättchen als Mikrogrün ernten.

Heike Mühldorfer 5.16

Radieschensprossen

Radieschen-Keimlinge enthalten zahlreiche Vitalstoffe, allen voran wertvolle Senföle, die für die leichte Schärfe sorgen. Diese Öle beugen nicht nur Infekten im Körper vor, sondern auch der Schimmelbildung beim Keimen. Wer beim Sprossenziehen im Keimgefäß auf Nummer sicher gehen möchte, der kann anderen Saaten eine Prise Radieschenkeimsaat beimischen.

Wo kommt das Radieschen her?

Das Radieschen (Raphanus nigra) ist ein kleiner Verwandter des Rettichs und gehört zur Familie der Kreuzblütler. In der europäischen Küche kennt man es seit etwa 500 Jahren. Die farbenfrohen, manchmal auch weißen knubbeligen oder länglichen Wurzeln sind als Rohkost beliebt. Manche Sorten werden gekocht.

Weniger bekannt ist, dass man auch die Blätter des Radieschens essen kann, zum Beispiel gedünstet wie Spinat. Radieschen-Sprossen werden wegen ihres würzigen Charakters immer beliebter. Die spezielle Keimsaat für Sprossen haben allerdings nur wenige Hersteller im Angebot.

Warum sind Radieschen-Sprossen so wertvoll?

Das Senföl Sulforaphan und seine Vorstufe Glucoraphanin machen Radieschen-Sprossen so wertvoll. Sulforaphan ist ein starkes Antioxidans, das zudem den Körper entgiftet. Wenn man die Sprossen kaut, entstehen aus der Vorstufe mit Hilfe des Enzyms Myrosinase die würzigen Senföle.

Sie unterstützen den Körper im Kampf gegen Infekte und werden in der Naturheilkunde bei entzündlichen Erkrankungen verabreicht. Studien zu Brokkoli-Sprossen, ebenfalls aus der Familie der Kreuzblütler, legen eine krebshemmende Wirkung von Senfölen nahe.* Radieschen-Sprossen enthalten außerdem viel Eisen, Magnesium, Kalium, Kalzium und Zink. Sie liefern die Vitamine A, B, C, E und K.**

Wie kann ich Radieschen-Sprossen selber ziehen?

Als erstes weicht man die Saat etwa 12 Stunden in kaltem Wasser ein. 1½ EL Samen reichen aus für eine Keimschale oder Keimglas. Anschließend gibt man die angehenden Keimlinge in ein Keimgerät und wässert und spült sie täglich mindestens 2 x.

Die Samen vergrößern ihr Volumen dabei beträchtlich. Nach drei bis fünf Tagen kann man die Sprossen genießen. Wer Grünkraut ernten möchte, lässt die Sprossen noch etwa fünf Tage weiterwachsen.

Ist das Schimmel an den Radieschen-Keimlingen?

In den ersten Tagen des Keimens können Radieschen feine Faserwurzeln ausbilden, die man wegen ihres pelzig-flaumigen Aussehens leicht für Schimmel halten könnte. Der Flaum kommt von den superfeinen Vorstufen der späteren Wurzeln, den so genannten Faserwürzelche.

Unser Tipp: Wenn die Keimlinge frisch und nicht muffig riechen, spült man sie einmal extra mit klarem Wasser und achtet darauf, dass das Wasser gut ablaufen kann. Die Samenkörner sollen nämlich nicht im Wasser liegen.

Wie schmecken die Keimlinge von Radieschen?

Wozu passen sie? Radieschen-Sprossen schmecken würzig mit leichter Schärfe. Radieschen-Sprossen und –Grünkraut isst man am besten roh, damit die wertvollen Bestandteile nicht beim Erhitzen zerstört oder ausgewaschen werden.

Die zarten Sprossen sind ideal als scharfer Akzent in Salaten, Dips, auf Sandwiches oder in Wraps. Bei warmen Gerichten, zum Beispiel Gemüsepfannen oder Suppen erst kurz vor dem Servieren einrühren oder einfach als frisches Topping oben drauf geben.

Quellen:

* DKFZ: Uni Heidelberg;
* Prof.Dr.rer.nat Ingrid Herr: Kreuzblütler in der Krebstherapie; erschienen bei Aktuelle Gesundheitsnachrichten, Heft 8/2012 der EANU * Passion Chirurgie 6/14; Informationen des Berufsverbands Deutscher Chirurgen zitiert aus Uniklinikum Heidelberg

**Fürstler, Nöcker; Nährwerte USDA https://ndb.nal.usda.gov/ndb/foods/show/3313

Hinweis
Wir möchten darauf Hinweisen, dass sich die hier publizierten Daten nicht auf unser Sprossen-Sortiment beziehen, sondern aus der Forschungsliteratur entnommen sind.
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