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Kaffeesucht

So besiegen Sie die Kaffeesucht

Wie soll aus dem Morgenmuffel ein Mensch, wie die Nächte beim Lernen oder der Nachtschicht überstanden werden? Es gibt unendlich viele Situationen in denen der Verzicht auf die Tasse Kaffee scheinbar zur Unmöglichkeit wird - ob aus Gewohnheit oder Langeweile.

Empfehlung:

bis zu 300 mg Koffein
(ca. 3 Tassen Kaffee/Tag)

Dass so viel Kaffeekonsum auch negative Folgen haben kann, ist den wenigstens bewusst. Denn die Folgen der Kaffeesucht spürt man kaum, denn meist hat sich dessen Wirkung ins Gegentreil verkehrt. Der Schlafräuber macht müde. Nur derjenige, der Kaffee in größeren Abständen und wohldosiert zu sich nimmt, merkt überhaupt etwas vom Aufputscheffekt.

Kaffeesucht mit/ohne Wirkung

Bei ausgeprägter Kaffeesucht ist das Kaffee-Entzugs-Syndrom bekannt: Wer am Wochenende weniger Kaffee trinkt als wochentags im Berufsstress, bei dem macht sich der Entzug durch migräneartige Kopfschmerzen, Müdigkeit, Antriebsmangel oder depressive Verstimmungen bemerkbar.

Kaffee verengt die Hirngefäße und verbessert deren Durchblutung, wodurch das Zentralnervensystem angeregt wird. Bereits in geringen Mengen beseitigt es vorübergehend Müdigkeitserscheinungen und nachlassende Konzentration. Studien haben nachgewiesen, dass ab einer halben Tasse Kaffee beispielsweise die Rechengeschwindigkeit steigt, während sich die Fehlerzahl verringert. Ab etwa drei Tassen lässt die erhöhte Konzentrationsfähigkeit wieder nach infolge von beginnender Überdosierung beziehungsweise akuten Vergiftungserscheinungen, die freilich wieder abklingen, da Koffein nicht im Körper angereichert wird.

Wie hoch ist der Kaffeekonsum wirklich?

Getränke mit einem Koffeingehalt von mehr als 150 mg/l müssen laut der EU-Richtlinie 202/67/E deutlich gekennzeichnet sein. Das gilt für einige Erfrischungsgetränke sowie Energy Drinks mit Koffein, allerdings gilt dies nicht für Tee, Kaffee und damit verwandte Produkte.

Es gibt genug Gründe, um den Kaffeekonsum einzuschränken oder zumindest moderat zu halten. Kaffeesüchtige sollten damit anfangen, sich zunächst ihres Koffeinkonsum bewusst zu werden. Dabei können folgende Fragen hilfreich sein:

  • Wie viele Tassen Kaffee trinke ich pro Tag?
  • Welche koffeinhaltigen Getränke (Cola oder Tee) nehme ich zusätzlich zu mir?
  • Esse ich viel Schokolade?
  • Nehme ich Medikamente mit Koffein ein?

Weitere Fragen könnten das Warum des Kaffeekonsums thematisieren, so z.B.

  • Welche Wirkung hat der Kaffee auf mich?
  • Fühle ich mich wirklich wacher?
  • Geht es mir eher um den Geschmack?
  • Trinke ich Kaffee aus Gewohnheit?

 

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