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Zaubernuss (Hamamelis)

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Zaubernuss (Hamamelis) hat sich schon lange bei der täglichen Gesichtspflege – besonders bei sensibler Haut – bewährt. Ihre beruhigende, heilende und entzündungshemmende Wirkung macht sie auch im Alter zu einer wichtigen Heilpflanze für die Haut.  Claudia Rawer GN 12.13

Zaubernuss Hamamelis

Ursprünglich aus Nordamerika und Asien stammend, ist der hübsche Strauch heute auch in Europa häufig zu finden. Bei den Indianerstämmen Nordamerikas wurden Rheumatismus, Muskel- und Rückenschmerzen, Schnitt- und Kratzwunden, Verbrennungen, Prellungen, Geschwüre, Augenentzündungen und Hämorrhoiden mit Hamamelisextrakt, gewonnen durch das Aufkochen der Zweige und Äste, behandelt.

Die weißen Einwanderer lernten von ihnen und wussten bald die blutstillende, entzündungshemmende, adstringierende und Juckreiz stillende Wirkung der Zaubernuss zu schätzen. Auch vor schädlicher UV-Strahlung kann der Extrakt schützen. Hautschutz- und Kosmetikprodukte und Präparate zur Behandlung von Hämorrhoiden sind heute noch in Amerika sehr beliebt. In Deutschland empfiehlt die Kommission E (eine wissenschaftliche Sachverständigenkommission für pflanzliche Arzneimittel) Zaubernuss bei leichten Hautverletzungen, lokalen Entzündungen der Haut und Schleimhäute, Hämorrhoiden und Krampfadern.

Zaubernuss hauptsächlich in den USA zuhause

Die Familie der Zaubernussgewächse ist klein. Von fünf Geschwistern sind drei, die Virginische Zaubernuss (Hamamelis virginiana), die Frühlings-Zaubernuss (H. vernalis) und die sehr seltene Grossblättrige Zaubernuss (H. ovalis) in den USA zu Hause. Letztere wurde erst 2004 in Mississippi entdeckt. Die Sträucher wachsen im östlichen Nordamerika von Mexiko bis Kanada. Die Japanische (Hamamelis japonica) und die Chinesische Zaubernuss (H. mollis) stammen, wie die Namen verraten, aus Ostasien. Auch als Ziergehölze sind die Büsche äußerst beliebt: Sie blühen im Winter, zwischen Dezember und Februar, und gehören damit zu den wenigen Arten, die diese kalten Monate mit farbigen Blüten verschönern. Nur die Virginische Zaubernuss macht eine Ausnahme: Sie blüht schon im Herbst – aber ebenso hübsch wie ihre Schwestern.

Blüht auch bei Minustemperaturen

Seine Blüten bereiten uns zu ungewöhnlicher Zeit Freude: Die Virginische Zaubernuss blüht im späten Herbst, andere Arten im Dezember, Januar oder Februar, sogar bei Minustemperaturen. Der Zaubernuss schreibt man adstringierende, antimikrobielle, blutstillende, entzündungshemmende und Juckreiz lindernde Wirkungen zu. Durch die Hemmung eines Botenstoffes im Blut, der Entzündungen auslöst, schützt Hamamelis auch die Gefäße der Haut.

Hamamelis gilt zwar als Gerbstoffpflanze, und ein Mindestgehalt an Gerbstoffen ist als Qualitätsanforderung in den Arzneibüchern festgelegt. In den meisten Zubereitungen wird jedoch das Destillat (Hamameliswasser) verwendet, das keine Gerbstoffe, sondern nur die ätherischen Öle enthält. In Studien wirkten jedoch Zaubernuss-Präparate aus Destillat genauso gut wie solche mit Gerbstoffen aus Hamamelis-Rindenextrakt, zum Beispiel bei Hämorrhoiden.

Zaubernuss bei alternder Haut

Zaubernuss ist zur täglichen Gesichtspflege geeignet, besonders bei trockener und sensibler Haut. Manchmal werden Hamamelis-Gesichtswässer auch bei fettiger Haut empfohlen; diese enthalten jedoch Alkohol, auf den die entfettende Wirkung wohl eher zurückgeht als auf die Pflanzenextrakte. 

Zu alternder Haut ist Hamamelis besonders sanft. Wenn mit den Jahren der Säureschutzmantel der Haut durchlässiger, die Haut dünner, weniger geschmeidig, trockener und verletzungsanfälliger wird oder eine Neigung zu Juckreiz, Ausschlägen und Hautrissen auftritt, können Zaubernusspräparate sehr hilfreich sein. Der Schweizer Pflanzenexperte und Apotheker Dr. Christoph Bachmann empfiehlt eine handelsübliche Hamamelissalbe «uneingeschränkt auch für Patienten mit Hauterkrankungen oder Menschen mit empfindlicher und trockener Haut, insbesondere Altershaut.»

Hamamelis bei Neurodermitis

Auch bei Neurodermitis haben sich Cremes, Lotionen und Salben mit Hamamelis-Destillat bewährt. Zwar wirken sie nicht so stark wie eine Kortisoncreme, unerwünschte Nebenwirkungen jedoch gibt es bei Hamamelissalbe nicht. Ganz wichtig, besonders für Menschen mit sensibler Haut und/oder einer Neigung zu allergischen Reaktionen: Zaubernuss weist offenbar kein allergenes Potenzial auf. Allergien auf Hamamelis sind nicht bekannt, während beispielsweise Reaktionen auf die Korbblütler Arnika, Kamille oder Ringelblume gar nicht selten sind.

Kosmetika mit Zaubernuss gibt es beispielsweise von Alverde («Sensitiv Hamamelis Kamille», Reinigungsemulsion, Tagescreme; nur in Deutschland), Dr. Hauschka (u.a. Duschcreme, Gesichtsmilch, Reinigungsmaske), Lavera (Deo-Spray, Flüssigseife, Shampoo) oder Logona. Der Hersteller Dr. Schwabe produziert eine Pflegeserie für gereizte Haut («Hametum®») mit Creme, Hautspray, Lotion und Salbe.

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