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Hautkrankheiten

Tipps bei Schuppenflechte, Rosacea und Neurodermitis

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Hautkrankheiten wie Schuppenflechte, Rosacea oder Neurodermitis können in den Wintermonaten durch die trockene Luft stärker ausgeprägt sein. Heilpflanzen wie Roter Sonnenhut; Borretsch oder Nachtkerze können die Symptome lindern oder für eine Verbesserung der Lebensqualität sorgen.                                                    Claudia Rawer GN 1/2.14 und 12.13

Wer empfindliche Haut hat, weiß: Trockenheit ist ihr größter Feind. Bei Kälte und trockener Raumluft muss sie mit ausreichend Feuchtigkeit versorgt werden, bei tiefen Temperaturen eventuell auch mit einer fetthaltigeren Creme als sonst.

Die Haut braucht Unterstützung, um geschmeidig und straff zu bleiben und die natürliche Barrierefunktion aufrechtzuerhalten, die Schutz vor Krankheitserregern bietet. Erkrankungen, die mit trockener Haut einhergehen, wie Neurodermitis oder Schuppenflechte, verschlimmern sich oft in der Winterzeit. Sie gilt bei Hautärzten geradezu als «Neurodermitis-Saison». Nicht bei allen, aber bei vielen Menschen mit Schuppenflechte kommt es in den kalten Monaten zu stärkeren Schüben. Und empfindliche Rosacea-Haut leidet unter Kälte, Trockenheit und Temperaturschwankungen ebenso wie unter starker UV-Strahlung in höheren Lagen.

Schuppenflechte (Psoriasis)

Psoriasis (Schuppenflechte) ist eine chronischentzündliche, nicht heilbare Autoimmunerkrankung. Typisch sind scharf begrenzte, gerötete, teils juckende Stellen, die mit hellen Schuppen bedeckt sind. Am häufigsten sind Ellenbogen, Knie und die behaarte Kopfhaut betroffen. Die Haut ist trocken, häufig bilden sich schmerzhafte Risse oder Blasen. Oft zeigen auch die Nägel Symptome der Psoriasis.

Schuppenflechte kann leichte oder schwere Verläufe zeigen. Neben den auffälligen Hautveränderungen und dem Juckreiz ist die Erkrankung für die Betroffenen seelisch anstrengend, nicht zuletzt durch das Gefühl, ausgegrenzt zu werden. Eine gezielte Ernährung kann bei Betroffenen zumindest eine Linderung der Symptome bewirken.

Neurodermitis

Neurodermitis (auch atopische Dermatitis) ist eine chronische Hautentzündung. Sie tritt schubweise vor allem im Säuglings- und frühen Kindesalter auf und äußsert sich durch extrem trockene, gerötete, entzündete, raue und schuppige Hautstellen, Knötchen und Pusteln vor allem im Gesicht, am Hals, in Armbeugen und Kniekehlen. Sehr belastend ist neben dem Aussehen der starke Juckreiz. Die Haut ist oft empfindlich und anfällig für Reize wie Schweiß, Kleidung, Wasch- oder Nahrungsmittel. Zwar kann die Erkrankung von selbst nachlassen, und ein Grossteil der Erwachsenen ist schubfrei, doch neigen die Betroffenen meist lebenslang zu trockener Problemhaut.

Borretsch- und Nachtkerzenöl gelten als heilsam und wohltuend bei Neurodermitis. Die Samen beider Pflanzen haben einen hohen Gehalt an Gamma-Linolensäure. Von Neurodermitis Betroffene können aufgrund eines Enzymdefektes häufig nicht genug von diesem Stoff selbst bilden. Die Nachtkerze (Oenothera biennis) enthält acht bis zehn Prozent Gamma-Linolensäure, Borretsch (Borago officinalis) sogar 23 Prozent. Eine Creme mit Nachtkerzen- oder Borretschöl soll nicht nur ausreichend Fett für die trockene Haut liefern, sondern auch den Juckreiz lindern und den hauteigenen Schutzmantel stärken. Auch Kapseln zum Schlucken werden angeboten.

Borretsch Neurodermitis

Die Öle aus den Samen von Borretsch (im Bild) und Nachtkerze gelten als pflegend und heilend bei Neurodermitis. Foto: W.Jost

Obwohl beide Öle von angesehenen Phytotherapeuten und auch von der Expertenkommission des deutschen Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) bislang positiv bewertet wurden, konnte eine neue Übersichtsstudie (2013) keinen besseren Effekt als mit Placebo-Ölen (z.B. Paraffin-, Sonnenblumen-, Kokosnuss-, Palm- oder Olivenöl) feststellen. Die Carstens-Stiftung, die sich für die Förderung der Komplementärmedizin einsetzt, bemängelt an der Untersuchung jedoch: Nicht bzw. nur in zwei von 27 Studien berücksichtigt wurde der Aspekt der Verbesserung der Lebensqualität. Dies sei jedoch ein wichtiger Parameter zur Beurteilung möglicher Vorteile der pflanzlichen Alternativen: Darin stecke nämlich die Problematik von Nebenwirkungen schulmedizinischer Medikamente. So umfasse die Analyse nur einen Teilaspekt.

Die Wirkung einer Behandlung mit Borretsch- oder Nachtkerzenöl bei Neurodermitis tritt erst ab einer bestimmten Dosierung und nach frühestens vier bis zwölf Wochen ein. Bio-Kosmetika mit Borretschauszügen in eher geringen Mengen gibt es von Dr. Hauschka (z.B. Hautkur sensitiv, Regenerations-Augencreme) und Primavera (Pflegeserie Kamille Borretsch). Für Neurodermitis-Patienten gibt es z.B. Cold Cream mit Borretschöl in der Apotheke oder reines Borretschöl von Bergland. Der Hersteller Kneipp vertreibt eine Nachtkerzen-Pflegeserie mit Duschbalsam, Handcreme, Salbe und Körpermilch (Körpermilch «Intensiv» bei «Öko-Test» sehr gut). Borretschöl- und Nachtkerzenöl-Kapseln werden von vielen Herstellern angeboten, u.a. von Alpinamed, Kräuterhaus St. Bernhard oder Phytomed.

Rosacea

Rosacea ist eine chronisch-entzündliche, schubweise verlaufende Hauterkrankung des Gesichts, typischerweise mit Rötung der Nase, der Wangen, des Kinns und der Stirn, vergrößerten Äderchen und in fortgeschrittenem Stadium entzündlichen Pusteln. Sie geht mit empfindlicher, trockener, manchmal brennender oder juckender Haut, nicht selten auch mit trockenen Augen, Bindehaut, Lidrand- und Hornhautentzündungen einher. Oft tritt sie erst ab dem fünften Lebensjahrzehnt auf. Sehr belastend für die Erkrankten ist neben dem Hautbild auch die häufige, aber falsche Vermutung, es handle sich bei den Rötungen um Zeichen übermäßigen Alkoholkonsums.

Tipps bei Rosacea aus dem Leserforum

Frau A. M. aus Frankfurt sucht eine gute Pflegecreme, die sich für trockene Haut mit einer leichten Rosacea eignet. Die vom Hautarzt empfohlenen Cremes enthalten äußerst problematische Stoffe; Frau M. mit ihrer sehr empfindlichen Haut möchte unbedingt bei Naturkosmetik bleiben.

«Auch ich hege größtes Misstrauen gegen diese bei Rosacea fast automatisch genannten Cremes von Avène und La Roche Posay», stimmt Frau A. F. aus Basel zu. «‹Antirougeurs› rief bei mir Brennen auf der Haut und eine viel stärkere Rötung hervor! Auch in Sachen Tierversuche sind mir diese Firmen nicht geheuer. Nach langem Ausprobieren bin ich nun bei einer günstigen deutschen Naturkosmetik-Linie gelandet: Bei der Drogeriekette ‹DM› gibt es ‹Alverde sensitiv Hamamelis Kamille›, die mir sehr gut bekommt. Wird die Haut zu trocken, vor allem im Winter, verwende ich einfach die Nacht- als Tagescreme. Zum Reinigen nehme ich das seifenfreie Waschgel aus der gleichen Reihe. Damit fahre ich nun schon längere Zeit ausgezeichnet; die Rötungen halten sich in Grenzen, und Pickel oder Pusteln treten kaum auf.»

«Ich habe sehr gute Erfahrungen mit Bioresonanz und dem Herstellen von konservierungsfreier Creme», schreibt die Naturärztin und Heilpraktikerin Frau C. K.-R. aus Walzenhausen. «Ich leide selbst an Rosacea und habe mit Bioresonanz alles gut im Griff. In meiner Praxis stelle ich mir meine Gesichtscreme selbst zusammen – mit 100 Prozent Natur und vor allem ohne Konservierungsstoffe. Seit nun mehr als acht Jahren staunt mein Dermatologe über das gute Resultat in den jährlichen Kontrollen. Da ich in den ‹Gesundheits-Nachrichten›, welche ich sehr gerne lese und seit Jahren in der Praxis auflege, keine ‹Werbung› machen will, würde ich Frau A. M. das Cremerezept direkt weitergeben.» >> Mail an die Redaktion

«Ich kann zwar keine Creme, aber Hafermehl empfehlen», berichtet Frau F. O. aus Mittenwald. «Hafermehl reinigt, spendet Feuchtigkeit, beruhigt die gereizte Haut und die Rötungen, vermindert Juckreiz und wirkt entzündungshemmend. Einfach Hafermehl oder Haferflocken (‹Schmelzflocken›) mit lauwarmem Wasser anrühren.»

Das Gesundheitsforum ergänzt: Aus phytotherapeutischer Sicht sollten alle Cremes geeignet sein, die Malve, Kamille, Ringelblume, Zaubernuss (Hamamelis) oder Johanniskraut enthalten und Feuchtigkeit anreichern, aber nicht zu fett sind. Außer reiner Naturkosmetik kommt eventuell auch eine Creme mit Hyaluronsäure in Frage. Beruhigend und angenehm für die Haut wirken Umschläge mit schwarzem Tee oder Eichenrinde, die die erweiterten Gefäße zusammenziehen und die Rötungen lindern. Mit kochendem Wasser übergießen und zehn Minuten ziehen lassen. Sobald der Sud abgekühlt ist, einen Waschlappen damit tränken, auswringen und auf das Gesicht legen. Danach eine der genannten Pflegecremes auftragen.

«Eventuell könnte die Cardiospermum-Salbe von Omida helfen», schreibt Frau M. J. aus Schönenwerd. «Cardiospermum nutze ich auch, wenn ich Ekzeme oder Rötungen der Haut habe; man kann es von Kopf bis Fuss einsetzen, und es hat keine Nebenwirkungen.»

Quelle: Leserformum Gesundheits-Nachrichten 11.15

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