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Extras: Herz-Kreislauf «Das Herz - Zentrum des Körpers» |
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Das Herz - Zentrum des Körpers Es liegt im mittleren Gebiet des Brustraumes, zwischen den Lungen, hinter dem Brustbein und vor der Speiseröhre. Die untere Begrenzung bildet das Zwerchfell. Zwei Drittel des Herzens liegen links, ein Drittel liegt rechts der Mittellinie. Es verbindet die Stoffwechselvorgänge der inneren Organe mit der Atmung in der Lunge. Aufbau des Herzens Das Herz ist ein Hohlmuskel der sich von innen nach aussen aus drei Schichten aufbaut:
Einzigartiges Pumpsystem Das Herz ist die einzige muskuläre Pumpe, die unser Kreislaufsystem in Gang hält. Es wird in ein rechtes und linkes Herz eingeteilt. Sauerstoffarmes Blut erreicht über die Hohlvenen den rechten Vorhof und wird danach von der rechten Herzkammer mit relativ niedrigem Druck in die Lungen gepumpt. Das jetzt in der Lunge mit Sauerstoff angereicherte Blut gelangt nun über den linken Herzvorhof in die linke Herzkammer und wird von dort mit ziemlich hohem Druck (ca. 120 mm/Hg) über die Aorta in den grossen Kreislauf gepumpt. Die Förderleistung bzw. das Schlagvolumen des Herzens ist die Blutmenge, die durch einen Herzschlag (= Systole) von der linken Herzkammer in die Aorta und damit in den grossen Kreislauf befördert wird. D.h. pro Herzschlag werden normalerweise 70-100ml Blut in den grossen Kreislauf gepumpt. Damit ergibt sich ein Minutenvolumen (bei ca. 60-80 Schlägen pro Minute in Ruhe) von 5-7 Liter pro Minute. Das sind 75 Badewannenfüllungen täglich die das Herz in kleine und grosse Gefäße pumpt. Kein Herzschlag gleicht dem anderen Veränderungen im Rhythmus des Herzens sind ein Leben lang möglich. Nur dadurch ist es dem Herzen möglich, den Herzschlag situationsbedingt anzupassen, den es für körperliche oder seelische Anstrengungen benötigt. ^ nach oben Herzkranzgefäße Um nicht schlapp zu machen, muss das Herz ausreichend versorgt werden. Diese Aufgabe übernehmen die Herzkranzgefäße auch Koronararterien genannt (Korona = Kranz, Strahlenkranz). Sie zweigen als zwei grosse Blutgefäße aus der Aorta – der Hauptschlagader – ab, spalten sich auf und überziehen den Herzmuskel als Netz von feinen Blutgefäßen. ![]() Weil diese Blutgefäße für die Zufuhr von Nährstoffen und Sauerstoff in ausreichenden Mengen sorgen, ist ihre gute Durchblutung für eine normale Herzfunktion besonders wichtig. Sind die Herzkranzgefäße durch atherosklerotische Veränderungen verengt oder sogar verschlossen, kommt es zur koronaren Herzkrankheit. Bei Menschen mit einer koronaren Herzkrankheit (KHK) ist die Durchblutung des Herzmuskels gestört. Die Minderversorgung kann kurzfristig auftreten oder über längere Zeit bestehen, sodass der Herzmuskel Schaden nimmt. Zu diesem Krankheitsbild gehören ein kurzfristiges Engegefühl in der Brust genauso wie der Herzinfarkt oder der plötzliche Herztod. In den westlichen Industrienationen ist die KHK die häufigste Todesursache. Männer erkranken zwei- bis dreimal häufiger als Frauen. Das Gefäßsystem Unser Gefäßsystem ist insgesamt etwa 250.000 km lang und die Gefäßinnenwände durch die unser Blut ständig fließt, werden als Endothel bezeichnet. Diese Gefäßinnenwände können durch alle oben genannten Risikofaktoren geschädigt werden. Es kommt zur allgemein bekannten «Arterienverkalkung» welche eine Verhärtung bzw. Verdickung und damit auch ein Elastizitätsverlust der Arterien zur Folge hat. Jahrzehntelang wurden die Gefäßinnenwände als passive Grenzstruktur zwischen Gefäßwand und Blut angesehen. Inzwischen ist Entdeckung bekamen. Das Augenmerk der Wissenschaftler wurde dabei auf eine wichtige, inzwischen als lebensnotwendig (essentielle) eingestufte Aminosäure gelenkt. Aminosäuren sind die kleinsten Bausteine der Eiweiße. In diesem Falle handelt es sich um die Aminosäure L- Arginin die unter anderem ein Metabolit (Zwischenstoffwechsel Produkt) im Harnstoffwechsel ist. In diesem Zyklus wird beim Abbau von Eiweiß das anfallende Ammoniak in Harnstoff umgewandelt. L-Arginin erfüllt zahlreiche Funktionen in unserem Körper. Aber die wichtigste Entdeckung ist, so fanden die oben genannten Wissenschaftler heraus, dass L-Arginin eine Vorstufe des Stickstoffmonoxid (NO) darstellt. NO gehört zu den kleinsten und flüchtigsten Botenstoffen im menschl. Organismus. Durch das freigesetzte NO werden die Gefäße aktiv geweitet und das Verklumpen und Anhaften der Thrombozyten (Blutplättchen) an die Gefäßwand verhindert. Es ist ein wichtiger Schutzfaktor für ein gesundes Gefäß-Endothel. Ob der L- Arginin-Spiegel erniedrigt ist, lässt sich sehr gut im Blut feststellen. Bitte beachten: Grundsätzlich sollte im Zweifelsfall immer eine abklärende Diagnose gestellt werden, da es spezieller Geräte bedarf, um konkrete Defizite feststellen zu können und schwerwiegende, ernsthafte Erkrankungen im Herz - und Kreislaufsystem zu erkennen. ^ nach oben |
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