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Majoran

Aphrodites Glückseligkeit: Majoran

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Majoran (Origanum majorana) ist ähnlich wie Liebstöckel ein eher unterschätztes Gewürz. Man kennt ihn hauptsächlich als «Wurstkraut» und greift viel öfter zum mediterranen, eng verwandten Oregano (Origanum vulgare).

Claudia Rawer/Tino Richter 6.16

Majoran

Foto dreamstime

Doch wer die Assoziation mit der Leberwurst vergisst und sich auf Majoran einlässt, wird ein mildwürziges, zartes Aroma entdecken. Im Vergleich zu Oregano schmeckt Majoran weniger scharf, eher süß und leicht zitronig. Aphrodite, die anspruchsvolle griechische Göttin der Liebe und Schönheit bezeichnete Majoran immerhin als ein Symbol der Glückseligkeit.

Im ätherischen Öl finden sich unter anderem Cineol und Sabinen, Stoffe, die auch in Kardamom, Lavendel, Lorbeer und Rosmarin enthalten sind. Außerdem enthält Majoran Flavonoide, Bitterstoffe und Terpene.

Majoranöl gilt als starkes Antioxidans. Die Pflanze hat nachgewiesenermaßen hohe antibakterielle Wirkung, unter anderem gegen den gefürchteten Staphylokokkus aureus sowie Listerien. Aus diesem Grund wird Majoran auch bei der Verarbeitung von Würsten verwendet. Außerdem wirkt Majoaran auch gegen bestimmte Pilze. 

Das Kraut wirkt zudem entspannend und entkrampfend und wird häufig bei Beschwerden der Verdauungsorgane wie Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre eingesetzt.

Mit Majoran wird z.B. Grillfleisch gewürzt. Auch hier die frischen geschnittenen Blätter erst am Schluss hinzufügen.

Harmoniert z.B. mit Knoblauch, Lorberr, Paprika, Rosmarin, Salbei und Thymian, nicht jedoch mt Oregano.

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