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Achtung, Hitzewelle! 5 extrakühle Tipps

von Heike Mühldorfer, am 3 Juli 2015, Gesunde Ernährung, Gesundheit, Lifestyle, Trend, Wohlfühlen

Uff! Was für eine Hitze! Da ist allein das Denken schon anstrengend. Ich sehne mich nach Badesee statt Bildschirm, doch auch dafür heißt es, gut vorbereitet zu sein. Denn egal ob im Job oder bei Hitzefrei – der Körper muss mit den tropischen Temperaturen erst mal zurecht kommen. Über 40 Grad haben die Wetterfrösche für die nächsten Tage vorhergesagt, da hilft nur: Cool bleiben und südliche Rituale imitieren. Und vor allem trinken, trinken, trinken.

Lauwarm trinken ist besser

Auch wenn der Eistee lockt und im ersten Moment besonders erfrischend wirkt, gegen Durst hilft Lauwarmes besser. Dann muss der Körper keine Energie aufwenden, um Wasser oder Schorle auf die etwa 37 Grad Körpertemperatur zu bringen. Auch das Wie ist entscheidend: in kleinen Schlucken trinken. Und vor allem mehr als sonst, eher drei Liter über den Tag verteilt, um durchs Schwitzen verlorene Flüssigkeit wieder aufzufüllen.

gezeichnetes Rezept Infused Water Infusion Gurke, Ingwer, Minze

Ist auch bei Hitze ideal: Mit frischem Ingwer, Gurkenscheiben oder Zitronen-Minze-Mix schmeckt Wasser einfach nach mehr! © Illustration: Sabrina Krämer für A.Vogel

Isotonisch trinken und salzig essen

Mit dem Schwitzen verliert der Körper auch Mineralstoffe – deshalb zu Spa-Water mit Gurke (wir hatten das Thema Power Booster Wasser schon mal hier) oder Zitrone, Saftschorle oder auch alkoholfreiem Bier greifen. Denn das liefert notwendige Elektrolyte in der richtigen Zusammensetzung. Wasserreiche Obst- und Gemüsesorten wie Melone, Beeren, Gurken und Tomatenschnitze mit ein wenig Herbamare® Frischkräutersalz helfen dabei, die Depots wieder aufzufüllen. Wie wär´s mit einer Gazpacho? Die kalte, spanische Suppe ist mittlerweile das Standardgericht in unserer Familie für heiße Sommertage. Dazu je 1 rote und gelbe Paprikaschote, 4 Tomaten und ein Glas Flaschentomaten, 1 Zwiebel, 1 Knoblauchzehe und 1 EL Olivenöl im Mixer pürieren. Gurke in feine Würfel schneiden und mit etwas gecrushtem Eis darunterühren, mit Frischkräutersalz, Pfeffer und etwas Chilipulver abschmecken.

Richtig duschen

Wie beim Trinken gilt auch beim Duschen: Lauwarm ist besser! Dadurch wird der Körper sanft gekühlt. Bei der eiskalten Dusche würde zuerst die Durchblutung der Haut gedrosselt, um die Wärme im Körperinnern zu halten. Und das zu regulieren, würden dann die Gefäße geweitet, die Haut würde sehr stark durchblutet und dadurch schwitzt man erst recht.

Leben wie im Süden

Am liebsten orientiere ich mich bei Hitze an Menschen, die Erfahrung damit haben. Warum nicht wie im Urlaubsland mittags Siesta halten? In Spanien oder Italien findet das Leben vormittags und dann wieder am späten Nachmittag bis spät in die (laue) Nacht statt. Und wer trotzdem während der gröbsten Hitze unterwegs sein muss: Nicht umsonst hüllen sich Menschen aus tropischen Gefilden in locker sitzende, flatternde Gewänder. Damit funktioniert der Wärmetausch besser. Also lieber Flatterrock oder Pluderhose und eine weite Bluse anziehen, als den Mini mit Top.

Bloß kein Sonnenstich!

Zu große Hitze kann dazu führen, dass der Kreislauf überlastet ist. Vorsicht ist geboten, wenn sich Erschöpfung, Übelkeit, Benommenheit, Kopfschmerzen oder Schwindelgefühle einstellen. Dann hilft nur: Ab in den Schatten oder in den kühlsten Raum im Haus, sofort etwas trinken und Salzstangen knabbern oder Melone essen. Und davon haben wir ja als Hitzeprofis immer genügend im Haus.

Was ist dein Hitzetipp? Ich bin schon gespannt, wie du der Hitzewelle Kontra gibst. Und natürlich hilft ein erfrischendes Bad im See – heute am späten Nachmittag, wenn die größte Hitze vorüber ist, werde ich mich mal Richtung Wasser begeben.

Text und Foto: Heike Mühldorfer, Illustration: Sabrina Krämer


Aus dem kleinen Doktor:

Alfred Vogel schrieb im «Kleinen Doktor» Folgendes:«Wenn in unserem grünen Land, das nicht arm an Kälte und Niederschlägen ist und eigentlich keine Dürre kennt, zur Sommerzeit der Seufzer laut wird: „Ach, diese Hitze“, dann erinnert mich dies immer wieder an einen Besuch bei einem gastfreundlichen Beduinen, der sein Zelt mitten in der Wüste aufgeschlagen hatte. Vor Hitze vibrierte damals die Luft, und unter dem schwarzen Ziegenhaargewebe des Zeltbehanges mochte es im Schatten 40 Grad gehabt haben. Dennoch bewirtete mich der bärtige Mann, durch dessen Gesicht sich bereits die Furchen des Alters zogen, mit heissem Tee. Erstaunt wollte ich wissen, was der Grund seines Vorgehens war, und erhielt die Antwort, dass es grundfalsch sei, bei grosser Hitze eisgekühltes Wasser zu trinken, da dieses, wie auch süsse Getränke, den Durst nur mehre, statt ihn zu stillen. Auch für die Gesundheit sei dieses Vorgehen schädigend.

Damals zweifelte ich noch an der Tatsache dieser Aussage, erhielt sie aber mit der Zeit durch entsprechende Erfahrungen bestätigt. Bei grosser Hitze helfen heisse Getränke oder saftige Früchte wirklich den Durst am besten stillen. Auch zieht man sich dadurch keine Erkältungen und Katarrhe zu, was möglich ist beim hastigen Genuss eisgekühlter Getränke.» Aus: Alfred Vogel, „Der kleine Doktor“ (Seite 730f.).

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Reaktionen

  • Tino, vor 3 Jahren

    Schuhe aus im Büro

  • Walterspacher Edith, vor 3 Jahren

    Hab gerade ein kühles Unterarmbad nach Kneipp im Waschbecken gemacht.
    Hat super den inneren Thermostat runter gefahren.
    Edith

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