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Tipp: ToxFox

Heikle Stoffe in Kosmetika erkennen

Fast 30 Prozent der Kosmetika enthalten bedenkliche oder sogar krebserregende Stoffe. Eine App erkennt, was drin steckt.

Fast jedes dritte Kosmetikprodukt enthält hormonell wirksame Chemikalien. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des deutschen Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND), der über 60 000 Körperpflegemittel analysierte. Für Laien sind solche Chemikalien jedoch auf der Inhaltsstoff-Deklaration kaum erkennbar.

Viele Kosmetika auf Mineralöl-basis enthalten potenziell krebserregende Stoffe, die zu den sogenannten MOAH (aromatische Kohlenwasserstoffe) gehören. Die Stiftung Warentest hat in 25 Produkten wie z.B. Cremes, Baby und Lippenpflegemitteln solche Substanzen gefunden. Der Gehalt lag in einer Spannbreite von 0,005 bis neun Prozent. Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Bisher wurden diese Stoffe vor allem im Zusammenhang mit Lebensmittel- Verpackungen diskutiert und verboten. Bei Lippenstift & Co. könnten die MOAH schädlich wirken, da diese größtenteils verschluckt werden.

Zwar verbietet eine EU-Richtlinie die Verwendung krebserregender Stoffe in Kosmetika, doch Grenzwerte für MOAH gibt es bisher nicht. In den Kosmetikprodukten fanden sich auch sogenannte MOSH (gesättigte Kohlenwasserstoffe). Diese Substanzen sind zwar nicht krebserregend, sie können sich jedoch im menschlichen Fettgewebe ablagern. Nach derzeitigen Erkenntnissen lagern sich die genannten Mineralölprodukte zwar nur in den obersten Hautschichten an, eine Gefährdung ist aber dennoch nicht auszuschliessen. Die Autoren raten daher zumindest von mineralölbasierten Lippenpflegeprodukten ab.

Hilfe bietet die ToxFox-App

Mit der ToxFox-App lassen sich viele der unerwünschten Stoffe in Kosmetika erkennen. Wer mit dem Smartphone den Strichcode scannt oder die Nummer des Produktestrichcodes eingibt, erfährt etwa, dass die Handcreme «Regenerierende Feuchtigkeitspflege» von Dove oder der «Liquid Eyeliner Master Precise» von Maybelline unerwünschte Parabene enthalten. Forscher bringen hormonell wirksame Stoffe mit gesundheitlichen Problemen wie reduzierte Spermienqualität, verfrüht einsetzende Pubertät oder sogar Brustkrebs in Verbindung.

Hormonell aktive Stoffe können auch Gewässer belasten und sich negativ auf Wasserlebewesen auswirken. Die Tox-Fox-App ist kostenlos im App- Store erhältlich oder kann auf der mobilen Webseite www.bund. net/toxfox auch mit allen anderen Smartphones genutzt werden. Quelle: www.bund.net / spiegel.de

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