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Süchtig nach Süßem

                                                                              Foto: Dreamstime

Die Schweizer Nachrichtensendung «10 vor 10» machte unlängst einen Test: Sie bot dreißig Schülern zwei Pausensäcke an. Der eine enthielt ein Weissbrotbrätchen, zwei Schokoladenstängel und ein «Red Bull», der andere ein Vollkornbrötchen, eine Frucht, einen Schokoladenstängelund Wasser. Das zweite, gesündere Schulfrühstück wählten sage und schreibe zwei Kinder! Nach dem Grund für ihre Wahl befragt, antworteten die anderen 28 Buben und Mädchen, sie wüssten, dass ihr Frühstück «nicht so gesund» sei, aber es schmecke viel besser!

Der Test spiegelt ein Phänomen, das längst die meisten Kinder und Teenager erfasst hat: Gemäss einer Studie des Bundesamtes für Gesundheit befolgt nur gerade ein Drittel die Ernährungsempfehlung, Süßes und zuckerhaltige Getränke möglichst wenig bzw. nur eine kleine Portion pro Tag zu sich zu nehmen. Bei den Erwachsenen sieht es ähnlich aus: Konsumierten sie vor 50 Jahren im Schnitt vier Kilo Zucker pro Jahr und Kopf, sind es heute zwischen 35 und 50 Kilo.