A.Vogel Blog
Algen im Meer

Mit Braunalgen gegen Diabetes? Braunalgen finden schon lange in der asiatischen Küche Verwendung, sind beliebter Bestandteil kosmetischer Produkte und helfen bei der Gewinnung neuer Treibstoffe. In der traditionellen chinesischen Medizin gelten Braunalgen als ebenso vielseitig – sie sollen den Stoffwechsel ankurbeln und das darin enthaltene Jod ist notwendig zur Bildung von Schilddrüsenhormonen. Neu ist, dass Braunalgen auch die Regulierung des Blutzuckerspiegels und die Senkung der Insulinkonzentration beeinflussen können.

Kanadische Wissenschaftler fanden im Rahmen einer Placebo-kontrollierten Studie heraus, dass Extrakte der beiden Braunalgenarten Ascophyllum nodosum und Fucus vesiculosus genau das bewirkten. Verglichen mit der Placebogruppe kam es bei einmaliger Gabe zu einer Senkung des Plasmaglukosewerts um im Mittel 9 Prozent sowie einen um im Schnitt 12,1 Prozent niedrigeren Plasmainsulinwert.

Erstmals konnten damit vielversprechende Ergebnisse früherer experimenteller Versuche bestätigt werden. Weitere Untersuchungen mit längerfristigen Gaben und verschiedenen Dosierungen stehen aber noch aus, um diese ersten tendenziös positiven Ergebnisse zu erhärten. Das verwendete Präparat wird bislang leider nur im kanadischen und US-amerikanischen Raum vertrieben. In Deutschland sind Braunalgen-Präparate als Nahrungsergänzungsmittel (z.B. Kelp) in Apotheken erhältlich.

Quelle: medical-tribune.de/TR, zuletzt aktualisiert: 27.2.2013
 
 
 
 
 
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