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Das Herz - Zentrum des Körpers

Das Herz liegt genau dort, wo man hindeutet, wenn man auf sich selbst zeigen will. Das Gefühl und die Liebe sind eng mit dem Herzen verbunden, wie uns schon viele Redewendungen zeigen. Z. B schließt man jemanden in sein Herz, dazu öffnet man es, und lässt denjenigen sogar hinein. Man ist dann ein weitherziger Mensch, einer der sich und damit sein Herz öffnen kann. Ihm gegenüber steht der verschlossene, engherzige Mensch, der nicht auf sein Herz hört und keine herzlichen Gefühle kennt.

Beide Möglichkeiten (offenherzig und engherzig) finden wir im Herzen symbolisiert. Man könnte auch sagen, der Mensch habe zwei Zentren:
1. Kopf und Herz
2. Verstand und Gefühl


Erst wenn beide Zentren sich gegenseitig ergänzen und bereichern, wirkt ein Mensch auf uns „stimmig“. Ein emotionaler Ausnahmezustand, sei es unbändige Freude, Liebe oder ein Schreck, bringt das Herz zum Rasen oder zum Stillstand. Der Herzschlag kann sich dermaßen beschleunigen, dass man sein Herz bis zum Halse schlagen hört und spürt.

Deshalb sollten wir besonders in der heutigen, hektischen Zeit sehr sorgfältig mit diesem zentralen „Organ“ umgehen, besonders wenn wir uns vergegenwärtigen, dass das Herz im Körper nur einmal angelegt ist und nicht doppelt vorhanden ist (wie z. B. die Nieren, Augen etc.).

  • Anatomie des Herzens
    Das Herz ist ca. faustgross. Es liegt im mittleren Gebiet des Brustraums (Mediastinum) zwischen den Lungen, hinter dem Brustbein und vor der Speiseröhre. Die untere Begrenzung bildet das Zwerchfell. Zwei Drittel des Herzens liegen links, ein Drittel liegt rechts der Mittellinie. Das Herz ist ein Hohlmuskel, der sich von innen nach aussen aus folgenden Schichten aufbaut:
    Endokard (Herzinnenhaut)
    Kleidet die innere Herzhöhle aus und bildet die Herzklappen.
    Myokard (Herzmuskel)
    Nimmt eine Sonderstellung zwischen glatter und quergestreifter Muskulatur ein. Die rechte Herzkammer hat normalerweise eine Dicke von 0,5 cm, die linke von 1,0 cm, da hier mehr Arbeit geleistet werden muss.
    Perikard (Herzbeutel)
    Dabei handelt es sich um einen„doppelten Sack“ da der Herzbeutel aus zwei Häuten (Blättern) besteht. Zwischen den beiden Blättern befindet sich Gleitflüssigkeit, die die Verschiebbarkeit der beiden Blätter ermöglicht. Dadurch wird die Beweglichkeit des Herzmuskels bei seiner Pumparbeit erleichtert. Der Herzbeutel schützt das Herz vor übergreifenden Entzündungen und bewahrt es vor Überdehnung.

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Innenleben bzw. Funktion des Herzens

Das Herz ist die einzige muskuläre Pumpe, die das Kreislaufsystem in Gang hält. Es hat 2 Kammern und 2 Vorhöfe: rechts jeweils einen Vorhof und eine Kammer, die das Blut in die Lungen pumpen (Lungenkreislauf) und links jeweils einen Vorhof und eine Kammer, die den übrigen Körper versorgen (Körperkreislauf). Sauerstoffarmes Blut erreicht über die Hohlvenen den rechten Herzvorhof und wird von der rechten Herzkammer mit relativ niedrigem Druck in die Lungen gepumpt. Das jetzt in der Lunge mit Sauerstoff angereicherte Blut, gelangt nun über den linken Herzvorhof in die linke Herzkammer und wird von dort mit ziemlich hohem Druck über die Aorta in den Körperkreislauf gepumpt. Die Druckverhältnisse spiegeln sich auch in der größeren Wanddicke der linken Herzkammer wieder.

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Förderleistung des Herzens
Unter dem Schlagvolumen des Herzens versteht man die Blutmenge, die durch einen Herzschlag (Systole) von der linken Kammer in die Aorta und damit in den großen Kreislauf befördert wird, d.h. pro Herzschlag werden 70-100 ml Blut befördert. Damit ergibt sich ein Minutenvolumen (bei ca. 60-80 Schlägen pro Minute in Ruhe) von 5-7 Liter pro Minute.
 Bei emotionaler Erregung, Stresssituationen, schwerer körperlicher Arbeit, Sport,  Krankheiten (z.B. fieberhafte Infekte) kann die Förderleistung beträchtlich erhöht werden.

Die Schlagkraft des Herzens
Der Herzschlag ist ein weitgehend autonomes Geschehen, das ohne ein bestimmtes Training dem willentlichen Zugriff entzogen ist. Dieser sinusförmige Rhythmus ist Ausdruck einer strengen Norm im Körper. Der Herzrhythmus ähnelt dem Atemrhythmus, wobei dieser dem willkürlichen Zugriff wesentlich näher steht. Der Herzschlag ist ein streng geordneter, harmonischer Rhythmus.

Die Versorgung des Herzens
Die Ernährung des Herzens, genauer der Herzmuskulatur und des Herzbeutels, erfolgt über die Herzkranzgefäße (Koronararterien). Man unterscheidet eine linke und eine rechte Koronararterie. Sie versorgen das Herz mit Sauerstoff und Nährstoffen. Kommt es zum Verschluss einer dieser Koronararterien spricht man von Herzinfarkt.
Herz- und Kreislauferkrankungen liegen auch heute noch auf Platz 1 der Krankheitsstatistik. Überwiegend handelt es sich hierbei um stenosierende Gefäßprozesse als Folge einer lokalisierten oder generalisierten Arteriosklerose.
Zu den auslösenden und fördernden Risikofaktoren (die unter anderem unsere Gefäße verstopfen) zählen hierbei:
Fettstoffwechselstörungen, Hypercholesterinämie = erhöhte Cholesterinwerte im Blut, Diabetes mellitus, Adipositas (Fettsucht), Hypertonie (Bluthochdruck), Erhöhung des Harnsäurespiegels im Blut, Nikotinabusus.
Diese Risikofaktoren führen unbehandelt meist zwangsläufig zu einer koronaren Herzerkrankung, da das Herz in der Ausübung seiner Tätigkeit ständig überfordert ist.  Die klassischen Symptome bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind:

Herzklopfen, Herzstolpern, Herzjagen, Herzstechen, Unwohlsein, Benommenheit, Bewusstlosigkeit, Schwindel, Beklemmungsgefühl, Schmerzen im Brustkorb, Atemnot.

Bei leichten bis mittelschweren Herzrhythmusstörungen und koronaren Durchblutungsstörungen sowie bei funktionellen Beschwerden ohne organische Krankheitsursache entsteht eine therapeutische Lücke, die eine Behandlung mit alternativen Arzneimitteln wirkungsvoll ermöglicht.
Selbst bei schwereren Herzerkrankungen ist es ratsam Alternativmittel begleitend zur schulmedizinischen Therapie einzusetzen, da diese oftmals eine Senkung der chemischen Medikamente zur Folge haben.

Alternativ medikamentöse Herztherapeutika
Herzglykoside-Digitalisglykoside werden bei der Behandlung von chronischer Herzinsuffizienz (Herzmmuskelschwäche) v.a. bei gleichzeitiger Tachykardie (beschleunigter Herzschlag) eingesetzt. Unter Herzglykoside fasst man Substanzen zusammen, die die Kontraktionskraft des Herzmuskels steigern, ohne die Herzfrequenz zu erhöhen. Dazu zählen in erster Linie der Fingerhut (Digitalis), die Meerzwiebel (Scilla maritima) und das Maiglöckchen (Convallaria).
Antihypertonika
Antihypertonika sind Mittel, die gegen hohen Blutdruck wirken wie z. B. Baldrian (Valeriana officinalis), Hopfen (Lupus humulus), Weißdorn (Crataegus), Hafer (Avena sativa), Knoblauch(Allium sativum) und Honigklee (Melilotus).
Kardiotonika
Kardiotonika wirken herzkraftsteigernd. Häufig beeinflussen sie auch die Wasserausscheidung des Körpers günstig.
Dazu zählen Fingerhut,  Weißdorn, Maiglöckchen, Adonisröschen,  Nieswurz und Gottesgnadenkraut.

Zu alledem sollten wir nicht vergessen, wie entlastend eine gesunde Ernährung und wie anregend viel Bewegung an der frischen Luft für unser Herz- und Kreislaufsystem sein können. 

Ihre Anita Ortner


Bitte beachten:
Grundsätzlich sollte immer mit Arzt oder Heilpraktiker abgeklärt werden, ob vorliegende Beschwerden nicht Symptome von Krankheiten sind, die dringender ärztlicher Behandlung bedürfen.

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