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10 Tipps gegen Erkältungen

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Alle Jahre wieder bescheren uns die Wintermonate laufende Nasen, bellenden Husten und wunde Hälse. Wer den herumschwirrenden Erkältungs- und Grippeviren entgehen will, braucht vor allem eins: ein starkes Immunsystem.


Ursache einer «Erkältung» ist bekanntermassen nicht die winterliche Kälte – aber zu dieser Jahreszeit haben ihre Erreger besonders leichtes Spiel mit uns. Viren, die die unangenehmen Symptome auslösen, gibt es nun wirklich genug: Über 200 unterschiedliche Arten sind Wissenschaftlern bisher bekannt. Ob sie mit Vornamen nun Rhino, Corona, Coxsackie oder Adeno heißen, sie alle produzieren ähnliche Krankheitszeichen.

Und sie sind erfolgreich: Mit durchschnittlich zwei bis vier Episoden pro Person und Jahr sind Erkältungen der häufigste Grund für Abwesenheiten von Schule und Arbeitsplatz. Auch die Grippe (Influenza) wird durch Viren ausgelöst und kann insbesondere Säuglingen, kleinen Kindern und älteren Menschen sehr viel gefährlicher werden als eine Erkältung.

Warum kommt die Erkältung im Winter?

Begünstigt werden die angriffslustigen Viren durch ein Leben in wohltemperierten und zu selten gelüfteten Räumen, Heizungsluft, die die Schleimhäute austrocknet, Gedränge in öffentlichen Verkehrsmitteln und auch durch die Abkühlung exponierter Stellen am Körper, wie Ohren, Nase, Finger und Zehen, die die Immunabwehr schwächt. Eine wichtige Rolle spielt wohl auch das «Sonnenvitamin» D.

Wie dänische Wissenschaftler 2010 herausfanden, ist es «Auslöser» für das Immunsystem: Nur wenn es in ausreichender Menge vorhanden ist, werden die Killerzellen der Körperabwehr aktiviert und bekämpfen eindringende Erreger. Fehlt das Vitamin, bleiben die Immunzellen inaktiv. Da unser Körper nur die Vorstufe des Stoffes herstellen kann und zur Bildung von Vitamin D die Bestrahlung der Haut durch die Sonne braucht, könnte ein winterlicher Vitamin- D-Mangel eine entscheidende Schwächung des Immunsystems verursachen.

Erreger am laufenden Band

Unser Immunsystem ist ein Zusammenspiel von komplexen Vorgängen, die dem Körper helfen, gefährliche Substanzen, Erreger wie Bakterien, Viren und Pilze sowie kranke Zellen unschädlich zu machen. Das angeborene Immunsystem wehrt Gefahren durch Barrieren wie Haut und Schleimhäute, durch Blutbestandteile, die fehlerhafte Zellen zerstören, oder mit Entzündungsreaktionen ab.

Das spezifische Immunsystem, das wir im Laufe des Lebens erwerben, bildet nach einem Erstkontakt mit einem Erreger Abwehrzellen gegen eben jenen Stoff und reagiert noch nach Jahren schnell und effizient gegen den einmal «gelernten» Bazillus.

10 Tipps gegen Erkältungen

Leider hilft uns das gerade bei Erkältungsviren nicht viel, eben weil es so viele davon gibt. Kaum hat die Körperpolizei einen Keim erfolgreich abgewehrt, kommt schon der nächste daher. Zudem sind Viren wandelbar: Indem sie ihre äußere Hülle ein klein wenig verändern und sich so «verkleiden», tricksen sie das Abwehrsystem aus. Ein starkes Immunsystem ist die beste Verteidigung gegen die winterlichen Viren-Attacken. Zehn Tipps, wie Sie es fit machen:

Pflanzenkraft

Mit pflanzlichen Arzneimitteln aus Rotem Sonnenhut (Echinacea purpurea) kann das Immunsystem wirkungsvoll gestärkt werden. Ist es schon zu spät, dann sollten Sie auf jeden Fall diese 10 Heilpflanzen gegen Erkältungen kennen.

Vitamin D durch Sonnenbaden

Zehn Minuten pro Tagreichen schon, um die Vitamin-D-Produktion anzukurbeln. Die Haut muss dafür exponiert sein. Doch vermeiden Sie Hautrötungen oder gar Sonnenbrand durch zu intensive Sonne.

Bewegung an der frischen Luft

Regelmäßige Bewegung an der frischen Luft hält das Immunsystem fit: Durch den Wechsel von kalt und warm kann sich der Körper besser an Temperaturveränderungen anpassen. Das stärkt die Abwehrkräfte und beugt Infektionen vor.

Essen Sie sich immun

Eine regelmäßige und ausreichende Versorgung mit Vitaminen, Mineralien, Spurenelementen, sekundären Pflanzenstoffen sowie Ballaststoffen sorgt dafür, dass das körpereigene Abwehrsystem funktioniert.

Vitamine A, C, D und E

Besonders wichtig sind die Vitamine A, C, D und E sowie Eisen, Selen und Zink. Hier finden Sie die wichtigsten Quellen für Vitamine und Mineralien.

Trinken Sie genug!

Damit die Schleimhäute nicht austrocknen, muss ausreichend Flüssigkeit zugeführt werden. Trinken Sie 1,5 bis 2 Liter am Tag.

«Jüdisches Penizillin»

Die Hühnersuppe kann die Symptome einer Erkältung lindern. Die Inhaltsstoffe wirken entzündungshemmend sowie abschwellend. Außerdem befeuchtet sie die Schleimhäute, so dass das Schnupfensekret besser abfließen kann. Eine Hühnersuppe kann oft Wunder wirken.

Saunieren, kneippen, baden

Ähnlich wie die Bewegung an der frischen Luft sorgen die Temperaturunterschiede beim Saunieren, Kneipen und Baden für gestärkte Abwehrkräfte.

Vermeiden Sie kalte Füße, sie begünstigen Infektionen


Waschen Sie sich mehrmals am Tag die Hände!


Autorin: Claudia Rawer


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