Home A.Vogel
A.Vogel
A.Vogel
A.Vogel A.VogelAktuelles
A.VogelPflanzenlexikon
A.VogelExtras für Sie
A.Vogel
A.VogelNewsletter abonnieren
A.Vogel
A.Vogel
A.Vogel
Gelenke - Rheuma A.Vogel
A.Vogel
A.Vogel

Rheumatoide Erkrankungen


Rheuma – ein altbekanntes Krankheitsbild, das auch heute sehr verbreitet ist
Bereits Casanova, Goethe und viele andere kannten die quälenden Schmerzen in den Gelenken. Bis zum heutigen Tag werden diese Beschwerden unter dem Begriff Rheuma zusammengefasst. „Rheumatismus“ ist eine veraltete, ungenaue Bezeichnung für Beschwerden am Bewegungsapparat, die alle mit dem gleiche Symptom gekennzeichnet sind – fließende, reißende und ziehende Schmerzen.

Gemeinsames Merkmal
Manifestation am Stütz- und Bindegewebe des Bewegungsapparates und häufige systemische Beteiligung des Bindegewebes innerer Organe (z. B. Herz, Gefäße, Lunge, Leber, Darm, Zentrales Nervensystem).
Wegen der vielfältigen klinischen Symptomatik gibt es eine Einteilung nach der„Internationalen Klassifikation“:

  • Primäre Gelenkserkrankungen (entzündlich, degenerativ), z. B.
    1) Infektiöse Gelenkserkrankungen (z. B. rheumatisches Fieber, virale Arthritis)
    3) Kristall-Arthropathie (Gichtarthritis)
    4) Arthrosen der peripheren Gelenke
  • Systemische Erkrankungen der Muskeln und des Skeletts
    1) Angeborene Erkrankungen (z. B. Marfan-Syndrom)
    2) Diffuse Bindegewebserkrankungen (SLE, systemische Sklerodermie)
  • Erkrankungen der Wirbelsäule
    1) Degenerative Erkrankungen der Wirbel
    2) Entzündliche Erkrankungen der Wirbel
  • Erkrankungen der Weichteile
    1) Myositis (Muskelentzündung)
    2) Myopathien
    3) Neuromyopathien
    4) Erkrankungen der Schleimbeutel
    5) Erkrankungen der Sehnen
  • Erkrankungen der Knochen und Knorpel

Rund 12 Millionen Menschen in Deutschland leiden an Rheuma
Jedes Jahr werden 50 Millionen Arztbesuche und 55 Millionen Arbeitsausfalltage wegen rheumatischer Beschwerden registriert. Im Jahre 2001 wurden etwa 97 Millionen Rezepte für Antirheumatika (NSAR = nichtsteroidale Antirheumatika) ausgestellt, die erhebliche Nebenwirkungen aufweisen. Uns allen noch gut in Erinnerung ist die Rücknahme der COX-2-Hemmer (z. B. Vioxx). Um so dringlicher stellt sich uns die Frage: Welche pflanzlichen Schmerzmittel könnten ein wirkungsvoller Ersatz sein?

nach oben ^

Moderne Therapien mit alten Heilpflanzen

Hagebuttenpulver (gemeine Heckenrose = Rosa canina) – die pflanzliche Arznei hält der wissenschaftlichen Prüfung stand.
Es ist u. a. der Beharrlichkeit des dänischen Arztes und Biochemikers Dr. med. Kaj Winther zu verdanken, der mit seiner Arbeitsgruppe in 2 klinischen Studien die Wirkung der Inhaltsstoffe von Hagebuttenpulver nachweisen konnte. Diese Ergebnisse wurden in international anerkannten Fachjournalen veröffentlicht und im Dezember '04 am Arthrose-Weltkongress in Chicago vorgestellt. Eigentlich ist die Hagebutte ja besonders bekannt wegen ihres hohen Vitamin C-Gehalts (1000-3000 mg pro 100g Frucht). Doch bereits im Mittelalter wurde die Schale der gemeinen Heckenrose bei Erkältungskrankheiten, rheumatischen Erkrankungen, Verdauungsbeschwerden und Ödemen genutzt. Mit dem Samen der Pflanze wurden hingegen hauptsächlich Nieren- und Blasenleiden sowie rheumatische Beschwerden behandelt. Der Dänischen Universität für Pharmazeutik gelang es in einer Gemeinschaftsstudie, die aktiven Inhaltsstoffe zu identifizieren. Einer der wichtigsten Inhaltsstoffe in Bezug auf schmerzende Gelenke ist ein Galaktolipid (GOPO). Wie der Name bereits verrät ist es ein Stoff, der aus einem Zuckeranteil und Fettsäuren besteht.

Wirkung von GOPO – dem Galaktolipid
GOPO hat eine antiphlogistische (entzündungshemmende) Wirkung, da es die Prostaglandin-Sythese hemmt, d. h. es hemmt das Einwandern (Chemotaxis) der weißen Blutkörperchen in die entzündeten Bereiche, ohne diese selbst zu schädigen. Dem Angriff auf körpereigene Zellen im betroffenen Gelenk wird somit entgegengewirkt. Bei Patienten, die mit Hagebuttenpulver behandelt wurden, konnten die Schmerzmittel um 40-50% reduziert werden (nach 4-6 Wochen Einnahmezeit von täglich 5g Hagebuttenpulver).
Zusätzlich hat GOPO eine antioxidative Wirkung, welche eine weitere Schädigung des Gelenkknorpels durch freie Radikale eindämmt. Dies bewirkt eine erhebliche Schmerzeindämmung und damit auch eine bessere Beweglichkeit der Gelenke. Es konnte ebenfalls eine Senkung von LDL nachgewiesen werden, welches ja dafür bekannt ist, Ablagerungen in den Gefäßen zu verursachen. Ein Lichtblick für alle Patienten, die an rheuma-tischen Erkrankungen leiden, zumal Rheuma bis zum heutigen Tag als unheilbar gilt. Die empfohlene Tagesdosis liegt bei 5g.

nach oben ^

Gewöhnliche Birke (Betula pendula) –
auch bekannt unter den Namen Rauh-, Weiß-, Sand- und Warzenbirke.

Schon im Mittelalter galt die Birke als „Baum der Weisheit.“ Hildegard von Bingen beschrieb die Birke im 12. Jahrhundert als gutes Mittel gegen hartnäckige Geschwüre und schwer heilende Wunden. Später, im 16. Jahrhundert, beschrieb der italienische Arzt Matthiole die Wirksamkeit der Birke bei Nierensteinen, Nierengries und Gicht.
Inhaltsstoffe der Birkenblätter

  • Flavonoide
  • Saponine
  • Gerbstoffe
  • ätherische Öle
  • Bitterstoffe
  • Kalium
  • Calcium und
  • Vitamin C.

Birkenblätter enthalten das natürliche Schmerzmittel Acetylsalicylsäure, welches wichtig ist bei der Schmerzbekämpfung von rheumatischen Erkrankungen. Die im Tierversuch bestätigte diuretische Wirkung (Durchspülungstherapie) der Droge ist besonders auf die Flavonoide und den relativ hohen Gehalt an Vitamin C zurückzuführen. Dabei werden nur Wasser und Salz ausgeschieden. Der Mineralstoffhaushalt wird dadurch nicht beeinträchtigt, weil diese in ausreichender Menge in den Birkenblättern vorkommen. Die Wirkstoffe der Birkenblätter beugen einer Harnstein- und Nierengriesbildung vor und bekämpfen Entzündungen der ableitenden Harnwege. Rheumatische Erkrankungen – durch Gicht hervorgerufen – werden positiv beeinflusst, weil die Blätter der Birke eine harnsäuresenkende Wirkung haben. Als Teeaufguss nimmt man 3-6g bei täglich ca. 2-3 Tassen. Man sollte es allerdings nicht bei kardialen oder renalen Ödemen anwenden.

Brennnessel (Urtica herba) – die „Königin der Heilpflanzen“
Die Brennnessel besitzt Brennhaare als Schutzmechanismus für die Pflanze. Bei Kontakt mit der Haut brechen diese ab und bohren sich in die Haut, wo der antirheumatische Inhalt daraus in die Wunde quillt. Äußerliche Anwendung: Im Mittelalter praktizierten Menschen mit Schmerzen am Bewegungsapparat das sogenannte „Nesselpeitschen“. Dabei wurden frische Brennnesseln auf betroffene Gelenke „gepeitscht“. Die antirheumatischen Stoffe dringen an Ort und Stelle in die Haut ein. Histamin wird freigesetzt und erweitert die Blutkapillare daraus resultieren juckende Quaddeln, sowie Mehrdurchblutung im betroffenen Gelenk. Chinasäure lindert gleichzeitig die Schmerzen und wirkt adstringierend (zusammenziehend) sowie entzündungshemmend und lindert so Arthroseschmerzen und Gelenksrheumatismus.
Die Brennnessel enthält große Mengen an Vitamin C – bis zu 300mg pro 100g Brennnessel – sowie große Mengen an Eisen – 4,1mg pro 100g. Im Gegensatz zu vielen Eisenpräparaten führt sie nicht zu Verstopfung. Im Gegenteil: Sie wirkt u. a. stuhlfördernd, stoffwechselanregend, auswurffördernd und blutreinigend.
Weitere Inhaltsstoffe der Brennnessel sind
• Provitamin A
• Mineralsalze (besonders Kalzium und Kalium, wobei Kalium für die harntreibende Wirkung verantwortlich gemacht wird).
Die Brennnessel leitet Toxine aus (ausschwemmende Blutreinigung) und kann innerlich wie äußerlich angewendet werden.

Olivenblätter vom Olivenbaum
Olivenblätter enthalten viele bioaktive Substanzen, wie z. B.

  • Flavonoide
  • Polyphenole und
  • Oleuropein.


Oleuropein ist eine phenolische Verbindung (Antioxidans), die in besonders hoher Konzentration in den Blättern zu finden ist. Sie enthält viele Bitterstoffe und besitzt entzündungshemmende Eigenschaften. Dieser sekundäre Pflanzeninhaltsstoff hilft dem Olivenbaum, sich vor Schädlingen und Bakterien zu schützen.

Rosmarin und Oregano (Lippenblütler)
Rosmarin und Oregano wurden bereits in der Antike als Heilpflanzen verwendet. Wissenschaftlich bestätigt wurden

  • anti-entzündliche
  • anti-oxidative
  • anti-bakterielle und
  • anti-mikrobielle Wirkungen, die eine zusätzliche Schädigung des Gelenks verhindern. Daran beteiligt sind die Inhaltsstoffe Carnosol und Rosmanol (ätherische Öle).

Rosmarin und Oregano verlangsamen den Prozess des Verderbens von Speisen. Hauptwirkstoffe im Oregano sind vermutlich Carvacrol (Terpen) und das ätherische Öl Thymol.

Curcuma oder Javanische Gelbwurzel (Curcuma xanthorrhiza Roxb.)
Curcuma zählt zu den Ingwergewächsen. Es enthält ätherisches Öl und Curcuminoide (Hauptkomponente Curcumin).
Therapeutische Wirkung:

  • Antiphlogistische (entzündungshemmende) Wirkung, Curcuminoide hemmen die Leukotrienbildung (Prostaglandine).
  • Antibakterielle Wirkung durch Curcuminoide und ätherische Öle.
  • Antivirale Wirkung durch Curcumin.
  • Antioxidative Wirkung.
  • Choleretische (Gallensaft anregende) Wirkung in der Leber, hervorgerufen durch die ätherischen Öle der Curcumen und Xanthorrhizol.
  • Cholagoge (Gallenblasen entleerende) Wirkung, hervorgerufen durch den sekundären Pflanzenfarbstoff Curcumin.

Curcuminoide finden als Gewürz und Farbstoff in Lebensmitteln als „E 100“ Anwendung.

Ihre Anita Ortner



Bitte beachten:
Grundsätzlich sind Nahrungsergänzungsmittel kein Ersatz für eine ausgewogene, abwechselungsreiche Vollwerternährung. Sie sollen lediglich Mangelzustände oder ein unausgeglichenes Nährstoffverhältnis im Körper beheben. Ein Gespräch mit ihrem Arzt bzw. Heilpraktiker kann helfen, eine individuelle Therapie zu finden.
Grundsätzlich sollte immer mit Arzt oder Heilpraktiker abgeklärt werden, ob vorliegende Beschwerden nicht Symptome von Krankheiten sind, die dringender ärztlicher Behandlung bedürfen.

nach oben^

A.Vogel A.Vogel A.Vogel
Fragen rund um das Thema „Gesundheit und Naturheilkunde“ oder Auskünfte zu A.Vogel-Produkten beantwortet auch unser geschultes Expertenteam vom Gesundheitsforum unter der Telefonnummer
0041 / 71 335 66 00
Mo., Di., Do. und Fr.,
8.00 – 12.00 Uhr und
13.30 – 17.00 Uhr