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Risikofaktoren

Die Risiken für Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Risikofaktoren, die die Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen begünstigen, sind vor allem: Ungünstige Bluttfettwerte, Bluthochdruck, Nikotinkonsum, Diabetes mellitus, Übergewicht, Bewegungsmangel und Stress.


Neben den von jedem Menschen selbst beeinflussbaren Ursachen, gibt es Faktoren, die wenig oder kaum beeinflussbar sind wie z. B. familiäre Veranlagung Lebensalter angeborene Herzfehler. All diese Risikofaktoren können an der Entstehung einer Herz- und Kreislauf-Erkrankung bzw. einer Herzinsuffizienz beteiligt sein. 

Ungünstige Blutfettwerte

Diese können u.a. durch eine ungesunde, einseitige Ernährung mit einem hohen Anteil an tierischen Fetten hervorgerufen werden. Mediziner sprechen hier von auch von L D L (Low Density Lipoprotein)

>> Mehr über die Blutfettwerte erfahren

Bluthochdruck

Wann spricht man von Bluthochdruck? Blutdruckwerte unter 120 mmHg systolisch und 80 mmHg diastolisch bei einem Erwachsenen gelten als optimal. Von hohem Blutdruck (Hypertonie) sprechen Mediziner erst, wenn der Blutdruck über einen längeren Zeitraum Werte von 140 mmHg systolisch und 90 mmHg diastolisch überschreitet. Eine Einteilung verschiedener Schweregrade des Blutdrucks könnnen Sie folgender Tabelle entnehmen.

>> Mehr über Bluthochdruck erfahren

Nikotinkonsum

Das Rauchen von Zigaretten ist nicht nur schädlich für die Lunge, sondern auch Gift für Herz und Blutgefäße.

Nikotin stimuliert das Herz schneller zu schlagen, erhöht den Sauerstoffbedarf des Herzens und wirkt verengend auf die Gefäße. Das Herz muss also gegen einen erhöhten Widerstand anpumpen und damit eine erhöhte Leistung erbringen, um den Körper ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen zu versorgen. Ausserdem erleichtert Rauchen die Bildung von Blutgerinnseln und erhöht damit die Thrombosegefahr. Statistiken belegen, dass Rauchen ein gefährlicher Risikofaktor für Herzinfarkt, Arterienverkalkung und Schlaganfall ist. So erleiden Raucher häufiger einen Herzinfarkt als Nichtraucher und erholen sich oft schlechter davon. Auch eine koronare Herzkrankheit tritt viel häufiger unter Rauchern auf. Der konsequente Verzicht auf das Rauchen ist daher eine der wichtigsten Begleitmassnahmen bei der Behandlung des hohen Blutdrucks und anderer Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Diabetes mellitus

Diabetes mellitus (Griechisch für „honigsüßer Durchfluss“ und im Volksmund „Zuckerkrankheit“ genannt) ist eine chronische Stoffwechselstörung.

Glukose (Einfachzucker = Traubenzucker) gehört zu den Kohlenhydraten und ist der wichtigste Energielieferant für den Organismus. Glukose ist ein wichtiger Baustein der Nahrung und wird durch die Verdauung und Aufspaltung von Kohlenhydraten z.B. Stärke (in Getreide, Kartoffeln, Reis, Obst- und Fruchtsäfte), gewonnen. Weitere wichtige Kohlenhydratlieferanten sind Rohrzucker, Milchzucker und das im Fleisch enthaltene Glykogen.

Über die Darmwand gelangt Glukose in den Blutkreislauf. Das Blut versorgt alle Zellen mit dem Energiespender Glukose. Die Glukosekonzentration im Blut beträgt nüchtern normalerweise 60-110 mg/dl. Bei erhöhtem Energiebedarf (z. B. Sport, körperliche Arbeit) sorgt ein körpereigenes Steuersystem dafür, dass dieser Spiegel nicht zu stark absinkt. Bei einer stärkeren Zufuhr von Kohlenhydraten steigt der Glukosespiegel vorübergehend an. Die Senkung des Blutzuckerspiegels wird vor allem durch Insulin bewirkt.

Insulin ist ein körpereigenes Hormon, das in der Bauchspeicheldrüse gebildet wird. Bei einem gesunden Menschen wird nach dem Verzehr von kohlenhydrathaltigen Speisen dieses Hormon ausgeschüttet. Es bewirkt, dass die Zellen ihre Schleusen für Zucker öffnen. Man unterscheidet verschiedene Typen Diabetes:

Typ 1-Diabetes

Ungefähr eine halbe Millionen Menschen haben diesen Diabetes-Typ. Ursache dieser Störung kann eine mangelnde Insulinsekretion aus der Bauchspeicheldrüse oder eine angeborene oder erworbene Unempfindlichkeit der Körperzellen gegen Insulin sein (Insulinresistenz). Beides führt dazu, dass das Insulin seine Transportaufnahme nicht richtig ausführen kann.

Symptome:

  • extremer Durst
  • häufiges Wasserlassen
  • Gewichtsabnahme

Typ 2-Diabetes

Hierbei handelt es sich um eine chronische Störung des Kohlenhydratstoffwechsels. Aufgrund einer Störung der Insulinsekretion aus der Bauchspeicheldrüse fehlt das Insulin nach der Mahlzeit. Gleichzeitig kann Insulin seine Transportaufgabe nicht richtig ausführen. Diese Störung beruht auch auf einer angeborene oder erworbene Unempfindlichkeit der Körperzellen gegen Insulin sein (Insulinresistenz). Besteht bei eher schlanken Patienten vorwiegend ein Insulinmangel, wird diese Form Typ 2a-Diabetes genannt. Hier überwiegt die Fehlfunktion der Bauchspeicheldrüse bei der Insulinproduktion.

Sehr viel häufiger aber, bei ca. 6 Millionen Menschen in Deutschland, kommt der Typ 2b-Diabetes vor. Meist sind hiervon übergewichtige Menschen betroffen, bei denen das Insulin nicht richtig arbeiten kann – der Glukosetransport funktioniert nicht. Die Glukose bleibt als zu hoher Blutzuckerspiegel im Blut. Langfristig wird Glukose über die Nieren ausgeschieden, was sich im Urin als Harnzucker bemerkbar macht.

Symptome

  • starker Durst
  • vermehrtes Wasserlassen
  • Sehstörungen
  • Heißhunger
  • Infektanfälligkeit
  • Juckreiz
  • schlecht heilende Wunden an den Füßen

Übergewicht

Ca. 40% der Deutschen sind zu dick. Nimmt der Mensch mehr Energie in Form von Nahrung zu sich als er tatsächlich verbraucht, wird er im Laufe der Zeit übergewichtig. Wer abnehmen will, muss entweder weniger essen als er verbraucht oder seinen Energieverbrauch, z. B. durch Sport oder körperliche Arbeit deutlich steigern.

Von Übergewicht spricht man, wenn das Gewicht deutlich über dem Normalgewicht liegt. Bezugsgröße für das Normalgewicht ist u.a. der Body-Massindex, der das Körpergewicht in Relation zur Körperlänge stellt.

Folgen von Übergewicht: Stoffwechselstörungen (Diabetes, Gicht, erhöhter Cholesterinspiegel). Das Risiko, an Bluthochdruck, Herzinfarkt, Schlaganfall, Arterienverkalkung, Fettleber, Thrombosen, Gelenkerkrankungen, Gallensteinen zu erkranken, steigt erheblich.

Was Sie tun können: Man sollte sich für das Essen immer Zeit nehmen. Gut kauen und keine anderen Tätigkeiten nebenher ausführen. Es sollten am besten fünf kleine Mahlzeiten am Tag eingenommen werden. Vor dem Essen immer ein großes Glas Flüssigkeit trinken, das mindert den Appetit.

Bei jeder Diät sollte man sehr viel trinken. Jede Diät sollte von regelmässiger, körperliche Betätigung begleitet werden.Die einzig sinnvolle Diät besteht aus einer kalorienreduzierten Mischkost einer ausgewogenen Diät mit vielen frischen Produkten. Einseitige Diäten sind nicht zu empfehlen, da sie meist einen Mangel an bestimmten Nährstoffen, Vitaminen oder Mineralstoffen erzeugen und nicht zu einer dauerhaften Umstellung der Ernährungsgewohnheiten führen.

Abführmittel (z. B. mit Sennesblättern), Entwässerungsmittel (z. B. Algenextrakt, Birkenblätter, Ananas-Enzym) oder Entschlackungstees (z. B. Sennesblätter und Birkenblätter) führen nur zu einer kurzfristigen, verstärkten Wasserausscheidung. Dabei können auf Dauer wichtige Mineralstoffe verloren gehen. Außerdem führt die regelmäßige Einnahme von Abführmitteln zu Darmträgheit. Eine echte Gewichtsreduzierung ist hier also nicht der Fall. Wichtig ist eine dauerhafte Umstellung der Ernährung, um Essfehler in Zukunft zu vermeiden und das niedrigere Gewicht zu halten.

Bewegungsmangel

Ein inaktiver Lebensstil ist ein bedeutender Faktor für die Entstehung von Gesundheitsproblemen. Insbesondere Diabetes, Rückenbeschwerden, Übergewicht und Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Bluthochdruck sind Folgen von Bewegungsmangel.

Wird körperliche Aktivität gezielt aufgenommen, können Menschen aller Altersgruppen einen großen Beitrag dazu leisten, die Entwicklung von Krankheiten und Beschwerden zu verhindern. Regelmäßiger Sport senkt beispielsweise das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und mindert andere Risikofaktoren der Arteriosklerose. Denn durch sportliche Aktivitäten sinken Blutdruck, Gewicht und Cholesterinspiegel. Ideal sind hierbei Sportarten wie Nordic Walking, Rad fahren, Schwimmen, die mit Maß betrieben, das Herz-Kreislauf-System optimal trainieren.

Stress

Unter Stress werden Reize zusammengefasst, die über das individuell als normal empfundene Maß an körperlicher und psychischer Belastung hinausgehen.

Schädlicher Stress (Disstress) wird negativ erlebt, weil die Anforderungen an sich selbst oder die der Umgebung die eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten übersteigen.

Stressfaktoren (Stressoren) sind beispielsweise Leistungsdruck, Zeitmangel, Schlafmangel, Lärm oder auch Veränderungen der Lebensumstände wie Pubertät, Scheidung, Arbeitslosigkeit oder Umzug. Das Übermaß an Anforderungen kann zu körperlichen und psychischen Krankheitssymptomen führen. Denn in stressigen Situationen stößt der Körper vermehrt Hormone aus, die körperliche Reaktionen anregen. Sie erhöhen unter anderem die Herzfrequenz und den Blutdruck und weiten Pupillen und Bronchien. Halten die Stressoren länger an, erreicht der Körper eine Erschöpfungsphase, die sich unterschiedlich auswirken kann.

Gewichtsverlust, Schlafstörungen, Konzentrationsschwäche und Depressionen sind nur einige der Folgen, die sich auf lange Sicht zu Bluthochdruck, Mangeldurchblutung der Herzkranzgefäße, Herzinfarkt oder Asthma ausweiten können. Je nach Einstellung wird Stress wie folgt unterschieden und wahrgenommen:

Positiver Stress

Eine schwierige Situation wird als positive Herausforderung gesehen, die es zu bewältigen gibt. Er äußert sich in hoher Konzentration und Motivation und ist die Treibkraft zum Erfolg.

Negativer Stress

Eine schwierige Situation wird als Überforderung wahrgenommen. Wir fühlen uns der Situation ausgeliefert. Es werden keine Handlungsmöglichkeiten gesehen. Langfristig macht dieser negative Stress krank.

Häufige Ursachen

Lärm, Reizüberflutung, psychische Belastung, Ärger, Streitigkeiten, Krankheiten, körperliche Überanstrengung, Leistungs-, Konkurrenz- und Zeitdruck, Schlafdefizit, Ereignisse, z. B. Heirat, Geburt, Schwangerschaft, Urlaub

Dabei kommt es zu folgenden Körperreaktionen: erhöhte Wahrnehmung der Sinnesorgane, erhöhte Ausschüttung der Stresshormone wie Adrenalin und Noradrenalin, Pulsschlag, Blutdruck und Atemfrequenz steigen, Zucker als Energielieferant wird freigesetzt, Zunahme der Blutgerinnungsfähigkeit, geringere Durchblutung der Haut und der Verdauungsorgane Muskelanspannung. Als Reaktion auf die Stresshormone und die Blutdruckveränderung können u. a. folgende Beschwerden auftreten:

  • Physischer Stress
  • Psychischer Stress
  • Kopfschmerzen
  • Herzbeschwerden
  • Bluthochdruck
  • Magenschmerzen
  • Durchfall
  • Allergien
  • Verspannungen/Verkrampfungen
  • Schlafstörungen
  • Unruhe
  • Gereiztheit
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