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Magen-Darm-Virus

Auslöser von Magen-Darm-Infekten

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Die Infektion mit einem Magen-Darm-Virus ist relativ häufig. Bei Gesunden heilt die Infektion meist innerhalb von 3 Tagen von selbst wieder ab. 

Fast jeder kennt Magen-Darm-Infektionen (Gastroenteritis) mit Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen und -krämpfen, Durchfall und manchmal auch Fieber. Oft spricht man von Magen Darm-Grippe, obwohl diese Infekte mit der echten Grippe (Influenza) nichts zu tun haben.

Sehr häufig sind säureresistente und sehr ansteckende Noroviren bei Erwachsenen und Rotaviren bei Kindern die Ursache. Übertragen werden sie durch Schmier- aber auch Tröpfcheninfektionen.

Bewährte Hausmittel: Roher Apfel und Karottensuppe

Solche Erkrankungen verlaufen in unseren Breiten meist gutartig und bedürfen keiner besonderen Behandlung. Drei Tage Bettruhe und Schonkost zur Entlastung des Darms sind in der Regel ausreichend. Pfefferminz- und Ingwertee wirken gegen Übelkeit und sind eine willkommene Flüssigkeitsquelle. Bewährte Hausmittel gegen Durchfall sind geriebener roher Apfel und Karottensuppe (Cola und Salzstangen sind nicht geeignet!).

Magen-Darm-Infektionen bei Kindern

Vorsicht bei Magen-Darm-Infektionen ist aber bei Säuglingen und Kleinkindern geboten. Durchfall kann einen sehr hohen Verlust an Flüssigkeit und Mineralien zur Folge haben, der in schweren Fällen zu lebensgefährlicher Austrocknung und Komplikationen wie Herzrhythmusstörungen und Nierenversagen führen kann. Auch bei älteren Menschen und Patienten mit einer Vorerkrankung kann es zu schwerwiegenderen Problemen kommen.

Gefährlich sind auch hochansteckende Magen- Darm-Infektionen wie Cholera, Typhus oder Paratyphus; sie sind bei uns meldepflichtig. Die Behörden informieren müssen Ärzte ebenfalls, wenn Magen- Darm-Infektionen viele Menschen betreffen können: z.B. bei der Herstellung von Lebensmitteln (man erinnert sich an die EHEC-Epidemie), in der Gastronomie oder Gemeinschaftsverpflegung (Kindergärten, Seniorenheime). Dies gilt beispielsweise für bestimmte Escherichia-coli-Bakterien, Salmonellen sowie die Noro- und Rotaviren.

Im Übrigen können auch Medikamente, die den Säuregehalt des Magens verringern – z.B. Mittel gegen Sodbrennen – Magen-Darm-Infekte begünstigen.

Autorin: Dr. Claudia Rawer, 04.2016

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