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Basische Ernährung: Gut für den Säure-Basen-Haushalt

von Heike Mühldorfer, am 23 November 2016, basische Ernährung, Gesunde Ernährung

Basische Ernährung – was steckt dahinter, was bringt es, wie geht es? Gerade jetzt im Winter brauchen wir eine gesunde Ernährung, die den Körper entlastet. Ich hab mir mal immer wieder diskutierte Fragen um den Säure-Basen-Haushalt vorgenommen und ein paar Antworten darauf. Schon mal vorweg: Wer immer auf viel (rohes) Gemüse setzt, hat es leicht.

Worum geht es eigentlich beim Säure-Basen-Haushalt? Das Maß der Dinge ist der pH-Wert des Blutes, der schwach basisch bei 7,4 (±0,5) liegen sollte. Unser Organismus gibt alles und setzt verschiedene Puffersysteme ein, um diesen Wert zu halten. Vor allem Ernährung und Lebensweise entscheiden darüber, wie sehr die Puffer nötig sind. Basische Lebensmittel wie  Gurken, Kürbis, Blattsalat, Mangold, Spinat, Sprossen und Weißkohl oder Zucchini enthalten viel Kalzium, Kalium, Magnesium, Natrium und Eisen. Diese Mineralien helfen dem Körper dabei, einen ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt einzustellen. Das unterstützt die Verdauung, verleiht Energie und unterstützt sogar das Immunsystem. Auch Weizengras, frische Kräuter, Sojaprodukte wie Tofu, Samen, Körner, Pflanzenmilch und Obst sind basisch.

Warum basische Ernährung?

Säurebildner dagegen finden sich bei Fleisch, Fisch, Eiern, Milch und Käse, Zuckrigem und Limo, Alkohol oder Fast Food mit vielen Zusatzstoffen. Auch Brot, Hefegebäck und weißer Reis oder helle Nudeln zählen dazu. Wenn wir viel davon essen, muss der Organismus Mineralstoffe aus den Depots (Knochen, Zellen) ins Blut geben oder die Säuren einlagern, damit der pH-Wert nicht sinkt – ein Kreislauf, den wir durch eine geschickte Lebensmittelauswahl positiv beeinflussen können. Um zum Beispiel nicht auf Nudeln verzichten zu müssen, einfach die Vollkornvariante wählen, statt süßer Schokolade frisches Obst wählen, Milch mit pflanzlichen Drinks ersetzen.

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Green Smoothie mit Spinat und reifem Obst: perfekt für die basische Ernährung. Foto ©:123rf.com / jenifoto

Gut fürs Säure-Basen-Gleichgewicht: Bitterstoffe, Vitamine, Chlorophyll

Es gibt noch weitere Faktoren, die eine basische Ernährung fördern: Bitterstoffe regen im Organismus die körpereigene Bildung von Basen an. Antioxidantien, Vitamine, sekundäre Pflanzenstoffe, Chlorophyll vitalisieren den Körper vitalisieren und unterstützen das Immunsystem. Frisches Gemüse und Obst enthält viel Wasser und unterstützt so die Arbeit der Nieren. Pflanzen-Drinks und Smoothies, Mandelmus-Dressing und gesunde Öle tragen ihren Teil zur basischen Ernährung bei. Zu wenig Trinken, Stress und Hektik behindern den Körper übrigens bei seinen Bemühungen enorm.

 Mehr davon: Bewegung draußen und Entspannung

Deshalb ist es genauso wichtig vernünftig zu essen, wie den Körper dabei zu unterstützen, saure Stoffe wieder loszuwerden. Lange Spaziergänge, Walking oder Radfahren – auch bei schlechtem Wetter – bringen die Atmung in Schwung, aktivieren die Schweißdrüsen, darüber können ungünstige Stoffwechselprodukt aus dem Körper gelangen.  Entspannende Phasen sorgen nicht nur für gute Laune, sondern auch für eine besser Säure-Basen-Bilanz. Dazu empfehle ich noch das basische Vollbad, mit dem ihr zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen könnt: Entspannen pur und Entschlacken.

Mein Tipp rund um die basische Ernährung: Im Prinzip ist eine gut durchdachte vollwertige Ernährung mit viel Pflanzenproteinen schon die halbe Miete dafür. Dazu packt ihr möglichst noch mehr Gelassenheit im Alltag und viel Bewegung. Oder ist das unrealistisch? Wie seht ihr das?  Habt ihr das schon mal probiert? Schreibt in den Kommentar über eure Erfahrungen. Ich bin gespannt!


Eine umfangreiche Übersicht der basischen, neutralen und säurebildenden Lebensmittel findet ihr in der Übersicht.

Text: Heike Mühldorfer

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