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 Nährstoffe und Nährstoffmangel
1. Nährstoffe im Überblick Nährstoffe sind Bestandteile der Nahrung, die entweder Energie liefern (Eiweiß, Fett, Kohlenhydrate) oder für die Stoffwechselvorgänge im Körper wichtig sind (Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente).
- Kohlenhydrate
- wichtigster Energielieferant
- Fette
- speicherbare Enerige, verbessern den Geschmack
- Proteine, Aminosäuren, Enzyme
- regelmässig benötigt, schnell verbraucht
- Vitamine
- wichtig für viele Funktionen im Körper
- Mineralstoffe, Spurenelemente
- wichtig für viele Funktionen im Körper
- Andere Nährstoffe
- z. B. Sekundäre Pflanzenstoffe
- Weitere Nährstoffe
- Anthocyane, Bioflavonoide, Carotinoide, Ellagsäure, Lutein, OPC
2. Unterversorgung & Mangelerscheinungen 3. Regelmäßige oder nur zeitweise Einnahme von Nahrungsergänzungsmittel
Kohlenhydrate - die wichtigsten Energielieferanten im Körper Kohlenhydrate kommen als Stärke und Zucker in komplexer und einfacher Form vorwiegend in pflanzlicher Nahrung vor. Komplexe Kohlenhydrate werden langsam, einfach schnell verarbeitet. Das wichtigste komplexe Kohlenhydrat ist Stärke aus Getreide, Kartoffeln, Hülsenfürchten und Gemüsen, zu den einfachen gehört der Zucker. nach oben ^
Fett - liefert speicherbare Energie und verbessern den Geschmack Fette stammen aus pflanzlicher und tierischer Nahrung. Sie liefern Energie, die in Depots gespeichert werden kann und in Notzeiten als Reserve dient. Fette sind für viele Körperfunktionen und -prozesse wichtig. nach oben ^
Eiweiss (Proteine), Aminosäuren und Enzyme - regelmäßig benötigt und schnell verbraucht Eiweiss (Proteine) aus pflanzlicher und tierischer Nahrung ist komplex - aus ca. 20 Aminosäuren - zusammengesetzt. Es wird zu vielen Stoffen umgesetzt, ist am Köperaufbau und unzähligen Körperfunktionen beteiligt und wird sehr schnell verbraucht. Daher müssen Proteine ständigt zugeführt werden. Aminosäuren und Enzyme sind Bausteine von Proteinen bzw. Proteinkörper, die ebenfalls für viele Körperprozesse wichtig sind. nach oben ^
Vitamine - lebenswichtig für viele Funktionen im Körper Vitamine sind organische Substanzen aus pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln. Sie steuern, beschleunigen und beeinflussen unzählige Körperfunktionen und -prozesse. Vitamine können vom Menschen nicht in ausreichender Menge selbst gebildet werden. Um so wichtiger, daß wir sie in Form von Nahrung zuführen und dem Körper bei der Bildung unterstützen, z. B.
- Vitamin A (Retinol), ß-Carotin (Beta-Carotin)
- Vitamin B1 (Thiamin)
- Vitamin B12 (Cobalamin)
- Vitamin B2 (Riboflavin)
- Vitamin B6 (Pyridoxin)
- Vitamin C (Ascorbinsäure)
- Vitamin D (Cholecalziferol)
- Vitamin E (Tocopherol)
- Vitamin K (Phyllochinon)
- Folsäure
- Niacin
- Pantothensäure
- Biotin
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Mineralstoffe & Spurenelemente - lebenswichtig für viele Körperfunktion Mineralstoffe & Spurenelement sind anorganische Elemente, die aus pflanzlicher und tierischer Nahrung stammen. Sie werden über die Nahrung aufgenommen, regeln den Stoffwechsel im Körper und sind für den Aufbau von Körpersubstanzen zuständig. nach oben ^
Nährstoffmangel
Untersorgung & Mangelerscheinungen Nährstoffmangel bzw. Unterversorgung mit bestimmten Vitalstoffen in unserer Überflussgesellschaft? Ja, dem ist so. Der jüngste Ernährungsbericht der DGE deckt einige dieser Mängel auf, wie z. B. die Unterversorgung mit Kalzium vor allem bei Kindern und Jugendlichen durch zu wenig kalziumreiche Nahrungsmittel. Unsere Kids greifen lieber zur Limonade als zu gesunder Vollmilch oder Mineralwasser. Ein weiterer Grund für eine Unterversorgung mit bestimmten Vitalstoffen ist die in weiten Teilen der Bevölkerung vorherrschende einseitige Ernährung, mit beispielsweise zu viel Fast Food und Fertiggerichten. Diese weisen zum grössten Teil keine ausgewogene Nährstoffbilanz auf und sind viel zu fetthaltig.
Hinzu kommt noch die Problematik der zu stark verarbeiteten Lebensmittel (Stichwort: Denaturierung), die nicht mehr so viele komplexe Vitalstoffe enthalten. Das beste Beispiel hierfür ist Mehl – je höher der Verarbeitungsgrad (je weißer das Mehl), desto weniger Nährstoffe enthält es. Neben diesen generellen Problemen gibt es Bevölkerungsgruppen, die durch verschiedenste Faktoren einen erhöhten Bedarf an Vitaminen & Co. haben, der durch die Nahrung nicht immer abgedeckt werden kann. nach oben ^
Was viele Menschen nicht wissen: Regelmäßiger Alkohol- und Nikotinkonsum sowie Medikamenteneinnahme können eine Mangelversorgung mit bestimmten Vitaminen und Mineralstoffen verursachen:
- Beispielsweise gilt die „Pille“ als Vitamin- C-Fresser.
- Rauchen erhöht u. a. den Bedarf an Vitamin C, E, Selen und Carotin.
- Cholesterin senkende Präparate und Abführmittel verschlechtern den Vitamin-A-Status im Körper erheblich.
- Diabetiker und Menschen mit Schilddrüsenunterfunktion sind nur schlecht in der Lage, Carotinoide aus pflanzlichen Nahrungsmitteln in Vitamin A umzuwandeln.
- Auch Antibiotika können durch ihre die Darmflora zerstörende Wirkung die Aufnahme der Vitamine B2 und K, aber auch von Biotin behindern.
Diese Liste lässt sich leider mit unzähligen weit verbreiteten Medikamenten fortführen, was den häufig sorglosen Umgang mit solchen Präparaten umso bedenklicher macht. Auch nach Operationen, längeren und chronischen Erkrankungen sowie in der Rekonvaleszenz hat der Körper einen erhöhten Bedarf an Nährstoffen. So kann beispielsweise durch Störungen des Magen-Darm-Traktes die Aufnahme von Vitaminen wie B2, B12 und Mineralstoffen wie Kalzium, Magnesium und Zink durch den Darm beeinträchtigt werden.
Ein erhöhter Bedarf besteht auch im Alter, wenn oftmals nicht mehr ausgewogen oder richtig gegessen werden kann, weil z. B. die Zähne schlecht geworden sind, der entsprechende Appetit fehlt oder das tägliche Kochen aus körperlichen Gründen sehr schwer fällt. Hier kann es leicht zu Unterversorgungen kommen. Hinzu kommt, dass ältere Menschen vielfach längere Zeit bzw. auf Dauer Medikamente nehmen müssen, die im Körper als „Vitamin- und Mineralstoffräuber“ wirken. Im Vergleich zu Jüngeren haben alte Menschen einen geringeren Kalorienbedarf und ernähren sich oft nicht mehr so gesund und vielseitig. Gerade bei ihnen wird häufig Mängel an Nährstoffen festgestellt. Verschiedene Studien zeigen, daß die gezielte Zufuhr von Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen den Gesundheitszustand älterer Menschen deutlich verbessern kann.
Schwangerschaft und Stillzeit stellen an den Körper und die benötige Menge an Vitalstoffen besondere Anforderungen. Hier besteht insbesondere bei den B-Vitaminen B1, B2, B6, B12 und Folsäure sowie bei Biotin, Eisen, Jod, Magnesium und Zink ein erhöhter Bedarf.
Aber auch Stress und andere psychische Belastungen können beispielsweise den Status der Vitamine A, C und E oder der Mineralstoffe Kalzium, Kalium und Magnesium im Körper verschlechtern.
Eine streng vegane Ernährung (Verzicht auf alle tierischen Produkte) kann ebenfalls zu einer Unterversorgung mit bestimmten Vitaminen wie z. B. Vitamin D (wenn man sich nicht genügend lange dem Sonnenlicht aussetzt) oder Vitamin B12 führen.
Wer darüber hinaus häufig Diäten macht, sollte unbedingt auf eine ausreichende Zufuhr (z. B. über Nahrungsergänzungsmittel) aller Vitamine und Mineralstoffe achten.
Zu beachten ist auch, dass bei einigen Krankheiten die Einnahme bestimmter Vitamine, Mineralstoffe oder Spurenelemente nicht sinnvoll ist wie z. B. bei der Eisenspeicherkrankheit kein Eisen oder bei bestimmten Schilddrüsenerkrankungen kein Jod.
In diesen Fällen sollte unbedingt der Arzt vor der Einnahme gefragt werden. nach oben ^
Regelmäßige oder nur zeitweise Einnahme von Nahrungsergänzungsmittel Sowohl / als auch. Die Dauer der Einnahme richtet sich nach der Zeit des persönlich erhöhten Bedarfes. Wer z. B. regelmäßig raucht und dazu gern zum Alkohol greift, sollte seinen erhöhten Bedarf an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen regelmäßig decken.
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