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Fasten
Fasten - Darmreinigung


Die Darmreinigung ist eine wichtige Maßnahme, die das Fasten erleichtert und das Ergebnis steigern kann. Notwendig wird die Darmreinigung deshalb, weil der natürliche Dehnungsreiz auf den Darm durch das Essen fehlt und es somit nicht immer zu einer Entleerung kommt.

Salzlösung oder Einlauf?
Um die Darmbewegungen aufrecht zu erhalten und damit auch die Selbstreinigung zu fördern, gehört eigentlich zu jedem Fastenprogramm entweder eine Darmreinigung von «oben» – mit Hilfe einer Salzlösung oder über das «hintere Pförtchen» – mit Hilfe eines Einlaufs.
Die Salzlösungen sind Mineralstofflösungen in Reinkultur, aber sie wirken gerade deswegen so reinigend, weil die in ihnen enthaltenen Salze Wasser an sich reißen und somit kommt es zu einem gesteigerten Durchflus
s.

Mit der Darmentleerung beginnen wir am 1. Fastentag. Es gibt verschiedene Möglichkeiten den Darm zur Entleerung anzuregen.


Sauerkrautsaft
Wenn sich von selbst nichts tut, können sie meist mit 1/8 Liter Sauerkrautsaft erfolgreich nachhelfen.


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Glaubersalz
30 g Glaubersalz auf einen ½ Liter warmen Wassers in 10 Minuten getrunken, führen innerhalb der nächsten Stunden zu einigen durchfallartigen Darmentleerungen – bleiben sie deshalb in der Nähe ihrer Toilette. Falls es nicht klappen sollte, können sie die Prozedur noch einmal wiederholen.
Bei einem empfindlichen Verdauungstrakt können sie auf das Glaubern verzichten und gleich mit dem schonenden Einlauf beginnen. Bei rheumatischen und neuralgischen Schmerzzuständen bringt das Glaubersalz oft den Vorteil mit sich, dass diese Beschwerden durch die anfängliche, radikale Umstellung schlagartig verschwinden.

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Bittersalz
Eine weitere Möglichkeit die innere Reinigung einzuleiten ist das milder wirkende Bittersalz. Es bestehend aus Magnesiumsulfat und wird auch niedriger dosiert. Hierfür nehmen sie einen gestrichenen Teelöffel Bittersalz auf ¼ Liter warmen Wassers und trinken alles in einem Zug.

Für manche schmeckt bitter nicht unbedingt besser als salzig. Mit einem Spritzer Zitronensaft kann man den Geschmack allerdings etwas verbessern. Bittersalz sollte man möglichst auf nüchternen Magen trinken um den gewünschten Erfolg zu erzielen.
Bittersalz hat den Vorteil, dass es die Gallenblase besonders stark zur Kontraktion (Ausschüttung) anregt. Galle - die ja ausscheidungspflichtige Substanzen enthält wird so nachdrücklich ausgeschieden.
Bitte beachten: Bei Gallenleiden kein Bittersalz anwenden!


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FX-Passagesalz
Wem diese beide Salze gar zu abenteuerlich schmecken, der
kann auf FX-Passagesalz ausweichen, dieses ist aromatisiert.Hiervon nehmen sie 2 Teelöffel auf ¼ Liter Wasser.
Anwendung wie bei Bitter
salz.

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Wichtig:
Während der Fastenzeit bitte keine Abführmittel verwenden!


Was sie über Abführmittel während des Fastens wissen sollten!

Die meisten Abführmittel (auch die pflanzlichen) wirken, indem sie die Darmschleimhaut stark reizen. Das ist während des Fastens nicht erwünscht, denn der Darm soll zwar gereinigt nicht aber gereizt werden. Die Salzlösungen spülen vorrangig und schwemmen den Darminhalt nur aus, wobei sie eben auch«Giftstoffe» mit ausschwemmen können. Außerdem entziehen sie dem Körper dabei nicht unnötig viele Mineralstoffe, was wir, besonders während des Fastens, auch gar nicht brauchen könnten.

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Der Einlauf
Besonders bei Fastenkrisen kann das Wohlbefinden schnell wieder hergestellt werden, wenn sie einen Einlauf machen.
Übrigens auch bei fieberhaften Erkrankungen kann das Fieber durch einen Einlauf um 1° C gesenkt werden.
  • Das brauchen sie dazu:
    Einen Einlaufbehälter mit Schlauch und Hahn (zum auf- und zudrehen). Diese Utensilien bekommen sie in ihrer Apotheke. Legen sie sich Krepppapier und Vaseline oder auch eine andere Creme zurecht.
  • Und so wird es gemacht:
    • Füllen sie etwa 1 Liter lauwarmes Wasser (oder wenn sie Bauchgrimmen haben, lauwarmen Kamillentee) in den Behälter. Achten sie darauf, dass beim Einfüllen der Flüssigkeit der Hahn geschlossen ist.
    • Hängen sie den Behälter in der Höhe an einen Aufhänger oder Haken ( kann auch in der Dusche sein).
    • Versehen sie das Einführungsstück mit Creme ohne das Auslaufloch zu verstopfen.
    • Führen sie das Einführungsstück sanft und vorsichtig unter drehenden Bewegungen in den Enddarm ein.
    • Nehmen sie entweder die Knie- bzw. die Ellbogenlage ein oder legen sie sich seitlich auf ein Handtuch.
    • Jetzt öffnen sie den Hahn, damit die Flüssigkeit einlaufen kann.
    • Wie lange es nun dauert bis sie auf die Toilette müssen, kann von Mensch zu Mensch recht unterschiedlich sein. Von ein, zwei oder auch 10 Minuten ist alles möglich.
Versuchen sie lediglich den Einlauf etwas zu halten. Aus Erfahrung kann ich sagen, dass das Bad der beste Ort für einen Einlauf ist, weil der Weg zur Toilette am kürzesten ist.

Was, wenn die Flüssigkeit nicht «einlaufen» will?
Dann sollten sie folgende Dinge kontrollieren
  • Hängt der Einlaufbehälter hoch genug?
  • Ist der Schlauch an einer Stelle abgeknickt?
  • Ist das Endstück nicht tief genug eingeführt?
  • Wird das Auslaufloch durch Kot verstopft?

Sollten sie hingegen ganz natürlich Stuhlgang haben, dann können sie entspannen und brauchen nichts zu tun.



Grundsätzlich sollte immer mit Arzt oder Heilpraktiker abgeklärt werden, ob bereits vorliegende Beschwerden nicht Symptome von Krankheiten sind, die dringender ärztl. Behandlung bedürfen. Für den Erfolg übernimmt der Autor keinerlei Gewähr.


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Die Fastenkur: