So wie bestimmte Bakterien, Viren und Pilze unsere Gesundheit angreifen können, kann die unkontrollierte Produktion von sogenannten freien Radikalen unserer Gesundheit schaden. Während der letzten Jahre haben Wissenschaftler entdeckt, dass freie Radikale eine wichtige Rolle bei vielen Krankheiten und im Alterungsprozess spielen.
Man hat auch herausgefunden, dass eine Gruppe von Nährstoffen, die sogenannten Antioxidantien helfen können, uns vor Schäden durch freie Radikale zu schützen.
Indem wir atmen und Sauerstoff aufnehmen, setzen wir uns ständig der Gefahr vor Schädigungen durch freie Radikale aus. Mit Hilfe von Antioxidantien schützt sich der Körper, da diese mit den freien Radikalen eine Verbindung eingehen. Auf diese Weise werden die freien Radikale neutralisiert, zu stabilen, nicht schädlichen Stoffwechselprodukten umgeformt und so die Zellschädigung verhindert.
Die wichtigsten in Nahrungsmitteln vorkommenden
Antioxidantien sind u. a.:
- Vitamin A
- Carotinoide
- Tocopherole
- Vitamin C
- Flavonoide und Polyphenole
- Flavone (Luteolin, Apigenin)
- Flavonole (Quercetin, Kämpherol)
- Anthocyane
Natürliche Antioxidantien
In Samen und Fruchtschalen findet man eine Vielzahl von bekannten (aber auch von noch unbekannten) Antioxidantien. Deshalb ist es wichtig, dass wir wenn möglich das ganze Getreidekorn, den ungeschälten Apfel und die ganze Weintrauben essen. Nur so können wir das Optimum aus dem, was uns die Natur anbietet, auch für unsere Gesunderhaltung nutzen.
Wenn die Nahrung reich an frischen Früchten und Gemüsen, Vollkornprodukten, Nüssen und Samen ist, kann eine ausgewogene Zufuhr von Antioxidantien erreicht werden. Einige Lebensmittel erhalten ausserdem hochkrarätige Antioxidantien, die gegen oxidativen Stress von Bedeutung sein können.
Was sind freie Radikale und oxidativer Stress?
Sauerstoff als eine der Grundvoraussetzungen für jegliches Leben auf der Erde hat sowohl positive als auch negative Eigenschaften. Einerseits ist Sauerstoff im Stoffwechsel für die Gewinnung von Energie unentbehrlich, andererseits können einige sauerstoffreiche Verbindungen im Körper aber auch zerstörerisch wirken, indem sie Körperstrukturen wie Zellmembranen oder Erbinformationen angreifen. Diese aggressiven Sauerstoffverbindungen werden freie Radikale genannt. Aufgrund ihrer Instabilität reagieren sie sehr leicht mit anderen Atomen oder Verbindungen und übertragen auf diese Weise ihre Instabilität. Dadurch können leicht Kettenreaktionen ausgelöst werden, so dass aus einem einzigen freien Radikal zahlreiche neue Radikale entstehen. Beispielsweise werden diese sichtbar, wenn die Schnittstelle eines angeschnittenen Apfels braun wird. Eine solche sauerstoffabhängige Kettenreaktion wird Oxidation genannt. Die Hautalterung beispielsweise wird ebenfalls auf solche Oxidationsprozesse zurückgeführt.
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