Das menschliche Immunsystem - ein genialer Abwehrfunktionsmechanismus
Der Körper ist dauernd durch infektiöse
Mikroben aus der Umwelt (Bakterien, Viren, Pilze usw.) bedroht und
besitzt daher Abwehrsysteme, die ihn dagegen weitgehend immun machen.
Für die Abwehr von Krankheitserregern oder artfremden Substanzen,
welche die natürlichen Barrieren des Körpers überwunden haben, stehen
dem 0rganismus unspezifische (angeborene) und spezifische (erworbene)
Abwehrmechanismen zur Verfügung.
0b antigene Stoffe (z.B.
Zelleiweiss) als fremd oder körpereigen erkannt werden, "lernt" das
lmmunsystem etwa zum Zeitpunkt der Geburt. Die Stoffe, mit denen es zu
dieser Zeit in Berührung kommt, erkennt es normalerweise als
körpereigen (immunologische Toleranz). Alle später dazugekommenen
Stoffe erkennt es als, "fremd". Versagt diese Unterscheidung von,
"fremd" und, "selbst" bzw., "eigen" kommt es zu Autoimmunerkrankungen,
bei denen der Organismus Antikörper gegen körpereigenes Eiweiß bildet.
Bei
einer Allergie handelt es sich um eine Regulatiosstörung im
lmmunsystem. Es stuft z.B. ein harmloses Antigen (wie etwa
Blütenpollen) fälschlich als "gefährlich" ein, was dann zu einer
Überreaktion des lmmunsystems führt. Durch diese Überreaktion werden
hochaktive Substanzen, sogenannte Mediatoren wie z.B. Histamin,
Serotonin u.a. freigesetzt, die im Fall einer Allergie Typ I innerhalb von Sekunden bzw. wenigen Minuten zu einem anaphylaktischen Schock führen können
(allergische Reaktion z.B. auf Wespenstiche oder bestimmte
Medikamente). Die allergische Sofortreaktion kann das gesamte Spektrum
der bekannten Symptome umfassen:
Hautrötung
Schnupfen
Juckreiz
Schleimhautschwellung
Verengung der Atemwege
Wassereinlagerung in allen Geweben und
Blutdruckabfall.
Grundsätzlich werden die allergischen Reaktionen in Sofortreaktionen und Spätreaktionen unterteilt.
Das lmmunsystem dient als funktionelles System zur Erhaltung der Individualstruktur durch
Abwehr körperfremder Substanzen (Antigene) und
ständiger Elimination (Beseitigung) anomaler
(z. B. bösartig entarteter) Körperzellen, was in der Fachsprache auch
immunologische Überwachung genannt wird.
Wer oder was bildet unser lmmunsytem? (z. B. im Blut)
Die
0rgane des lymphatischen Systems, und zwar im gesamten Organismus
verteilte Zellen, wie die Leukozyten - allgemein besser bekannt unter
dem Namen: weiße Blutkörperchen. Die weißen Blutkörperchen kann man einteilen in: Granulozyten (60-700/o), Lymphozyten (20-300/o) oder Monozyten (2-6Vo). Bei infektiösen Erkrankungen kommt es zu phasenhaft ablaufenden Veränderungen der Leukozytenverteilung, die im Differentialblutbild erfasst werden können und einen Rückschluss auf den Krankheitsverlauf ermöglichen.
2. Phase: Abwehr und Überwindungsphase Mit einer Vermehrung der Monozyten als Zeichen der Aktivierung des Monozyten-Makrophagensystems, Makrophagen
= (Fresszellen) tritt bei beginnender lmmunisierung auf (meist auf dem
Höhepunkt einer Erkrankung). Dies deutet fast immer auf einen Verlauf
mit Heilung hin. Dauerzustand einer Vermehrung der Monozyten (Monozytose) finden wir bei chronischen, rezidivierenden Erkrankungen (z.B. Tuberkulose, Malaria).
3. Phase: Heilphase Sie hat eine Vermehrung der Lymphozyten zur Folge und im weiteren Verlauf der Heilungsphase einen Rückgang der absoluten Leukozytenzahlen - hin zur Norm.
Zum lmmunsystem zählen Physiologische Barrieren gegen lnfektionen
1.
z.B. Die Haut mit ihrer Hornschicht, die für Mikroorganismen nahezu
undurchdringlich ist. Sekrete von Schweiß- und Talgdrüsen sorgen
weiterhin für einen Abschwemmeffekt und bilden einen natürlichen
Säureschutzmantel. Dieser hemmt das Wachstum von Bakterien bzw. tötet
diese ab.
2. Auch die Schleimhäute weisen Barrierefunktionen auf. Die Atemwege
beispielsweise sind von einer schützenden Schleimschicht bedeckt und
mit einem Flimmerepithel ausgekleidet,die zusammen ein Eindringen der
meisten Mikroorganismen verhindern können.
3.
lm Magen, dem ersten großen Reservoir für Speisen und Getränke, wird
durch den sauren Magensaft die Mehrzahl der Mikroorganismen abgetötet.
4.
Die meisten anderen Schleimhäute des Körpers (wie z. B. der Darm)
tragen eine mikrobielle Flora - uns bekannt als: Darmflora = große
Ansammlung von sorgfältig auf einander abgestimmten Darmbakterien, die
der Ansiedlung pathogener (krankmachender) Keime entgegenwirken.
5.
lm Vaginalbereich z. B. herrscht ein saurer pH-Wert, der durch die
symbiotische Besiedlung mit Lactobakterien aufrecht erhalten wird.
lmmunsystem und Zellmilieu Das
Leben ist wie ein Fluss - in ständiger Bewegung und Veränderung
(Transformation). Stillstand und Untätigkeit sind genauso
lebensfeindlich wie ständige Hektik und Dauerstress. Die
Leistungsfähigkeit der Zellen, und ganz besonders die der lmmunzellen,
hängt stark von diesen Faktoren ab. Bei jeder sichtbaren Schwäche des
lmmunsystems bis hin zu einer Krebserkrankung, sollte man immer daran denken, was zu einer Fehlsteuerung desselben geführt hat, z.B.
mentale Fehlsteuerung,
durch ständige Unzufriedenheit,
mangelndes Selbstvertrauen,
mangelnde Selbstachtung,
fehlender innerer Frieden,
Ängste vor Allem und Jedem.
Lokale Stoffwechselentgleisung tritt auf
wenn die Stoffe und Materialien, die unsere
Körperzellen brauchen, um arbeiten zu können, die einzelnen Zellen
nicht erreichen können,
wenn die Abläufe im Körper zwischen allen Zellen nicht so stattfinden können, wie es ihrer Aufgabenstellung entspricht,
wenn nicht alle unbenötigten Stoffe (Abfallprodukte, die in jeder funktionierenden Zelle anfallen) abtransportiert werden,
bei Fehlfunktion der Matrix mit Störung des Säure-Basen/Gleichgewichts.
Ein unausgeglichener Säuren-Basen-Haushalt schafft ein ungesundes
Zellmilieu. Aber genau das ist von größter Bedeutung, damit unser
lmmunsystem vor Ort optimal arbeiten kann.
Was können wir im Hinblick auf die oben angeführten Punkte tun, um unser lmmunsystem zu stärken?
Therapien, die in meiner Praxis oft zur Anwendung kommen:
1. Entgiftungstherapie Die
meisten meiner Patienten, die zu mir in die Naturheilpraxis kommen,
haben bereits einen längeren Leidensweg hinter sich, der oft verbunden
war mit der Einnahme von chemischen Medikamenten (Antibiotika,
Cortison). In diesem Falle beginnt die Therapie erst einmal mit dem
"Leeren der überfüllten Mülleimer", einer sogenannten
Entgiftungstherapie. Dabei werden
alle Ausscheidungsorgane (wie Haut, Niere, Darm und Leber) in ihrer
Funktion der Ausscheidung und Entgiftung unterstützt. Es soll wieder
ein Milieu hergestellt werden, in dem die Zelle in der Lage ist, ihre
Aufgabe (Stoffwechselfunktion) zu erfüllen.Denn wenn sich das
Milieu nicht ändert, ist die Besiedelung der krankmachenden Keime
(Viren, Bakterien, Pilze) bald wieder komplett.
2. Aufbau der Darmflora Da Antibiotikum keinen
Unterschied zwischen pathogenen (krankmachenden)
und physiologischen (natürlich vorkommenden) Keimen macht, ist es
dringend erforderlich, die physiologischen Keime (die während einer
Antibiotikatherapie zerstört wurden) im Darm wieder anzusiedeln. Allen
voran das Bifidobakterium longum BB 536, das im gesamten
Intestinaltrakt sowie in der Muttermilch und im vaginalen Bereich
vorkommt.
3. Entsäuerung In unserer heutigen hektischen Zeit (Stress), oft verbunden mit einer
ungesunden Ernährungsweise und einer tendenziell steigenden
Bewegungsarmut sowie der Auseinandersetzung unseres lmmunsystems mit
immer größer werdenden Umweltbelastungen, ist es keinesfalls
verwunderlich, dass der Organismus zusehends übersäuert. Um dieser Übersäuerung entgegen zu wirken gibt es zwei Möglichkeiten:
a) die Zufuhr von rechtsdrehender Milchsäure und
b)
regelmäßige Bewegung: 2-3 Trainingseinheiten pro Woche à 45 min.
Vermeiden Sie Extremsportarten, da diese den 0rganismus wieder
übersäuern würden. Ein guter Tipp: Versuchen Sie es mal mit Nordic-Walking, aber am besten mit vorherigem Einführungskurs. Aus eigener Erfahrungkann
ich und auch diejenigen von lhnen, die an der letzten A.Vogel
Fachausbildung teilgenommen haben, sagen, dass die Lauf'technik gar
nicht so einfach ist.
4. Physikalische Anwendungen zur Stärkung des Immunsystems - Allen voran Kneipp'sche Güsse, Wassertreten usw.
- Trockenbürstungen der Haut und vieles mehr.
5. Genügend Flüssigkeit (1,5
bis 2 Liter pro Tag), um die Stoffe, die unser Körper benötigt,
auch transportieren bzw. Abfallprodukte abtransportiern zu können.
6. Die Einnahmeimmunmodulierender Mittel wie z.B. Echinacea Die
Wirkung der Echinacea beruht besonders auf dem Wirkstoff Alkylamid, der
sich in der Pflanze befindet und die verantwortlichen Gene in den
lmmunzellen in Bereitschaft versetzt.
Ihre Anita Ortner Heilpraktikerin und
Ernährungsberaterin Bitte beachten: Grundsätzlich
sollte immer mit Arzt oder Heilpraktiker abgeklärt werden, ob
vorliegende Beschwerden nicht Symptome von Krankheiten sind, die
dringender ärztlicher Behandlung bedürfen.
Fragen rund um das Thema „Gesundheit und Naturheilkunde“ oder Auskünfte zu A.Vogel-Produkten beantwortet auch unser geschultes Expertenteam vom Gesundheitsforum unter der Telefonnummer
0041 / 71 335 66 00 Mo., Di., Do. und Fr., 8.00 – 12.00 Uhr und 13.30 – 17.00 Uhr