A.Vogel Blog – Grüne Welt

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Arthurs Tochter kocht: Fruchtiges Dessert mit Brombeeren

von Heike Mühldorfer, am 30 September 2014, A.Vogel, Rezepte, Trend
A.Vogel Brombeersülzchen Rezept

An den letzten frostfreien Herbsttagen gibt es noch wunderschöne, vitaminstrotzende Brombeeren vom Strauch. Astrid Paul aka Arthurs Tochter kocht heute daraus ein feines Sülzchen. Und friert die restlichen Beeren vorausschauend für den Winter ein. 

 

Die Brombeere ist ein kleines Wundermittel und vielfältiger als gemeinhin bekannt. Sie ist die reinste Vitaminbombe, 100 Gramm davon, also etwa 20 Beeren, decken bis zu einem Drittel des täglichen Bedarfs an Vitamin C. Aufgrund ihrers Wohlgeschmacks sind Brombeerblätter in vielen Früchtetees enthalten und in fermentierter Form werden sie von den Chinesen als coffeinfreie Teevariante genutzt. Bereits der berühmteste Pharmakologe des Altertums, Pedanios Dioskurides (40 – 90 n. Chr.) beschrieb ihre pharmakologischen Wirkungen in seinem Werk “materia medica”, dem Vorläufer der heutigen Homöopathie. Als Militärarzt, u.a. der Kaiser Claudius und Nero, setzte er Brombeeren und ihre Blätter vor allem ein, um die Verdauung der römischen Soldaten zu stabilisieren. Bis heute werden Brombeerblätter in der Naturheilkunde für Aufgüsse bei Neurodermitis oder Auszüge der Brombeere gegen  Entzündungen im Mund-Rachenraum empfohlen.

Cremig-fruchtige Verführung zum Schlemmen

Rezept Brombeersülzchen feines Dessert mit Brombeeren

Arthurs Tochter kocht heute für uns mit den letzten Brombeeren der Saison ein feines Sülzchen zum Dessert. © Astrid Paul für A.Vogel

Das köstliche Dessert schmeckt hervorragend mit frischen Brombeeren, die es von Juli bis in den Oktober gibt und die mich mit ihrem phantastischen Aroma begeistern. Das Rezept fürs Brombeersülzchen funktioniert aber auch mit tiefgekühlten Früchten. Weiter unten verrate ich Ihnen, wie Sie die Beeren ganz einfach frosten.

Feine Brombeersülzchen

Für 4 Portionen benötigen Sie:

1 kg Brombeeren, davon mindestens 20 Stück zur Seite gelegt (TK-Beeren bitte auftauen).

5 Blätter Gelatine á 2 g, 1 Beutel Gelatinepulver

130 g brauner Zucker

Saft von 1 Limette

300 g Sahne, 100 g Crème fraîche

Und so geht´s: 

  1. Gelatineblätter in reichlich kaltem Wasser einweichen.
  2. Brombeeren mit dem Zucker sehr gründlich pürieren und anschließend durch ein feines Sieb streichen, so dass alle Kerne zurückbleiben. Limettensaft zum Brombeermus geben.
  3. Ca. 5 EL des Brombeermus in einem Topf erhitzen und darin die gründlich ausgedrückten Gelatineblätter auflösen. Anschließend die Gelatine-Brombeer-Mischung wieder mit dem restlichen Brombeermus verrühren.
  4. Das Gelatinepulver gründlich mit einem Schneebesen in die Sahne einrühren. Wenn die Sahne dabei ein wenig geschlagen “anzieht” ist das ein gewollter Effekt, der die Creme ein wenig fluffiger werden lässt.
  5. Vier kleine Sturzgläschen mit Frischhaltefolie auslegen. Das geht besser, wenn die Gläschchen und Ihre Finger feucht sind.
  6. Je drei Brombeeren auf den Boden der Gläser geben und anschließend gleichmäßig verteilt die Sahne aufgießen.
  7. Jetzt kommen die Gläser kurz ins Gefrierfach, sodass die Sahne fest wird. Das dauert ca. 15 Minuten.
  8. Gläschen aus dem Gefrierfach nehmen, das Brombeermus auf die feste Sahne füllen. Die Gläschen für ca. 5 Stunden im Kühlschrank gut durchkühlen, damit die Creme fest wird.
  9. Vor dem Servieren stürzen Sie die Gläschen auf Teller und entfernen vorsichtig die Folie. Garnieren Sie das Sülzchen mit einem Klecks Crème fraîche und einigen Brombeeren.

Frischetresor: Brombeeren einfrieren

Um sich das ganze Jahr an Geschmack und Wirkung der Brombeere zu erfreuen, können Sie die Früchte ganz leicht einfrieren. Sie legen sie nebeneinander auf ein Blech und frieren sie so im Tiefkühler an. Anschließend können Sie sie in einen Beutel füllen und weiter frieren lassen. Für den sofortigen Verzehr sollten Brombeeren im Kühlschrank nicht länger als zwei bis drei Tage aufbewahrt werden und dies stets nur nebeneinander liegend. Ich lege mir die Früchte immer auf ein Stück Küchenkrepp, damit sie weich liegen und eventuell austretender Saft direkt aufgesogen wird. Denn liegen sie erst einmal in ihrem eigenen Saft, faulen sie besonders schnell.

 

Astrid Paul ist Privatköchin, Buchautorin und Food-Bloggerin. Als Arthurs Tochter und jetzt auch in der „Grünen Welt“ teilt sie ihre Sicht einer gesunden Küche und immer ein wunderbar fotografiertes trendiges Rezept.

 

Text, Fotos und Rezept: Astrid Paul für A.Vogel, www.arthurstochterkocht.de

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