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Thema Wechseljahre A.Vogel
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Die Wechseljahre
Lebensmitte - Wo stehe ich, wo will ich hin?

  1. Wie Hormone den weiblichen Zyklus bestimmen.
  2. Was passiert im Klimakterium?
  3. Alternativen aus der Natur.
  4. Heilpflanzen für Harmonie!
  5. Nicht für jedes Zipperlein, das während des Älterwerdens auftaucht, sind unsere Hormone verantwortlich.
Eine grossartige Chance im Leben einer Frau zu neuen Ufern aufzubrechen, ihr Leben neu zu orientieren. Die Kinder sind gross, meist haben sie das Elternhaus bereits verlassen. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen endlich das zu tun, was Frau schon immer tun wollte. Wären da nicht diese lästigen Wechseljahrsbeschwerden, die so mancher Frau zu schaffen machen. Verantwortlich gemacht für diese Symptome wie z.B.
  • verkürzte Zyklen
  • verstärkte bzw. schwächere Zyklen
  • Schweissausbrüche
  • Schlafstörungen
  • Stimmungsschwankungen
werden in der Prämenopause (vor der Menopause) die Hormonschwankungen und in der Perimenopause (während des Klimakteriums) der Hormonabfall weiblicher Hormone auf einen bleibenden niedrigen Level.
Um einen besseren Einblick in den Zyklus einer Frau zu bekommen, machen wir einen kleinen Ausflug in die Welt der Hormone. Sie sind die so genannten Botenstoffe unseres Körpers und für die Informationsübermittlung zwischen Zellen, Geweben und Organen unentbehrlich.

Der Begriff «Organismus», wie unser Körper auch oft genannt wird, impliziert die «Organisation» (Koordination) seiner Bausteine zu einem funktionierenden Ganzen, das in sinnvoller Interaktion mit der Umwelt steht. Nerven- und Hormonsystem sind beide für diese Koordination verantwortlich.
Das Nervensystem kann die Aktivität innerer Organe blitzschnell über die Impulsweiterleitung entlang der Nervenbahnen steuern. Im Gegensatz dazu reagiert das Hormonsystem mit seinen Botenstoffen (Hormonen) als Überträgersubstanz langsamer. Ihre Wirkung setzt erst nach Minuten oder manchmal auch Tagen ein, bleibt aber länger bestehen.
Hormone sind körpereigene Substanzen, die in winzigen Mengen aus Hormondrüsen dem Blutkreislauf zugeführt werden. Auf dem Blutweg erreichen sie spezifische Rezeptoren an den Zellen ihrer Erfolgsorgane und bewirken dort den gewünschten Effekt. Dies funktioniert nach dem «Schlüssel-Schloss-Prinzip». Der «Schlüssel», ein spezifisches Hormon, passt nur zu einer ihm entsprechenden Art von «Schloss», einem Rezeptor. Nur die passenden Hormone können dort andocken und dann in den Zellen bestimmte Stoffwechselvorgänge in Gang setzen.

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Wie Hormone den weiblichen Zyklus bestimmen
Der weibliche Zyklus lässt sich in 2 Phasen einteilen:

1. Follikelphase – Eireifungphase
(vom 1. bis ca.14. Tag des Zyklus)
In dieser Phase wirkt fast ausschließlich Östrogen, welches dafür sorgt, dass die Gebärmutterschleimhaut nach der Periode wieder aufgebaut wird und eine Eizelle heranreift bzw. wächst. Der Östrogenspiegel im Blut steigt bis zum ca. 13. Zyklustag stetig an, wobei er am 12.-13. Tag seinen Spitzenwert erreicht. Dadurch kommt es zur Ovulation, dem Eisprung. Nach dem Eisprung sinkt die Östrogenproduktion und die 2. Zyklusphase beginnt.

2. Lutealphase (Gelbkörperphase)
Aus dem Follikel (Ei) wird ein Gelbkörper. Die Zellen des Gelbkörpers (Corpus luteum) produzieren in der 2. Zyklushälfte das Hormon Progesteron. Dieses sorgt ab dem ca. 14. Tag dafür, dass die Gebärmutterschleimhaut eine Nährflüssigkeit absondert, die für die Entwicklung eines Embryos erforderlich ist. Findet keine Befruchtung statt, kommt es zur „Abschilferung“ der Gebärmutterschleimhaut und damit zur Menstruation (Blutung).
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Was passiert im Klimakterium?
Der Östrogenspiegel, der seit dem 30. Lebensjahr schon langsam absinkt, erfährt stärkere Schwankungen, bis er sich schließlich auf einem neuen, niedrigeren Level einpendelt. Gestagen sinkt ebenfalls ab, weil es immer seltener und später überhaupt nicht mehr zum Eisprung kommt. Die gute Nachricht: In Eierstöcken und Fettgewebe wird weiterhin lebenslang Östrogen, in den Nebennieren Östrogen und Progesteron hergestellt. Allerdings in geringerem Umfang. Mittlerweile wurde durch viele Studien (z. B. Women’s Health Initiative) belegt, dass die Östrogen-Substitutionstherapie zu einem Anstieg an Eierstockkrebs- und Brustkrebserkrankungen sowie einem erhöhten Schlaganfallrisiko führen kann.

Alternativen aus der Natur

Einige Pflanzen produzieren hormonähnliche Wirkstoffe, so genannte Phytoestrogene, die zur Gruppe der sekundären Pflanzeninhaltsstoffe gehören und in ihrem Aufbau dem menschlichen Hormon Östradiol ähnlich sind. Phytoestrogene haben aber nicht die zellteilende Wirkung von Östradiol, die dafür bekannt ist, Krebs auszulösen. Sie verfügen aber über dieselbe entzündungshemmende und antioxidative Wirkung.
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Die ausgleichende Wirkung der Phytohormone auf den Hormonhaushalt
Bei Östrogenmangel docken diese Phytohormone an die Östrogenrezeptoren an und rufen dort eine ähnliche Wirkung wie die körpereigenen Hormone hervor. Ist der Östrogenspiegel zu hoch, besetzen die Phytohormone die Östrogenrezeptoren ebenfalls. Die wesentlich stärker wirkenden körpereigenen Hormone kommen damit nicht mehr in so großer Zahl an die dafür vorgesehenen Rezeptoren, weil ihre Plätze bereits besetzt sind.
Wissenschaftler nehmen an, dass Pflanzenöstrogene ausser einer hormonähnlichen auch eine stark antioxidative Wirkung besitzen und deswegen vor Alterungsprozessen wie z. B. der Hautalterung schützen. Dr. James Anderson von der Universität Kentucky fand heraus, dass der Blutfettgehalt bei einer durchschnittlichen Aufnahme von 47 g Sojaprotein deutlich abnahm. Es wird angenommen, dass das Isoflavon Genistein die Oxidation von neutralem Cholesterin in „böses“ Cholesterin verhindert. Im Blickpunkt der Forscher stehen deshalb vor allem Pflanzen, die zur Gruppe der Isoflavone gehören.
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Heilpflanzen für Harmonie in der 1. Zyklushälfte mit östrogenähnlicher Wirkung

  • Sojabohnen (als Nahrungsergänzung, in Sojamilch, Tofu oder Miso)
  • Rotklee (als Nahrungsergänzung, Tee oder Tinktur)
  • Hopfen (als Nahrungsergänzung oder Tee)
  • Kudzubohnen
  • Rhabarberwurzel (als Fertigpräperat)
  • Traubensilberkerzenwurzel (meist als Fertigpräperat oder in homöopathischer Form)
Geringere Mengen Isoflavone sind enthalten in Leinsamen (Lignane) – 1-2 Eßl. zerstoßen in Joghut oder mit Wasser (ca. 250 ml pro Esslöffel Leinsamen). Leinsamen besitzt viele Schleimstoffe und hat schon manche Ehe gerettet, da sexuelle Lust und Scheidenfeuchtigkeit in den Wechseljahren zeitweilig nicht mehr wie gewohnt miteinander auftreten.
Die o. g. Pflanzen besitzen alle eine östrogenausgleichende Wirkung und stehen für die 1. Hälfte unseres weiblichen Zykluses.


Heilpflanzen für Harmonie in der 2. Zyklushälfte mit progesteronähnlicher Wirkung

  • Frauenmantelkraut
  • Schafgarbenkraut
  • Mönchspfeffer
  • Medizinische Yams-Wurzel
Sie können kombiniert werden mit
  • Brennnessel bei starken Wassereinlagerungen,
  • Johanniskraut zum Heben der Stimmung,
  • Melisse für mehr Gelassenheit,
  • Baldrian für starke Nerven und einen guten Schlaf.

Die Isoflavone, die in den aufgezählten Pflanzen nachgewiesen wurden, sind: Genistein, Daidzein, Biochanin A,Formononetin.

Beide Pflanzengruppen können im individuellen Fall prä-menstruelle Beschwerden lindern. Die Wahl der für Sie geeigneten Pflanzen wird durch die Tatsache erleichtert, dass eine Heilpflanze nicht nur eine Wirkung hat, sondern sich positiv auf verschiedene Beschwerden auswirken kann.

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Altes Wissen neu hervorgeholt

  1. Salbeitee bringt großen Nutzen als Waschung oder innerlich eingenommen, wenn Hitzewallungen im Vordergrund stehen. In Apotheken gibt es die Möglichkeit, sich die Salbeitinktur mit einem Sprühaufatz versehen zu lassen. Bei „hitzigen Notfällen“ unauffällig mehrere Sprühstöße in den Mund geben.
    Hopfen ist wunderbar geeignet, wenn Schlafstörungen und Gelassenheit erreicht werden sollen.
  2. Hirtentäschelkrauttee oder -tinktur kann lang andauernde oder übermäßig verstärkte Menstruationsblutungen mindern oder stoppen.
  3. Brennnesseln sorgen neben viel Grüngemüse und Rote Bete für eine ausreichende Blutbildung.
  4. Weißdorn und Herzgespann helfen bei Herzbeschwerden, wie z. B. Herzrasen.
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Nicht für jedes Zipperlein, das während des Älterwerdens auftaucht, sind unsere Hormone verantwortlich
Wir müssen einfach akzeptieren, dass unser Körper älter wird. Die Zellen verlieren an Elastizität, die Toleranz gegenüber Bewegungsmangel, nachlässiger Ernährung, zu wenig Schlaf und Stress nimmt erheblich ab. Wir sollten von nun an besser auf unseren Körper hören und ihn mehr pflegen als in jungen Jahren – eine gesunde Lebensweise steht spätestens jetzt an oberster Stelle. Um Osteoporose vorzubeugen, sollte man auf eine mineralstoffreiche Ernährung möglichst aus pflanzlichen Mineralstoffquellen, sowie auf ausreichend Bewegung achten. Sportarten unter Einbeziehung des Gleichgewichts, wie z. B. Tai Chi, Qi Gong oder Yoga, sorgen neben der körperlichen Beweglichkeit auch für seelische Ausgeglichenheit.

Unterstützung für die Seele
Wenn wichtige Entscheidungsfragen anstehen, dann gönnen Sie sich Hilfe vor allem von Ärztinnen, die für weibliches Sein und weibliche Rhythmen sensibilisiert sind.

Ihre Anita Ortner, Heilpraktikerin


Bitte beachten:
Grundsätzlich sind Nahrungsergänzungsmittel kein Ersatz für eine ausgewogene, abwechselungsreiche Vollwerternährung. Sie sollen lediglich Mangelzustände oder ein unausgeglichenes Nährstoffverhältnis im Körper beheben. Ein Gespräch mit ihrem Arzt bzw. Heilpraktiker kann helfen, eine individuelle Therapie zu finden.
Grundsätzlich sollte immer mit Arzt oder Heilpraktiker abgeklärt werden, ob vorliegende Beschwerden nicht Symptome von Krankheiten sind, die dringender ärztlicher Behandlung bedürfen.
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Fragen rund um das Thema „Gesundheit und Naturheilkunde“ oder Auskünfte zu A.Vogel-Produkten beantwortet auch unser geschultes Expertenteam vom Gesundheitsforum unter der Telefonnummer
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