A.Vogel Blog – Grüne Welt

Blog für Rezepte, Natur und Lebensfreude. Mit Tipps für gesunde Ernährung, naturnahes Gärtnern und mehr Wohlbefinden.

5 Tipps: nachhaltig schenken mit Sinn

von Heike Mühldorfer, am 2 Dezember 2014, A.Vogel, Buchtipp, Lifestyle, Nachhaltigkeit

Nachhaltig schenken ist schön! Denn es macht besonders viel Spaß, wenn man beim Schenken nicht den reinen Konsum, sondern Menschen und Umwelt im Blick hat. Das geht einfacher als gedacht, spart viel Zeit und funktioniert oft auch noch sozialverträglich. Probieren Sie es aus!

Beim Schenken die Welt (ein wenig) retten

Es kann gelingen, den alljährlichen Geschenkemarathon auf eine nachhaltige Weise zu bewältigen. Das spart Zeit und Rohstoffe, vermindert den klimaschädlichen Ausstoß von CO2 durch Herstellung und Transport, stützt die örtlichen Fachhändler und kann sogar Gutes bewirken. Ich habe fünf überzeugende Ideen gefunden:

screenshotzeitstattzeug

Nachhaltig schenken heißt auch Zeit statt Zeug verschenken – das geht auf dem gleichnamigen Internetportal. © screenshot zeig-statt-zeug.de

 

Zeit statt Zeug verschenken

Eine Internetseite gibt dem eigentlichen Sinn des Schenkens seinen Raum wieder: “Zeit statt Zeug” will, dass wir uns gegenseitig mehr Zeit schenken, anstatt Zeug anzuhäufen. Da geht es um “Waldluft statt Parfum”, “Nackenmassage statt Schal” oder “Fotos gucken statt Fotoapparat”. Das beste dabei: Zum einen bleibt die ganze Zeit, die sonst fürs Suchen von geeigneten Geschenken verprasst wird, für gemütliche Stunden mit einer Tasse Tee, den Spaziergang oder zum Seele baumeln lassen und zum anderen ist die Freude bei Beschenktem und Schenkendem gleichermaßen groß, da beide gemeinsam eine gute Zeit miteinander verbringen werden – und das ist es doch, was uns glücklich macht!

“Zeit statt Zeug” funktioniert für Oma, Opa, Mama, Papa, Kinder, Neffen, Nichten, Freunde, Verwandte und Nachbarn gleichermaßen. Voraussetzung: Eine gültige E-Mail-Adresse des Beschenkten. Dann heißt es nur noch Idee aussuchen oder selbst kreieren, Dekor der Grußkarte bestimmen, Namen einsetzen, kurzen Gruß schreiben und dann noch den Termin festlegen. Und per E-Mail schenken.

www.zeit-statt-zeug.de

Ein Buch mit Tipps für nachhaltigen Lifestyle. © Residenz Verlag

 

Buch und Online-Präsenz mit alltagstauglichen Ideen für eine bessere Welt

Sogar den Treibhauseffekt kann man mit dem richtigen Geschenk abmildern: Autor Thomas Weber, Herausgeber des österreichischen Magazins für nachhaltigen Lebensstil Biorama, stellt in seinem Buch „Ein guter Tag hat 100 Punkte … und andere alltagstaugliche Ideen für eine bessere Welt“  überraschende Anregungen und Einfälle vor, die den Klima-Fußabdruck jedes einzelnen mindern können. Und das ganz ohne erhobenen Zeigefinger und mit jeder Menge Nachahmungspotential. Basierend auf der Open-Source-Kampagne im Netz www.eingutertag.org werden alle Produkte des Alltags sowie alltägliches Tun mit Punkten bewertet – vom ersten Kaffee des Tages, über die Fahrt zum Arbeitsplatz, Computernutzung bis hin zum abendlichen Fernsehen –, die auf den entsprechenden CO2-Ausstoß zurück gehen. Und mehr als 100 Punkte pro Tag sollte niemand „verbrauchen“. Deshalb rät Weber: „Iss bedrohte Tiere“, oder „Miete eine Waschmaschine“ und „Werde Mundräuber“. Das klingt nicht nur lustig, sondern macht Lust darauf, die Aktivitäten umzusetzen. Dieses Buch werde ich sicher verschenken – auch an mich selbst. Und dazu gibt es natürlich den Link zu www.eingutertag.org, wo sich auch noch Spiele und Memorys zum Thema finden.

Wer noch mehr über den Autor und seine Ideen zum Buch erfahren möchte, auf Utopia.de gibt es ein Interview mit Thomas Weber http://www.utopia.de/magazin/interview-guter-tag-100-punkte

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Kauf lokal – die neue Initiative von Einzelhändlern. © buylocal.de

 

Schenken ohne Amazon: Buy local!

Immer mehr Einzelhändler schließen sich zusammen und setzen sich dafür ein, den lokalen Einzelhandel zu erhalten und zu stärken. „Buy local“-Läden erkennt man am orangefarbenen Logo mit dem Eichhörnchen. 500 Händler haben sich bereits dazu bekannt und wollen mit ihrer Initiative Arbeitsplätze vor Ort schaffen, Steuern vor Ort zahlen, lokale Projekte unterstützen, faire Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter sichern und auch noch das durch die kleinen Geschäfte geprägte individuelle Stadt- und Straßenbild sichern. Bei machen Händlern kann man auch online ordern, doch anders als beim anonymen Einkauf auf Amazon & Co. stehen hier persönliche Beratung und familiäres Einkaufsflair im Vordergrund. Aus Klimasicht empfiehlt sich aber sowieso, die Geschäfte vor Ort aufzusuchen. Bücher bestelle ich gerne telefonisch in meiner Buchhandlung des Vertrauens, gleich ums Eck. Die zugehörige ISDN-Nummer findet sich ganz schnell im Internet.

www.buylocal.de

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© denkwerk.com

 

Und wenn schon online shoppen, dann für einen guten Zweck

Social Shopping oder Charity Shopping nennt sich ein junger Trend beim Online-Kauf: Hierbei profitieren bestimmte soziale und ökologische Initiativen je Einkauf. Dazu muss sich der Käufer über eine spezielle Portalseite auf den gewünschte Shop begeben. Für jede dieser Weiterleitungen zahlt der gewählte Shop eine Provision an die Portalseite, die dann anteilig an verschiedene Hilfsorganisationen ausgeschüttet wird. Spenden beim Einkauf! Einige Links zu beteiligten Online-Portalen stellt die Internetplattform Reset.org bereit: http://reset.org/act/nebenbei-spenden-dank-charity-shopping. Auch der WDR hat in Sachen Social Shopping recherchiert und empfiehlt drei Online-Buchportale, die einen gewissen Anteil an Umsatz oder Gewinn für gute Zwecke abführen:

Ecobookstore.de unterstützt mit monatlichen Spenden die Initiative „Rettet den Regenwald e. V.“. Die Höhe der Summe und ein Spendenbeleg werden auf der Homepage veröffentlicht.
Buch7.de, bei dem viele ehrenamtliche Mitarbeiter mitwirken, spendet 75 Prozent des Gewinns an diverse soziale Zwecke.
Fairbuch.de spendet zwei Prozent des Kaufpreises an die Kindernothilfe.

Mehr darüber erfahren Sie in der Mediathek: http://www1.wdr.de/fernsehen/ratgeber/servicezeit/sendungen/fairesonlineshopping100.html

 

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© Wilhelmine Wulff / pixelio.de

 

Grußkarten verschicken, die Sinn stiften und lokal helfen

Nachhaltig im Sinn von wirkungsvoll für Mensch und Natur verschenkt man auch immer dann, wenn über die Verkaufserträge Gemeinden und Initiativen vor Ort gestützt werden. Nicht nur Unicef (https://grusskarten.unicef.de/grusskartenshop) bietet Grußkarten für diesen guten Zweck an. Die Organisation Survival, die Gesellschaft für Indigene Völker, verkauft in ihrem Onlineshop http://www.survivalinternational.de/spenden/shop neben Karten auch noch Bücher, Kalender und Schmuck. Und auch eine kleine Initiative aus Heubach (Nähe Stuttgart) vertreibt in ihrem Kartenshop von Menschen aus dem Armenviertel Laderas/Lima in Peru gestaltete Grußkarten. Die Einnahmen gehen zu 100 Prozent an die Beteiligten vor Ort. http://www.kartenwerkstatt-peru.org

 

Wie halten Sie es in diesem Jahr mit dem Schenken? Haben Sie noch nachhaltige Geschenkideen? Ich bin gespannt darauf! Schreiben Sie über Ihre Erfahrungen und Idee einfach hier als Kommentar. 

Text: Heike Mühldorfer

 

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Reaktionen

  • Tino, vor 4 Jahren

    Gut zu wissen, denn ich hab noch nichts.

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