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Sprossen-Brokkoli

Super-Food mit eingebautem Krebsschutz

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Brokkoli ist der Superstar unter den Keimlingen: Mit seinen wertvollen Inhaltsstoffen gilt er als Immun-Booster und wirkt krebshemmend. Schon nach vier Tagen ist Erntezeit für die knackigen Sprossen, und ab Tag 8 lassen sie sich mit grünen Blättchen als Mikrogrün ernten.  – Heike Mühldorfer 

Die Keimlinge stecken voller Senföle. Besonders bedeutsam ist die Vorstufe der Schwefelverbindung Sulforaphan – in Sprossen steckt davon bis zu 100 x soviel wie im reifen Brokkoli-Gemüse. Dieser Inhaltsstoff kann laut neuesten Studien zur Entgiftung und zum Krebsschutz beitragen (Quelle: DKFZ). Darüberhinaus strotzen Brokkolisprossen vor Mineralstoffen, Vitaminen und anderen sekundären Pflanzeninhaltsstoffen.

Wo kommt Brokkoli her?

Brokkoli hat sich in der deutschen Küche erst in den 1970er-Jahren einen Platz erobert. Wie Spaghetti und Pizza kam er aus Italien zu uns, was auch den Namen erklärt: broccoli heißt Kohlsprossen. Tatsächlich ist Brokkoli ein Kohlgewächs, gehört somit zur Familie der Kreuzblütler und ist eng mit Senf, Rucola, Kapuzinerkresse, Radieschen und Meerettich sowie dem Blumenkohl verwandt. Schon in der Antike wurden die Kreuzblütler in der Heilkunde geschätzt.

Seit Anfang der 1990er-Jahre bekannt wurde, wie bedeutsam vor allem die Sprossen und Keimlinge von Brokkoli im Krebsschutz sind, stieg nicht nur das Interesse am Gemüse. Die Menschen begannen immer öfter, Brokkolisprossen selbst zu ziehen.

Brokkolisprossen

So sehen die Brokkolisprossen nach 6 Tagen aus. Foto: ®Heike Mühldorfer

Warum sind Brokkoli-Sprossen so wertvoll?

Es ist das Senföl Sulforaphan und seine Vorstufe Glucoraphanin, das Brokkoli so wertvoll macht. Sulforaphan ist in allen Kohlarten enthalten, in besonders hohem Ausmaß aber in Brokkolisprossen. Es wirkt stark antioxidativ und entgiftend. Besonders bedeutend ist der zellteilungshemmende Effekt, der sogar bei aggressiven Krebszellen nachgewiesen werden konnte.

Beim Kauen werden aus der Vorstufe mit Hilfe des Enzyms Myrosinase die Senföle gebildet, die nicht nur für die Würze sorgen, sondern neben ihrer krebshemmenden Wirkung auch Infekte bekämpfen und in der Naturheilkunde gegen entzündliche Erkrankungen verabreicht werden.

In Brokkoli-Sprossen ist die Konzentration an Glucoraphanin bis zu 100 Mal höher als im reifen Brokkoli-Röschen. Professor Ingrid Herr vom Deutschen Krebsforschungszentrum Heidelberg berichtet, dass schon ab dem zweiten Keimtag ein sehr hoher Glucorophanin-Gehalt in Brokkoli-Sprossen vorliegt, der bis zum 12. Keimtag erhalten bleibt.

Quellen:

– DKFZ: Uni Heidelberg
– Prof.Dr.re.nat Ingrid Herr: Kreuzblütler in der Krebstherapie; erschienen bei Aktuelle Gesundheitsnachrichten, Heft 8/2012 der EANU
- Passion Chirurgie 6/14; Informationen des Berufsverbands Deutscher Chirurgen zitiert aus Uniklinikum Heidelberg

Sprossen und Brokkoli gleichzeitig essen

Da das Enzym beim Kochen zerstört wird, sollten Brokkoli-Sprossen genauso wie Brokkoli möglichst roh gegessen werden. Eine Kombination von frischen Sprossen und gedämpftem Brokkoli optimiert die Aufnahme aus dem gekochten Gemüse.

Außerdem enthalten Brokkoli-Sprossen die Mineralstoffe Eisen, Calcium, Natrium, Phosphor und Zink, die Vitamine B1, B2, B6, E, C und das Provitamin A sowie sekundäre Pflanzenstoffe, wie z.B. Antioxidantien. All diese Inhaltsstoffe tragen dazu bei, dass Brokkoli-Sprossen blutdrucksenkend, entzündungshemmend, antibakteriell sowie krebsvorbeugend und krebsbekämpfend wirken können.

Wie kann ich Brokkoli-Sprossen selber ziehen?

Wie fast jede Keimsaat müssen auch Saatkörner des Brokkoli in kaltem Wasser weichen, am besten über Nacht, jedoch mindestens 6 Stunden. Danach kommen sie in eine Keimschale, wo sie täglich mindestens 2 x gewässert und gespült werden. Die Saat darf nicht zu eng liegen, etwa 1½ EL je Keimschale genügen.

Als Dunkelkeimer sollten Brokkolisamen zuerst kein Licht abbekommen, erst wenn sich Keim-Blättchen zeigen, gehören sie an einen hellen, aber nicht zu warmen Platz (nicht in der prallen Sonne, bei ca. 20°C). Nach etwa vier Tagen sind die Sprossen genussreif.

Lässt man sie weiter sprießen, kommen sie in die oberste Etage im Sprossenturm und können als Brokkoli-Grünkraut oder sogenanntes Mikrogrün ab dem 6. und bis zum 12. Tag geerntet werden. Auch hier gilt: 2 x täglich mit kaltem Wasser besprühen. Wer nur die jungen Brokkoli-Sprossen essen möchte, kann auch ein Keimglas für die Anzucht benutzen.

 

Huch, ist das Schimmel an den Brokkoli-Keimlingen?

In den ersten Tagen des Keimprozesses können auch bei Brokkoli-Samen feine Faserwurzeln entstehen, die mit ihrem pelzig-flaumigen Aussehen auf den ersten Blick oft für Schimmel gehalten werden.

Das sind sie aber definitiv nicht, sondern nur die Vorstufen der späteren Wurzeln. Unser Tipp: Riechen die Keimlinge frisch und nicht muffig, einfach noch mal mit klarem Wasser spülen und darauf achten, dass das Wasser gut ablaufen kann und die Samenkörner nicht im Wasser liegen.

 Brokkoli Sprossen Schimmel

Foto: ®Heike Mühldorfer

Wie schmecken Keimlinge des Brokkoli?

Wozu passen sie? Sprossen und grüne Keimlinge überzeugen mit ihrem typischen, leicht kohlartigen, milden und doch pikanten Geschmack, der an Kresse erinnert. Brokkoli-Sprossen und –Grünkraut möglichst roh genießen, damit die wertvollen Inhaltsstoffe nicht durch Hitze zerstört bzw. ausgewaschen werden. Wer empfindlich auf Kohl reagiert, kann die Sprossen auch kurz blanchieren.

Am besten schmecken Brokkoli-Sprossen und -Keimlinge zu Salaten und Rohkost oder zu kurz gedünstetem Gemüse. Sie harmonieren aber auch perfekt zu fruchtiger Ananas und Kokosnuss sowie Green Smoothies. Und zu Sandwich, Fisch, Reisgerichten oder Suppe passen die feinen grünen Blättchen sowieso.

Brokkoli-Sporssen vs. Sprossen-Brokkoli

 HINWEIS  
In den Krebs-Studien ist oft die Rede von Brokkoli-Sprossen, wobei dabei unklar ist, welche Sorte genau verwendet wurde. Wir möchten darauf Hinweisen, dass sich die hier publizierten Daten nicht auf unser Sprossen-Sortiment beziehen, sondern aus der Forschungsliteratur entnommen sind.  Die von uns angebotenen «Broccoli-Sprossen» stammen von der Stängelkohl-Sorte «Cima di Rapa» (lat. Brassica rapa var. cymosa "Raab"); auch Broccoli rabe, Brokkoletti oder Rapini genannt).

 

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