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NEWS: Hoher Blutdruck: Vorsicht bei Grüntee

von Tino Richter, am 8 April 2014, Aktuelles Thema Gesundheits-Nachrichten, Gesundheit, Gesundheits-News
hoher Blutdruck grüner Tee

Wer wegen zu hohen Blutdrucks Medikamente einnehmen muss, sollte auf Grüntee verzichten. Foto: 123RF/ Goodluz.

Wer regelmäßig blutdrucksenkende Medikamente nehmen muss, sollte auf den Genuss von Grüntee verzichten. Forscher der Universität Erlangen in Nürnberg haben gemeinsam mit japanischen Kollegen festgestellt, dass die im Grüntee enthaltenen Katechine diese Medikamente abschwächen können.

Für die Studie trank eine Test-Gruppe zunächst zwei Wochen lang täglich etwa vier Tassen grünen Tee. Anschließend wurde ihnen eine Tablette des Betablockers Nadolol verabreicht. Danach prüften die Forscher die Konzentration des Wirkstoffs im Blutplasma und kontrollierten außerdem den Blutdruck der Freiwilligen. In einer zweiten Testreihe wurde der grüne Tee durch Wasser ersetzt. Das erstaunliche Ergebnis: Nach dem Grüntee-Genuss lag der Nadololspiegel im Blut der Testpersonen rund 85 Prozent unter dem Vergleichswert. Folglich war auch die blutdrucksenkende Wirkung des Medikaments deutlich vermindert. Ob grüner Tee auch andere Medikamente hemmt, können die Forscher zumindest nicht ausschließen. Sie vermuten, dass die Grüntee Katechine ein Protein in der Darmschleimhaut blockieren, das als Arzneistofftransporter bekannt ist.

Natürliche Tipps für Blutdrucksenkung:

• nicht Rauchen
• Bewegung, 3-5-mal die Woche à 30 Minuten
• Besser essen
• Stress reduzieren

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Mehr Tipps zur natürlichen Blutdrucksenkung gibt’s in den aktuellen «Gesundheits-Nachrichten» www.gesundheits-nachrichten.de

Grüntee vermindert Krebsrisiko bei Frauen

Der Einfluss von grünem Tee auf das Krebsrisiko ist jedoch seit Längerem Gegenstand von Untersuchungen. US-Forscher des Vanderbilt Epidemiology Centers belegen, dass Frauen mit regelmäßigem Teekonsum ihr Krebsrisiko verringern. Die Daten stammen aus einer Umfrage mit 75 000 Chinesinnen mittleren und fortgeschrittenen Alters. Die Auswertung ergab: Frauen, die mindestens sechs Monate lang mindestens dreimal pro Woche grünen Tee tranken, wiesen ein um 17 Prozent geringeres Risiko auf, an einem Krebs des Verdauungssystems zu erkranken. Je mehr konsumiert wurde, desto kleiner wurde auch die Krebsgefahr. Bei Frauen, die seit 20 Jahren regelmäßig grünen Tee tranken, verringerte sich das Risiko gar um 27 Prozent. Raucherinnen und Frauen, die Alkohol konsumiert hatten, waren von der Studie ausgenommen. Grüner Tee enthält Polyphenole, die freie Radikale binden. Gerbstoffe aktivieren Körperenzyme, welche die krebserregenden Stoffe in den Zellen unschädlich machen. Allerdings sollte man beim Kauf auf Bio-Qualität achten, da laut der Zeitschrift «Öko-Test» viele grüne Tees mit bis zu 14 verschiedenen Pestizidrückständen belastet sind.

Autor: Tino Richter Quellen: Science Daily, scinexx.de, «Gesundheits-Nachrichten» Mai 2014

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Reaktionen

  • Sabina Holm, vor 1 Jahr

    Was bei solchen Artikeln leider nie steht ist, ob man in dem Fall komplett auf grünen Tee verzichten sollte, oder nur nicht die Tabletten damit einnehmen, oder einen zeitlichen Abstand halten sollte. So ist die Aussage doch wenig hilfreich.

    • Tino Richter, vor 5 Monaten

      Liebe Sabina, wie im Artikel beschrieben, wird empfohlen komplett auf Grüntee zu veruzichten. Es hängt jedoch stark von der Sorte ab, wie hoch der Gehalt an Katechinen ist. Der kann je nach Sorte und Zubereitungsart stark variieren. Wenn du regelmässige Grünteetrinkerin bist, empfehlen wir, die maximale Menge mit einem Arzt abzusprechen.

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