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Nahrungsergänzungsmittel - wie sinnvoll sind sie?

Es gibt große Unterschiede zwischen der Ernährung unserer Urahnen und unserer heutigen Ernährung:
Unsere Ernährung hat sich im Laufe der letzten hundert Jahre gravierend verändert. Sie ist heute, verbunden mit einer totalen Bewegungsarmut, mitverantwortlich für eine ganze Reihe von Zivilisationskrankheiten.
Allen voran stehen die weit verbreiteten Herzerkrankungen,
Osteoporose, Bluthochdruck und Diabetes.
Diese Krankheiten traten vor dem 20. Jahrhundert äußerst selten auf.

Mangelernährung mitten im Überfluss
Wir hier in Europa sind es gewohnt, dass unsere Landwirtschaft und die Lebensmittelindustrie für alle Bewohner genug produzieren. Wir stellen sogar so viel her, dass wir noch Lebensmittel exportieren können. Unsere moderne Ernährung unterscheidet sich aber stark von derjenigen, mit der die Menschheit "großgezogen" wurde. Wir sind nämlich von Natur aus nicht auf eine stark raffinierte, nährwertlose Ernährung mit viel Zucker, tierischem Fett, Salz und Lebensmittelzusätzen eingerichtet. Studien und Untersuchungen haben immer wieder gezeigt, dass die meisten Menschen mit Mikronährstoffen unterversorgt sind.

In vielen Gegenden Europas leidet mehr als die Hälfte der älteren Erwachsenen unter einem Mangel an Vitamin B12, ein Nährstoff, der für die Gesundheit des Immunsystems lebenswichtig ist. Viele Kinder nehmen nicht genug Folsäure und Zink auf – Nährstoffe, die für Wachstum und Entwicklung außerordentlich wichtig sind. Mehr als ein Drittel der jungen Frauen leidet unter Eisenmangel, welcher Erschöpfungszustände und Anämie zur Folge hat. Besonders ältere Menschen leiden an osteoporotischen Knochenbrüchen, weil sie im Laufe ihres Lebens zu wenig Vitamin D3 und Kalzium zu sich nehmen.

Warum ist Vitamin- bzw. Mineralstoffmangel so weit verbreitet?

1. Raffinierung und industrielle Verarbeitung
rauben unseren Nahrungsmitteln viele wertvolle Nähr- und Faserstoffe. Weißmehl hat, verglichen mit Vollweizenmehl,
nur etwa 15% des Vitamin E-, nur etwa 25% des Vitamin B6- und weniger als 1% des Chrom-Gehaltes.
2. Moderne intensive Landwirtschaftsmethoden, saurer Regen und Umweltverschmutzung
laugen den Boden aus und entziehen ihm viele wichtige Mineralien. Der Vitamin- und Mineralstoffgehalt hängt von der Bodenqualität, dem Reifegrad bei der Ernte und den eingesetzten Transport- und Lagermöglichkeiten ab. Eine große frische Karotte z. B. kann zwischen 200 und 20.000 IE enthalten. (IE = Internationale Einheiten sind Messgrössen bestimmter medizinisch verwendeter Wirkstoffe wie zum Beispiel Vitamine und Hormone).
3. Umweltverschmutzung
erhöht unseren Bedarf an Mikronährstoffen. Umweltgifte in Nahrungsmitteln, Luft und Wasser erhöhen den Bedarf an Antioxidanzien:

  1. Es wird mehr Vitamin E zum Schutz der Lungen benötigt (Luftverschmutzung).
  2. Selen kann eine Vergiftung mit Schwermetallen und anderen gefährlichen Chemikalien abschwächen (neutralisieren).
  3. Vitamin C ist zum Schutz des Verdauungstraktes unerlässlich (z. B. wegen der Verwendung von Krebs erzeugenden Nahrungsmittelzusätzen und zu stark angebranntem Fleisch/Grillgut).
  4. Zink entschärft die Gefährlichkeit von Kadmium und Blei im Trinkwasser und in Konserven.

4. Die typisch moderne Ernährung ist reich an Fleisch, raffinierten Getreideprodukten, Milcherzeugnissen und industriell hergestellten Fertigprodukten.
Dies hat zur Folge, dass wir an Fett, Cholesterin, Salz und Zucker ein Vielfaches der empfohlenen Mengen zu uns nehmen, während wir mit Nahrungsfasern, Vitaminen, Mineralstoffen und essentiellen Fettsäuren total unterversorgt sind.
5. Alkohol-, Tabak-, Drogen- und Medikamentenkonsum
rauben unserem Körper viele lebenswichtige Mikronährstoffe. Über 90% der älteren Erwachsenen nehmen regelmäßig Medikamente. Diese wirken sich störend auf das Stoffwechselgleichgewicht aus. Entwässerungstabletten z. B., welche bei Bluthochdruck zum Einsatz kommen, rauben dem Körper Kalium und Magnesium.
Die Pille z. B. beeinträchtigt den Stoffwechsel von Folsäure und Vitamin B6 und erhöht den Bedarf an diesen Vitaminen. Rauchen laugt die Vitamin C- und B12-Reserven aus. Es ist also kein Wunder, dass bedingt durch die Ernährung, die Gesundheit von immer mehr Menschen in Gefahr ist. Bis zu unserem 65. Lebensjahr haben wir etwa 50 Tonnen Nahrungsmittel und Getränke zu uns genommen, verdaut und verstoffwechselt.

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Fazit:
Lebenslange schlechte Essgewohnheiten haben großen Einfluss auf die Gesundheit und den Alterungsprozess. Pionieren wie z. B. Prof. Linus Pauling, 2-facher Nobelpreisträger in den 60er Jahren, verdanken wir ein neues Ernährungsbewusstsein. Er entwickelte ein neues, auf optimale Ernährung aufbauendes Verfahren zur Vorbeugung und Behandlung von Krankheiten.
Prof. Pauling erkannte, dass viele chronische Krankheiten dann auftreten, wenn die Biochemie des Körpers durch
- Mängel oder durch ein
-
Ungleichgewicht im Nährstoffhaushalt verlangsamt bzw. gelähmt wird.

Es stellte sich heraus, dass durch die Beseitigung dieser Mängel durch Versorgung mit den jeweils fehlenden Nährstoffen ein wirksames Behandlungsverfahren gefunden war. Prof. Pauling gab diesem Behandlungsverfahren den Namen: Orthomolekulare Medizin.

Auf Grund dieser Erkenntnisse "boomt" natürlich die Nahrungsergänzungsmittel-Industrie. Für den Verbraucher ist es relativ schwer, in einem ganzen Wald von Angeboten herauszufinden, welches diejenigen Produkte sind, die eine sehr hohe biologische Verfügbarkeit besitzen.
Ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl von Nahrungsergänzungsmitteln sollte z. B. sein,

  • dass diese aus natürlichen Rohstoffen gewonnen werden (der natürliche Vitalstoffverbund bietet meist eine bessere Verträglichkeit als chemische Substanzen)
  • dass keine Konservierungsstoffe oder Farbstoffe verwendet werden.

Ihre Antia Ortner


Bitte beachten: Grundsätzlich sind Nahrungsergänzungsmittel kein Ersatz für eine ausgewogene, abwechslungsreiche Vollwerternährung. Sie sollen lediglich Mangelzustände oder ein unausgeglichenes Nährstoffverhältnis im Körper beheben. Ein Gespräch mit ihrem Arzt bzw. Heilpraktiker kann helfen, eine individuelle Therapie zu finden.

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Die Ernährung muss der Gesundheit dienen
Die Ernährungs-
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