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Wichtiges über Körner & Keimsaat

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Die Sprossenzucht fängt mit der Wahl der richtigen Keimsaat bzw. der Körner an. Man sollte sie nur mit der richtigen Keimsaat durchführen.

 

Blumensaaten sind nicht nur aufgrund der verwendeten Pflanzenschutzmittel ungesund. Viele Blumensaaten sind in diesem Stadium nicht für den Verzehr geeignet, wie es beispielsweise bei Tomaten der Fall ist.

Jede Keimsaat ist anders

Neben der Zufuhr von Wasser benötigt jedes Samenkorn eine individuelle Zuwendung. Die Keimsaaten-Packungen geben bereits erste Hinweise zur richtigen Anwendung.

So nehmen die Samen unterschiedlich stark an Volumen zu, was bei vielen Samen im Keimgerät zu Schimmel führen kann – ein häufiges Problem, wenn zu voreilig vorgegangen wird. Die Dosierungshinweise sollten möglichst nicht überschritten werden.

Auch das Einweichen hat eine wichtige Funktion. Dadurch wird die Keimrate verbessert und eine gleichmäßige Keimung erreicht. Dies gilt jedoch nicht für alle Samen. So ist auch hier besonders auf die Herstellerangaben zu achten, da zu langes Wässern schaden kann.

Nicht nur um eine optimale Wuchsgröße zu erreichen, ist die Keimdauer (Siehe Tabelle) einzuhalten. So ist es besonders bei Alfalfa wichtig, die vorgegebene Keimdauer zu beachten. Denn die Samen enthalten einen natürlichen Fraßschutz, das sogenannte Canavanin, das aber nur in sehr hoher Konzentration giftig wirkt. Mit fortgeschrittener Keimdauer (6-8 Tage, die Keimprozesse können sich bei Naturprodukten je nach Wachstumsbedingungen unterscheiden) wird dieser Stoff jedoch auf sehr geringe Mengen reduziert bzw. vollständig abgebaut und kann bedenkenlos verzehrt werden.

Vollkorn einweichen

Zwar gehören eingeweichte Samen nicht zu den Keimlingen, doch gehört dieses Vorgehen zum ersten Schritt vieler Keimsaaten. In dieser Phase finden erstaunliche Prozesse statt, dessen positive Eigenschaften sich auch auf andere Körner anwenden lassen.

So kommt Phytinsäure in den Schalen vieler Lebensmittel in Form von Phytat vor. Dieses hemmt die Aufnahme von Nährstoffen. Damit jedoch Vollkornprodukte wie Weizen, Vollkornreis oder auch Hülsenfrüchte wie Erbsen besser vom Körper aufgenommen werden können, ist das vorherige Einweichen zu empfehlen.

Beim bloßen Einweichen ist die Keimfähigkeit sekundär, daher kann dies mit den herkömmlichen Körnern gemacht werden. Für die Aufzucht von Sprossen und Keimlingen sollte jedoch auf qualitative Keimsaat zurückgegriffen werden.

 


Dieser Text wurde von Michael Brandt verfasst. Mehr Informationen über den Autor finden Sie hier.

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