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Milchsäure für die Bakterien im Darm

L(+) Milchsäure ist wichtig für die Darmflora

Milchsäure, auch als Laktat bezeichnet, tritt chemisch in zwei Formen auf. Nur die rechtsdrehende Form L(+) kann vom menschlichen Körper verstoffwechselt werden und wird daher als physiologisch wertvoll bezeichnet. Sie trägt schonend und effizient dazu bei, das Säure-Basen-Gleichgewicht zu regulieren.

Milchsäure ist eine natürlich auftretende Substanz. Chemisch gesehen gibt es zwei Formen oder sogenannte «optische Isomere», die L(+) und ihr Spiegelbild, die D(-) Milchsäure. Der menschliche Körper produziert ausschließlich L(+) Milchsäure, diese wird deshalb physiologisch wertvoll genannt.

Molke wird vergoren

Um aus Milch Käse zu machen, müssen die festen und flüssigen Bestandteile voneinander getrennt werden. Mittels Labferment und Milchsäurebakterien bringt der Käser die Milch also zum Gerinnen – sie wird dick. Der feste Bestandteil aus Milcheiweiß und Milchfett wird dann zu Käse verarbeitet.

Was in grün-gelblicher flüssiger Form übrig bleibt, ist die Molke oder Schotte. Da diese innerhalb von wenigen Stunden verdirbt, muss die frische Molke pasteurisiert werden. Früher trugen sie sogenannte Schottenträger flinken Fusses von der Alp zu Tal, damit Bürger und Fürsten die beliebte Molkenkur machen konnten. 

Milchzucker wird zu Milchsäure

Die frische Molke wird milchsauer vergoren. Diese Fermentation wird mit einer speziellen Lactobacillus-Bakterienkultur durchgeführt, welche den außergewöhnlich hohen Gehalt an L(+) produziert. Hier wird auch kein Labferment verwendet, um Milchfett und -eiweiß zu entfernen, sondern ein speziell entwickelter Filter.

Dadurch wird der in der Milch vorhandene Milchzucker vollständig in L(+)Milchsäure umgewandelt. So entsteht ein Molkekonzentrat, das reich an L(+) ist und garantiert laktosefrei. L(+) Milchsäure findet sich in verschiedenen fermentierten Produkten, wie Sauerkraut, Naturjoghurt oder Vollmilchquark.

Alfred Vogels Idee

Alfred Vogel (1902 – 1996) hatte die Gesundheitsvorteile von frischer Molke erkannt und sich zum Ziel gesetzt, eine haltbare Form der Molke zu entwickeln, damit möglichst viele Menschen davon profitieren konnten. Zusammen mit einem anderen Doktor und einem Chemiker experimentierte er monatelang an einem Fermentationsverfahren, das er der aus der Käseherstellung ableitete. 1927 brachte er das erste Molkekonzentrat auf den Markt. Im «Kleinen Doktor» empfiehlt Alfred Vogel Molkosan als tägliches Basisgetränk.

 

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