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Xylit (Birkenzucker)

Was taugt Xylit als Zuckerersatz?

 Xylit Birkenzucker ersetzte in Finnland während dem 2. Weltkrieg den rar gewordenen Zucker

Weiße Birkenstämme, blauer Himmel, finnische Naturidylle – mit solchen Bildern wird Birkenzucker seit einigen Jahren in der Schweiz und in den angrenzenden Ländern beworben.

Glaubt man den Versprechungen, haben wir es hier mit einem Zucker der Superlative zu tun: gleiches Aussehen und fast gleich starke Süßkraft wie Haushaltszucker, 40 Prozent weniger Kalorien und ein tiefer glykämischer Index. Letzteres bedeutet, dass die Birkenzucker-Kohlenhydrate den Blutzuckerspiegel weniger stark ansteigen lassen als Haushaltszucker, was die Bauchspeicheldrüse und den Insulinhaushalt entlastet.

Die reduzierte Kalorienmenge ist ebenfalls erfreulich, zumal der Durchschnitts-Schweizer und -Deutsche rund doppelt so viel Zucker pro Tag konsumiert wie die empfohlene Menge von 50 Gramm.

Xylit hemmt Bakterien im Mund

Die ungewöhnliche Wirkung des Birkenzuckers beginnt bereits im Mund. Über 300 Studien belegen, dass der alternative Zucker die Anzahl der zahnfeindlichen Bakterien im Speichel und die schädliche Säurebildung in der Plaque reduziert. Ein Grund, weshalb Birkenzucker in Finnland und anderen Ländern zahnärztlich empfohlen wird, besonders im Kaugummi.

Wie ist es möglich, dass ein Zucker die Zähne schützt? Verständlich wird das nur, wenn man weiß, dass «Birkenzucker» de facto gar kein Zucker ist, sondern ein Zuckeralkohol mit dem chemischen Namen «Xylit» bzw. «Xylitol». Die Bezeichnung leitet sich her vom griechischen «Xylon» für «Holz» oder botanisch «Pflanzenleitgefäß». Ein Hinweis darauf, dass Xylit/Xylitol in zahlreichen Pflanzen als natürliche Substanz vorkommt, besonders in Früchten, Gemüse und Baumrinden. Auch im menschlichen Körper ist Xylit als Zwischenprodukt des Glukosestoffwechsels natürlicherweise vorhanden.

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