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Antioxidantien

Antioxidntien schützen gegen freie Radikale

Man hat auch herausgefunden, dass eine Gruppe von Nährstoffen, die sogenannten Antioxidantien helfen können, uns vor Schäden durch freie Radikale zu schützen.

Indem wir atmen und Sauerstoff aufnehmen, setzen wir uns ständig der Gefahr vor Schädigungen durch freie Radikale aus. Mit Hilfe von Antioxidantien schützt sich der Körper, da diese mit den freien Radikalen eine Verbindung eingehen. Auf diese Weise werden die freien Radikale neutralisiert, zu stabilen, nicht schädlichen Stoffwechselprodukten umgeformt und so die Zellschädigung verhindert.

Die wichtigsten in Nahrungsmitteln vorkommenden
Antioxidantien sind u. a.:

  • Vitamin A
  • Carotinoide
  • Tocopherole
  • Vitamin C
  • Flavonoide und Polyphenole
  • Flavone (Luteolin, Apigenin)
  • Flavonole (Quercetin, Kämpherol)
  • Anthocyane

Natürliche Antioxidantien

In Samen und Fruchtschalen findet man eine Vielzahl von bekannten (aber auch von noch unbekannten) Antioxidantien. Deshalb ist es wichtig, dass wir wenn möglich das ganze Getreidekorn, den ungeschälten Apfel und die ganze Weintrauben essen. Nur so können wir das Optimum aus dem, was uns die Natur anbietet, auch für unsere Gesunderhaltung nutzen.

Wenn die Nahrung reich an frischen Früchten und Gemüsen, Vollkornprodukten, Nüssen und Samen ist, kann eine ausgewogene Zufuhr von Antioxidantien erreicht werden. Einige Lebensmittel erhalten ausserdem hochkrarätige Antioxidantien, die gegen oxidativen Stress von Bedeutung sein können.

Was sind freie Radikale und oxidativer Stress?

Sauerstoff als eine der Grundvoraussetzungen für jegliches Leben auf der Erde hat sowohl positive als auch negative Eigenschaften. Einerseits ist Sauerstoff im Stoffwechsel für die Gewinnung von Energie unentbehrlich, andererseits können einige sauerstoffreiche Verbindungen im Körper aber auch zerstörerisch wirken, indem sie Körperstrukturen wie Zellmembranen oder Erbinformationen angreifen. Diese aggressiven Sauerstoffverbindungen werden freie Radikale genannt. Aufgrund ihrer Instabilität reagieren sie sehr leicht mit anderen Atomen oder Verbindungen und übertragen auf diese Weise ihre Instabilität. Dadurch können leicht Kettenreaktionen ausgelöst werden, so dass aus einem einzigen freien Radikal zahlreiche neue Radikale entstehen. Beispielsweise werden diese sichtbar, wenn die Schnittstelle eines angeschnittenen Apfels braun wird. Eine solche sauerstoffabhängige Kettenreaktion wird Oxidation genannt. Die Hautalterung beispielsweise wird ebenfalls auf solche Oxidationsprozesse zurückgeführt.  

Anthocyane

Anthocyane (engl. Antocyanine, von griech. anthos = Blüte, Blume, kyáneos = dunkelblau) sind wasserlösliche Pflanzenfarbstoffe, die in nahezu allen höheren Pflanzen vorkommen und den Blüten und Früchten die rote, violette, blaue oder blauschwarze Färbung geben. Sie gehören zu den Flavon-änlichen Stoffen, den Flavonoiden. Die Anthocyane werden zu den sekundären Pflanzenstoffen gezählt. Anthocyane fangen freie Radikale in den Zellen ab und sind an  Energie-Übertragungsprozessen beteiligt. Anthocyane haben eine hohe antientzündliche und antioxidative Wirkung und sind in dieser Hinsicht sogar dem Vitamin C und dem Vitamin E überlegen.

Was sind Bioflavonoide?

Sie werden den Sekundären Pflanzenstoffen zugerechnet und kommen in unterschiedlicher Konzentration in fast allen Obst- und Gemüsesorten vor.
Bioflavonoide aus z. B. Sanddornbeeren, Zitronen, Orangen, Holunderbeeren und Hagebutten sind starke Antioxidantien.
 Sie tragen zum Schutz vor den sog. «freien Radikalen»  (aggressive Sauerstoffverbindungen) bei und bewahren u.a.  Vitamin C vor Oxidation. Sie gelten daher als „natürliche Vitaminsparer“ oder „Vitaminverstärker“. Ausserdem haben Bioflavonoide die Fähigkeit, die Ausschüttung von Histamin (eine vermehrte Freisetzung von Histamin kann allergische   Reaktionen auslösen) im Körper zu hemmen – sie gelten als natürliche Antihistaminika.

Carotinoide

Carotinoide gehören zur Gruppe der Sekundären Pflanzenstoffe und gelten als wichtige Antioxidantien mit Immun- und Zellschutz. Sie sind in der Natur weit verbreitete Pigmente und verleihen den Pflanzen und ebenso manchen Tieren, wie z. B. dem Lachs, die intensiven Farben.

Das bekannteste Carotinoid ist Beta-Carotin (z. B. aus Karotten), aber auch Alpha-Carotin, Beta-Kryptoxynthin, Lutein, Zeaxanthin und Lycopin gehören zur Gruppe der Carotinoide.

Zu den wichtigsten Aufgaben von Carotinoiden im menschlichen Körper gehört, dass sie freie Radikale binden können. Diese aggressiven Sauerstoffverbindungen werden aus der Umwelt aufgenommen oder bilden sich im Stoffwechsel. Kommen sie übermäßig vor, können Zellen massiv geschädigt werden.

Außerdem ist das bekannteste Carotinoid «Beta-Carotin» die wichtigste Vorstufe von Vitamin A in Lebensmitteln, welches u. a. bedeutend für die Bildung von Haut, Schleimhäuten, Knorpelgewebe und den Sehvorgang ist.

Lutein 

Lutein ist ein gelb-oranges Xanthophyll und neben dem ß-Carotin ein weit verbreites Carotinoid. Xanthophylle sind in grünen Pflanzen (Laubfärbung) zu finden, z. B in Eidotter oder Getreide. Lutein und Zeaxanthin verleihen Obst und Gemüse wie Paprika, Mais, Orangen oder Melonen ihre  typischen leuchtenden Farben. Lutein ist vor allem im Spinat und in Kohlsorten enthalten. Es kann die Augen vor schädlichen Einflüssen schützen und so degenerativen Prozessen vorbeugen.

Unter Körper kann Lutein nicht selbst bilden, sondern muss es über die Nahrung aufnehmen. Lutein beeinflusst vor allem den Wasserhaushalt und die Funktionen der Zellmenbranen (Zellwände).  Hohe Mengen von Lutein (und Zeaxanthin) sind in der Makula (gelber Fleck)der Retina (Netzhaut) enthalten. Dies ist der Ort des schärfsten Sehens. Mit zunehmenden Alter können sich hier degenerative Prozesse entwickeln. Die altersbedingte Makuladegeneration ist eine der wichtigsten Ursachen für den  Sehverlust im Alter. Sie wird auf die jahrzehntelange Entwicklung von Licht und Sauerstoff zurückgeführt,  was die Vorkommen freier Radikale erhöhen kann. Lutein (und Zeaxanthin) wirkt ähnlich wie ein   Filter, es schützt die Makula vor schädlichen Lichteinwirkungen (UV-Licht). Es trägt ausserdem dazu bei, freie Radikale  im Augenbereich abzubauen.

Was verbirgt sich hinter dem Begriff OPC?

Oligomere Procyanidine (OPC) gehören zur Gruppe der Polyphenole. Sie sind die farblose Vorstufe der sog. Anthocyanidine, die als Pflanzenfarbstoffe für die leuchtenden Farben von vielen Beeren, Obst und Gemüse sorgen.

Sie haben ein besonders hohes Schutzpotential. Z. B. enthalten Traubenkerne rund 33% der Wirkstoffe – insbesondere die spezifische OPC-Form, das Procyanidin B2-3‘-0-gallat – das als das bisher  stärkste OPC gilt. Als stärkste bekannte Antioxidantien haben die OPC vielfältige Wirkungen im Organismus. Sie wirken vor allem auf das kardiovaskuläre System, verbessern die Blutzirkulation, schützen die Gefäße und  halten sie elastisch.

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