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Nahrungsergänzungen: Weitere Nährstoffe A-Z |

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 Weitere Nährstoffe A-Z
Anthocyane Anthocyane (engl. Antocyanine, von griech. anthos = Blüte, Blume, kyáneos = dunkelblau) sind wasserlösliche Pflanzenfarbstoffe, die in nahezu allen höheren Pflanzen vorkommen und den Blüten und Früchten die rote, violette, blaue oder blauschwarze Färbung geben. Sie gehören zu den Flavon-änlichen Stoffen, den Flavonoiden. Die Anthocyane werden zu den sekundären Pflanzenstoffen gezählt. Anthocyane fangen freie Radikale in den Zellen ab und sind an Energie-Übertragungsprozessen beteiligt. Anthocyane haben eine hohe antientzündliche und antioxidative Wirkung und sind in dieser Hinsicht sogar dem Vitamin C und dem Vitamin E überlegen. nach oben ^
Was sind Bioflavonoide? Sie werden den Sekundären Pflanzenstoffen zugerechnet und kommen in unterschiedlicher Konzentration in fast allen Obst- und Gemüsesorten vor. Bioflavonoide aus z. B. Sanddornbeeren, Zitronen, Orangen, Holunderbeeren und Hagebutten sind starke Antioxidantien. Sie tragen zum Schutz vor den sog. «freien Radikalen» (aggressive Sauerstoffverbindungen) bei und bewahren u.a. Vitamin C vor Oxidation. Sie gelten daher als „natürliche Vitaminsparer“ oder „Vitaminverstärker“. Ausserdem haben Bioflavonoide die Fähigkeit, die Ausschüttung von Histamin (eine vermehrte Freisetzung von Histamin kann allergische Reaktionen auslösen) im Körper zu hemmen – sie gelten als natürliche Antihistaminika. nach oben ^
Carotinoide Carotinoide gehören zur Gruppe der Sekundären Pflanzenstoffe und gelten als wichtige Antioxidantien mit Immun- und Zellschutz. Sie sind in der Natur weit verbreitete Pigmente und verleihen den Pflanzen und ebenso manchen Tieren, wie z. B. dem Lachs, die intensiven Farben. Das bekannteste Carotinoid ist Beta-Carotin (z. B. aus Karotten), aber auch Alpha-Carotin, Beta-Kryptoxynthin, Lutein, Zeaxanthin und Lykopin gehören zur Gruppe der Carotinoide. Zu den wichtigsten Aufgaben von Carotinoiden im menschlichen Körper gehört, dass sie freie Radikale binden können. Diese aggressiven Sauerstoffverbindungen werden aus der Umwelt aufgenommen oder bilden sich im Stoffwechsel. Kommen sie übermäßig vor, können Zellen massiv geschädigt werden. Ausserdem ist das bekannteste Carotinoid «Beta-Carotin» die wichtigste Vorstufe von Vitamin A in Lebensmitteln, welches u. a. bedeutend für die Bildung von Haut, Schleimhäuten, Knorpelgewebe und den Sehvorgang ist. nach oben ^
Lutein Lutein ist ein gelb-oranges Xanthophyll und neben dem ß-Carotin ein weit verbreites Carotinoid. Xanthophylle sind in grünen Pflanzen (Laubfärbung) zu finden, z. B in Eidotter oder Getreide. Lutein und Zeaxanthin verleihen Obst und Gemüse wie Paprika, Mais, Orangen oder Melonen ihre typischen leuchtenden Farben. Lutein ist vor allem im Spinat und in Kohlsorten enthalten. Es kann die Augen vor schädlichen Einflüssen schützen und so degenerativen Prozessen vorbeugen. Unter Körper kann Lutein nicht selbst bilden, sondern muss es über die Nahrung aufnehmen. Lutein beeinflusst vor allem den Wasserhaushalt und die Funktionen der Zellmenbranen (Zellwände). Hohe Mengen von Lutein (und Zeaxanthin) sind in der Makula (gelber Fleck)der Retina (Netzhaut) enthalten. Dies ist der Ort des schärfsten Sehens. Mit zunehmenden Alter können sich hier degenerative Prozesse entwickeln. Die altersbedingte Makuladegeneration ist eine der wichtigsten Ursachen für den Sehverlust im Alter. Sie wird auf die jahrzehntelange Entwicklung von Licht und Sauerstoff zurückgeführt, was die Vorkommen freier Radikale erhöhen kann. Lutein (und Zeaxanthin) wirkt ähnlich wie ein Filter, es schützt die Makula vor schädlichen Lichteinwirkungen (UV-Licht). Es trägt ausserdem dazu bei, freie Radikale im Augenbereich abzubauen. nach oben ^
Was verbirgt sich hinter dem Begriff OPC? Oligomere Procyanidine (OPC) gehören zur Gruppe der Polyphenole. Sie sind die farblose Vorstufe der sog. Anthocyanidine, die als Pflanzenfarbstoffe für die leuchtenden Farben von vielen Beeren, Obst und Gemüse sorgen. Sie haben ein besonders hohes Schutzpotential. Z. B. enthalten Traubenkerne rund 33% der Wirkstoffe – insbesondere die spezifische OPC-Form, das Procyanidin B2-3‘-0-gallat – das als das bisher stärkste OPC gilt. Als stärkste bekannte Antioxidantien haben die OPC vielfältige Wirkungen im Organismus. Sie wirken vor allem auf das kardiovaskuläre System, verbessern die Blutzirkulation, schützen die Gefäße und halten sie elastisch. nach oben ^
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