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Was hilft gegen Sodbrennen?

Tipps zur Vorbeugung & Hausmittel gegen Sodbrennen

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Aufstoßen kann u.a. durch Luftschlucken, hastiges Essen oder verminderte Verdauungssäften bedingt sein. Damit es erst gar nicht zu Sodbrennen kommt bzw. das nächste Aufstoßen verhindert wird, kann man einiges tun!

Schulmediziner verschreiben Medikamente, deren neueste Generation «Protonenpumpenhemmer» (PPI) genannt wird. Sie hemmen ein Enzym, das Salzsäure aus der Magenschleimhaut in den Magen befördert. Obwohl die Mittel als gut verträglich und sicher gelten, sollte man sie nicht ohne ärztlichen Rat oder Rückfrage bei Apotheken einnehmen. Es handelt sich dabei um eine symptomatische, nicht um eine ursächliche Behandlung.

Seit geraumer Zeit werden auch endoskopische Operationstechniken erprobt, die die Funktion des unteren Schließmuskels der Speiseröhre wiederherzustellen versuchen. Hierzu sind jedoch noch wissenschaftliche Studien erforderlich.

Sodbrennen natürlich behandeln

Als einfache erste Maßnahmen kann man ein Glas Wasser trinken oder langsam ein Stück trockenes Brot verzehren. Dies verschafft in der Regel sofort Linderung. Bei akuten Beschwerden hilft kurzfristig Heilerde. Die ganz fein gemahlenen Tonmineralien der Heilerde können überschüssige Magensäure binden. Gleichzeitig verdickt die aufquellende Tonerde den Stuhl und wirkt so Durchfall entgegen. Darüber hinaus hemmt Heilerde die Aktivität von Bakterien. Auch langfristig kann Heilerde wirken: Ein bis zwei Esslöffel in Wasser oder Tee, vor den Hauptmahlzeiten eingenommen, sorgen für eine Beseitigung oder Linderung von Funktionsstörungen im Magen-Darm-Trakt. 

Kurkuma bei Sodbrennen

Kurkuma: Gewürz und Heilpflanze. Foto: 123RF/HJ Schneider

Diese Pflanzen helfen bei Sodbrennen

  • Die Tonminerale der Heilerde wirken kurz- und langfristig
  • Mit einem Tee aus Liebstöckelwurzeln, Kamille, Melisse, Schafgarbe oder Tausendgüldenkraut schonen Sie Ihren Magen.
  • Als Sofortmaßnahme gegen das unangenehme Brennen in der Speiseröhre empfiehlt es sich, einige trockene Haferflocken oder ein Stück trockenes Brot gründlich zu kauen.
  • Machen Sie eine Kur mit dem frischgepressten Saft einer Kartoffel, den Sie mit der 2- bis 3-fachen Menge lauwarmen Wassers verdünnen. Morgens auf nüchternen Magen und abends, bevor Sie zu Bett gehen, trinken. Etwa fünf bis sechs Wochen lang
  • Kurkuma kann sowohl als Gewürz,  als auch als Heilpflanze gegen Sodbrennen eingesetzt werden
  • Arzneimittel aus der Süßholzwurzel habe eine entzündungshemmende Wirkung

Kartoffelpresssaft und Tees

Vor dem Essen Saft aus rohen Kartoffeln trinken. Kartoffelpresssaft gibt es als Fertigpräparat. Aus Liebstöckelwurzeln kann man einen Tee bereiten, der gegen Sodbrennen hilft.  Eine oder auch mehrere Tassen ungezuckerten Kräutertee mit Kamille, Melisse oder Schafgarbe trinken. Kamille und Schafgarbe wirken zusätzlich entkrampfend, ebenso Fenchelsamen. Den Tee aus getrockneten Blättern des Annattostrauchs kann man nutzen, um sich von Sodbrennen zu befreien, das durch zu stark gewürztes Essen hervorgerufen wird. Wacholderbeeren und Wachholderbeeröl gelten ebenfalls als hilfreich.

Sollte man Tee bevorzugen, ist es besser, Produkte zu wählen, die den Forderungen des Europäischen oder Deutschen Arzneibuchs entsprechen. Diese bekommt man nur in der Apotheke oder der Drogerie.

Liebstöckel bei Sodbrennen

Tee aus der Wurzel des Liebstöckels hilft dem Magen. Foto: W. Jost

Kurkuma bei Sodbrennen

Heilpflanze und Gewürz: Kurkuma Das südasiatische Gewürz Kurkuma (Gelbwurz oder Turmerik) hilft gegen verschiedene Verdauungsprobleme – auch bei Sodbrennen. Bei leichten Problemen kann man die Speisen damit würzen. In schwierigeren Fällen hilft Kurkuma auch, wenn man es zusätzlich zu sich nimmt, wobei man von einer Tagesdosis von zwei Gramm ausgeht. Als Gewürz erhält man Kurkuma sogar in Bioqualität. Es schmeckt bitterscharf und wird industriell auch als Bestandteil von Senf, Worcestersaucen und vor allem für Currymischungen eingesetzt.

Süßholzwurzel heilt den Magen

Süßholzwurzelsaft (in Präparaten auch zusammen mit Kalziumkarbonat und Magnesiumoxid) hilft bei Reflux als mildwirkendes Arzneimittel. Der Extrakt des Süßholzes ist die Lakritze, auch als Bärendreck bezeichnet. Verwendet werden die ungeschälten oder geschälten Wurzeln und die Ausläufer der Pflanze. Die Süßholzwurzel enthält Flavonoide und Saponine, die eine schleimhautschützende, entzündungshemmende Wirkung besitzen.

Hauptwirkstoff ist das Saponin Glycyrrhizin, das auch der Lakritze ihren charakteristischen Geschmack verleiht. Diese Wirkstoffe kann man in Form von Süßholzsaft, Tee, Tinktur, Tablette bzw. Lakritze in Stangenform zu sich nehmen. Präparate erhält man in gut sortierten Apotheken.

Süßholzwurzel Magenprobleme

Der Saft der Süßholzwurzel hilft als pflanzliches Arzneimittel. Foto: 123RF/A.Scisetti

Mit dem Genuss von Lakritze oder der Einnahme von Süßholzwurzel-Präparaten sollte man es jedoch nicht übertreiben. Man sollte sie nicht länger als vier bis sechs Wochen einsetzen, und fünf bis 15 Gramm Süßholzwurzel pro Tag gelten als Maximaldosis, wenn keine andere Dosierung verordnet wurde. Der Einfluss der Glycyrrhizinsäure kann zu Wasseransammlungen im Gewebe führen. Ausserdem drohen hohe Kaliumverluste und Bluthockdruck. Insbesondere bei schon bestehendem Bluthochdruck und bei eingeschränkter Herz- und Nierenfunktion darf der Saft also nicht eingesetzt werden.


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