A.Vogel Blog

Rettichsprossen

Extrascharfes Immun-Talent

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Rettich-Sprossen eignen sich ideal für die Immunabwehr. Die Scharfstoffe bringen den Körper auf Trab und wirken sogar krebsvorbeugend. 

Heike Mühldorfer 8.2016

Der Rettich ist ein Power-Keimling in Sachen Immunabwehr und Schärfe. Nach drei bis sechs Tagen lassen sich erste Sprossen ernten. Gehaltvolles Mikrogrün ist ab Tag 7 erntereif. Rettich-Keimlinge stecken voller Vitalstoffe. Besonders wertvoll sind die Senföle, die auch die Schärfe erzeugen. Diese Öle wirken im Körper antiseptisch. Auch im Keimgefäß sorgen sie für klare Verhältnisse: Um Schimmelbildung vorzubeugen und einen pikanten Akzent zu setzen, kann man zu anderen Saaten eine Prise Rettich-Keimsaat hinzugeben.

Wo kommt der Rettich her?

Der Rettich gehört zur Familie der Kreuzblütler. Seit beinahe 5.000 Jahren kennt man ihn in der asiatischen Küche und Heilkunde. Über den arabischen Raum gelangte er zu den Römern, die ihn schließlich nach Mitteleuropa brachten. Die Blätter galten lange Zeit als Arme-Leute-Essen, während die Wurzeln den Reichen vorbehalten waren.

Heute sind die violettroten bis weißen Wurzeln von unterschiedlicher Größe und Schärfe als Rohkost beliebt. In Bayern darf der „Radi“ in keinem Biergarten fehlen. Man kann ihn aber auch dünsten und damit «entschärfen». Wegen der ausgeprägten Schärfe bietet A.Vogel Rettichsaat nur in ausgewogenen Mischungen mit anderen Saaten an.

Warum sind Rettich-Sprossen so wertvoll?

Rettich-Sprossen sind so wertvoll, weil sie das Senföl Sulforaphan und dessen Vorstufe Glucoraphanin enthalten. Sulforaphan wirkt stark antioxidativ und entgiftet den Körper. Beim Kauen der Sprossen entstehen aus der Vorstufe mit Hilfe des Enzyms Myrosinase die würzigen Senföle. Sie unterstützen den Körper im Kampf gegen Infekte. In der Naturheilkunde gibt man sie gern bei entzündlichen Erkrankungen.

Studien zu Brokkoli-Sprossen, ebenfalls aus der Familie der Kreuzblütler, haben ergeben, dass Senföle krebshemmend wirken. Rettich-Sprossen enthalten außerdem viel Vitamin C sowie Vitamin A, B1, B2 und Niacin für einen gut funktionierenden Stoffwechsel. Die Vitalstoffe aus dem Mikrogrün der Rettich-Sprossen sind für den Körper besonders gut nutzbar.

Wie kann ich Rettich-Sprossen selber ziehen?

Rettich ist ein Dunkelkeimer. Die Saat sollte also in den ersten Tagen lichtgeschützt stehen. Zunächst 1 Esslöffel Samen pro Keimschale einweichen und sechs bis zwölf Stunden weichen lassen. Dann wandert die Saat in ein Keimgerät, wo man sie täglich mindestens 2 x wässert und spült. Nach drei bis sechs Tagen sind die Sprossen reif zum Genießen. Um Mikro-Grünkraut auszubilden, brauchen die Keimlinge etwa vier Tage länger.

Da ist doch nicht etwa Schimmel an den Keimlingen?

In der Regel nicht, auch wenn es manchmal so aussieht: Anfangs bilden Rettich-Keimlinge nämlich pelzig-flaumige weiße Faserwurzeln aus. Das sind die Vorstufen der Wurzeln. Unser Tipp: Den Nasentest machen. Schimmel riecht muffig. Wenn alles frisch riecht, einfach weiterhin gut spülen und darauf achten, dass das Wasser gut abläuft und die Körner nicht im Wasser liegen.

Wie schmecken Rettich-Keimlinge? 

Rettich-Keimlinge schmecken sehr scharf – ähnlich wie die Wurzeln mancher Rettichsorten. Wer einen empfindlichen Magen hat, isst sie lieber nicht pur. Durch Erhitzen oder Blanchieren lässt die Schärfe sich allerdings etwas abmildern. Als Würze für Kräuterquark, Dips und Salate sind Rettich-Keimlinge ideal, auch als Bestandteil von Keimsaat-Mischungen. Sie sind nicht nur dekoratives Beiwerk, sondern prägen das Aroma eines Gerichts und reichern es mit Vitalstoffen an.

Wir möchten darauf hinweisen, dass sich die hier publizierten Daten nicht auf unser Sprossen-Sortiment beziehen, sondern der Forschungsliteratur entnommen sind.

Quellen:

– DKFZ: Uni Heidelberg
– Prof.Dr.rer.nat Ingrid Herr: Kreuzblütler in der Krebstherapie; erschienen bei Aktuelle Gesundheitsnachrichten, Heft 8/2012 der EANU - Passion Chirurgie 6/14; Informationen des Berufsverbands Deutscher Chirurgen zitiert aus Uniklinikum Heidelberg .

Hinweis
Wir möchten darauf Hinweisen, dass sich die hier publizierten Daten nicht auf unser Sprossen-Sortiment beziehen, sondern aus der Forschungsliteratur entnommen sind.
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