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Bockshornklee und Joghurt bei Parkinson?

von Tino Richter, am 4 September 2014, A.Vogel, Gesundheit, Gesundheits-News, Naturheilkunde

Indische Wissenschaftler konnten in einer kleinen Studie zeigen, dass sich Bockshornklee positiv auf Parkinson-Betroffene auswirken kann. Dagegen muss die Euphorie beim Joghurt gedämpft werden.

Beim Kampf gegen Parkinson sind neben den medikamentösen Behandlungsmethoden häufig auch pflanzliche bzw. natürliche Mittel Gegenstand der Forschung, um Nebenwirkungen zu reduzieren. Parkinson-Patienten erhalten üblicherweise den Wirkstoff Levo-Dopa (L-Dopa). Bei langfristiger Einnahme treten jedoch häufig Nebenwirkungen auf. Indische Wissenschaftler sind nun auf der Suche nach einer pflanzlichen Begleitmedikation auf den Bockshornklee (Trigonelle foenum-graecum) gestoßen.

Die gewöhnlich als Gewürz verwendeten Samen der Pflanze vereinigen in sich zellschützende, antioxidative und antientzündliche Eigenschaften. Im Rahmen einer Doppelblindstudie nahmen insgesamt 50 Parkinson-Patienten im Alter zwischen 18 und 70 Jahren
über einen Zeitraum von sechs Monaten zweimal täglich eine Kapsel mit 300 Milligramm Bockshornklee oder aber ein Placebo zusätzlich zum L-Dopa ein. Die Zuteilung zu den beiden Gruppen erfolgte nach dem Zufallsprinzip. Unter dem Strich verbesserten sich in
der Bockshornklee-Gruppe die krankheitsspezifischen Symptome signifikant. Fünf von 23 Patienten aus dieser Gruppe konnten sogar den Status ihres Erkrankungsstadiums verbessern, in der Placebo-Gruppe dagegen nur einer von 19 Patienten.

Hilft linksdrehende Milchsäure?

Die Wissenschaftler vermuten, dass der pflanzliche Extrakt die Schädigung der auf Dopamin reagierenden Neuronen hemmt und somit ein Fortschreiten der Erkrankung verzögern kann. Den genauen Wirkmechanismus sowie die langfristigen Effekte des Bockshornkleesamen-
Extrakts müssen jedoch in Studien mit einer größeren Probandenzahl erst noch ermittelt werden.

Dresdner Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts fanden heraus, dass geschädigte menschliche sowie Nervenzellen von Fadenwürmern durch D-Laktat (linksdrehende Milchsäure, im Gegesatz zur rechtsdrehenden L+) und Glykolsäure (eine Fruchtsäure) vollständig wiederhergestellt werden können. Bei Parkinson werden bekanntlich Nervenzellen geschädigt und sterben ab. Linksdrehende Milchsäure kommt z.B. in Natur-Joghurt vor, der durch den Lactobacillus bulgaricus (ist im A.Vogel Joghurt-Ferment enthalten) entsteht.

Allerdings warnen Parkinson-Experten, dass dies lediglich auf etwa 5% der Betroffenen mit einem speziellen Gen-Defekt (Gen DJ) zutrifft und die Tests lediglich unter Laborbedingungen durchgeführt wurden.

 

Quellen:
Presssemitteilung des Max-Planck-Instituts
medical-tribune.de
Foto: dreamstime/Dcdigitalphot

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